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Djokovic schreibt Geschichte in Wimbledon
Aus sportheute vom 11.07.2021.
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Djokovic, Federer und Nadal Ein Trio mit 20: Die unglaubliche Patt-Situation ist Tatsache

Mit seinem 6. Wimbledon-Triumph hat Novak Djokovic zu Roger Federer und Rafael Nadal aufgeschlossen.

Am 8. September 2002 gewann Pete Sampras mit einem Finalsieg gegen seinen Dauerrivalen Andre Agassi die US Open. Es war der 14. Triumph des Amerikaners an einem Grand-Slam-Turnier, womit er seinen Rekord weiter ausbaute. Gleichzeitig war es der letzte Karriere-Match Sampras' auf der ATP-Tour.

Erst ein Jahr später gab Sampras an gleicher Stätte seinen Rücktritt vom Profi-Tennis bekannt. Die weitläufige Meinung damals: Die 14 Grand-Slam-Titel sind eine Marke für die Ewigkeit. Die Ewigkeit dauerte indes nur ein paar Jahre.

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit

Bereits 2009 war Sampras seinen Rekord los und inzwischen ist der Kalifornier gleich dreifach überflügelt worden – dies um Längen. Nach Novak Djokovics 6. Wimbledon-Triumph durch einen Final-Sieg am Sonntag gegen Matteo Berrettini ist die unglaubliche Patt-Situation Tatsache: Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal haben alle 20 Grand-Slam-Titel auf ihrem Konto.

20 Triumphe bei den vier wichtigsten Turnieren des Jahres schienen vor 20 Jahren noch ein Ding der Unmöglichkeit. Dass nun drei (noch aktive) Spieler bei dieser Marke stehen, ist daher kaum fassbar.

Grand-Slam-Titel noch aktiver Spieler


Melbourne
ParisWimbledonNew York
Total
Djokovic926320
Federer618520
Nadal1132420
Murray--213
Wawrinka11-13
Cilic---11
Del Potro
---11
Thiem---11

Man muss sich das einmal vor Augen führen: 60 der letzten 72 Grand-Slam-Titel bei den Männern (seit Federers 1. Wimbledon-Triumph 2003) hat sich das Trio gekrallt. Eine solche Dominanz mehrerer Spieler wird es im Tennis nie mehr geben. Und die Gefahr, wie bei der Prognose zu Sampras' Rekord falsch zu liegen, gibt es kaum.

Federer gratuliert Djokovic

Vorteil Djokovic

Es ist nicht anzunehmen, dass sich jeder des Trios mit den 20 Grand-Slam-Titeln zufrieden gibt oder dass plötzlich die jüngere Generation den Arrivierten keinen grossen Titel mehr überlässt. Die 20 wird fallen – wohl schon im September bei den US Open. Und vieles spricht dafür, dass die 21 von Djokovic gesetzt wird:

  • Im Gegensatz zu Federer und Nadal ist Djokovic in Topform. Seine Jahresbilanz steht bei 34:3.
  • Der Serbe ist vor allem an den grossen Turnieren kaum mehr zu schlagen. Nach den Triumphen in Melbourne, Paris und jetzt London hat Djokovic in New York sogar die Chance auf den Grand Slam.
  • Von den letzten dreizehn Grand-Slam-Titeln gingen nicht weniger als acht an Djokovic.

Auch wenn die Diskussion nach dem besten Spieler aller Zeiten (GOAT) wohl nie zu einem Abschluss kommen wird, muss festgehalten werden: Djokovic gewann alle seine 20 Grand-Slam-Titel in der Ära Federer/Nadal. Bei Djokovics 1. Triumph auf dieser Stufe Anfang 2008 in Melbourne hatte Nadal schon drei und Federer gar deren zwölf Majors gewonnen.

Punkto Grand-Slam-Rekord gilt deshalb: Vorteil Djokovic.

SRF zwei, sportlive, 11.7.21, 15:30 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Hallauer  (Genesis500)
    Interessant wäre vielleicht auch zu erwähnen, dass es auf Rasen keine Masters-Turniere gibt. Soviel ich weiss ist Rasen die stärkste Unterlage von Federer. Da hätte es sicher auch ein paar Masterstitel mehr gegeben.
    Was die Geschwindigkeit der Unterlagen angeht bin ich kein Experte. Cincinnati z. B. hat soviel ich weiss eine sehr schnelle Unterlage, Djokovic brauchte sehr lange bis er hier überhaupt das 1. Mal gewinnen konnte. Zufall oder nicht?
  • Kommentar von Keller Mägi  (TennisSport)
    Wo genau ist jetzt die Konkurrenz stärker bei ND? Vergleich: In RF's Zeit gab es Safin, Hewitt, Rodrick etc. und einen schon sehr starken jungen Nadal. Heute gibt es bei ND, RN dem das Alter zusetzt (mental u. körperlich) und einen 6 Jahre älteren RF, und wen noch? (die anderen guten Spieler vielen alle Verletzungsbedingt weg, wie Delpo, Murry etc.). Klar ist RF noch stark, aber genau das ist der Punkt, man vergisst, dass RF eben genau in dieser starken Ära mit über 30 noch GS's gewann.
    1. Antwort von Sandra Widmer  (Sandra Widmer)
      Tut mir leid, aber schon wieder komplett falsch, Ihre Analyse! Unser Roger profitierte damals ungemein von dem Umstand, dass die zwei grossen Legenden des Tennissports Sampras und Agassi schon im fortgeschrittenen Alter waren, als Roger sie "stürzte" und seine Karriere richtig in Schwung kam! Dieses "Vakuum" konnte er ausnutzen um sich zu etablieren, bevor dann Rafa und Novak auftauchten und ihm das Fürchten lernten! Und die erwähnten Safin, Hewitt etc. nichts als Hühnerbrustathleten.. ;)
  • Kommentar von Roman Frey  (freydremarley)
    Novak Đoković wird wahrscheinlich der erfolgreichste Tennisspieler der Geschichte. Würde jedoch eine weltweite Umfrage nach dem BESTEN Tennisspieler der Geschichte gemacht, behaupte ich, dass folgendes Resultat dabei herauskommen würde:
    1. Roger Federer
    2. Björn Borg
    3. Rod Laver
    1. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Ich finde es immer interessant, was sich die Anhänger von Werbesäule Federer so alles ausdenken. Unterschied bester zu erfolgreichster , aha :D