Zum Inhalt springen

Grand-Slam-Turniere Bigger, Better, US Open!

An den US Open muss alles ein wenig grösser und teurer sein als im Rest der Welt. 5 Fakten die Sie über das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres vielleicht nicht wussten.

Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ist vielleicht nicht so traditionsreich wie Wimbledon und physisch nicht so fordernd wie die French Open - und doch wartet es mit einigen Superlativen auf.

  • Das Arthur-Ashe-Stadion ist mit 22'547 Sitzplätzen und 90 Luxussuiten das grösste Tennis-Stadion der Welt. Das 254 Millionen Dollar teure Bauwerk von 1997 wird im Moment mit einer 100 Millionen Dollar teuren und 6000 Tonnen schweren Dachkonstruktion ausgestattet, die ab dem nächsten Jahr Regenunterbrüche verhindern soll.
  • Nirgends wird so viel Preisgeld ausgeschüttet wie an den US Open. Insgesamt 44,8 Millionen US Dollar stehen für die Einzelwettkämpfe der Männer und Frauen, die beiden Doppel-Wettbewerbe, das Mixed-Turnier sowie die Legenden- und Rollstuhl-Konkurrenzen zur Verfügung. Die Amerikaner führten 1973 als erste gleich hohe Preisgelder bei Frauen und Männern ein.
  • Überhaupt zeigen sich die US-Open-Organisatoren innovativ: Die Spiele am Abend unter Flutlicht, die sogenannten «Night Sessions», sind seit der Einführung 1975 zum Markenzeichen geworden. «Hawk-Eye» zur elektronischen Ballverfolgung feierte seine Grand-Slam-Premiere 2006 in New York.
  • Von 1881 bis 1974 wurden die US Open auf Rasen ausgetragen. Danach spielten die Stars drei Jahre lang auf Sand. Seit 1978 duellieren sich die Athleten auf der harten «DecoTurf»-Unterlage. Es ist das einzige Grand-Slam-Turnier, dass auf drei verschiedenen Unterlagen stattfand - und Jimmy Connors der einzige Spieler, der bei allen Bedingungen gewinnen konnte.
  • Die amerikanischen Tennis-Fans sind traditionell etwas lauter und weniger angepasst als ihre Kollegen in Europa. Damit das Ganze im Rahmen bleibt, geben die Organisatoren den Besuchern einige Tipps mit auf den Weg: Was an einem Football-Spiel der New York Jets promillemässig gerade noch okay wäre, sei beim Tennis definitiv zu viel. Ein verrissenes Metallica-Shirt sei zwar technisch gesehen nicht verboten. Doch solle man sich doch bitte so einkleiden, wie man das für einen Besuch bei der Schwiegermutter täte.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 27.8.15, 22:20 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von P. Sanchez, Zürich
    Trotzdem finde ich es von der Stimmung her das langweiligste der vier Grand Slam Turniere. Oder sagen wir das mit am wenigsten Charakter. Nur Grösse machts eben doch nicht aus. Aber klar muss ein Grand Slam auf dem Kontinent Amerika sein. Wir können uns hier ja glücklich schätzen, dass wir hier in Europa gleich zwei haben;)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ruth Zahnd, Vancouver USA
      Etwa neidisch? Warum denken die Schweizer immer sie seien besser als die Amerikaner? Es gibt auch sehr nette Amerikaner und auch eckige Schweizer. Es sind gottlob nicht alle Leute gleich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von P. Sanchez, Zürich
      @Ruth Zahnd: Das habe ich doch gar nie gesagt. Ich wollte nur sagen, dass für mich die anderen drei Grand Slams attraktiver sind! Und ich finde es ja eben ok, dass dort trotzdem ein GS stattfindet(wegen Tennistradition, Begeisterung usw.). Gegen Amerikaner habe ich nichts gesagt und zu diesem Thema würde ich mich hier auch nicht äussern, da es ja um Tennis geht und nicht um Nationen..
      Ablehnen den Kommentar ablehnen