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Grand-Slam-Turniere Ein historischer Sieg

Stanislas Wawrinka hat mit seinem Sieg an den Australian Open Historisches geschafft und als erster Spieler seit 20 Jahren an einem Grand-Slam-Turnier die Weltnummern 1 und 2 ausgeschaltet. Der Schweizer konnte sein Glück noch nicht fassen.

Legende: Video Stanislas Wawrinka im Interview abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
Aus sportpanorama vom 26.01.2014.

«Ich weiss noch immer nicht, ob ich träume», sagte Wawrinka unmittelbar nach der Pokalübergabe. Dass er sich von nun an «Grand-Slam-Champion» nennen darf, schien selbst ihm irgendwie surreal.

Erstmals Nadal und Djokovic besiegt

«Ich habe so viele Major-Finals vor dem Fernseher gesehen. Aber ich habe mir nie vorstellen können, dass ich es einmal bin, der einen solchen Final gewinnt.» Verdient hat sich der Romand die 2,3 Millionen US Dollar Preisgeld mit einer historischen Leistung in Melbourne. Als erster Spieler seit 20 Jahren schlug er an einem Grand-Slam-Turnier die Weltnummern 1 und 2. Und erstmals wurden Rafael Nadal (ATP 1) und Novak Djokovic (ATP 2) an einem Turnier vom selben Spieler bezwungen.

Erster Sieg nach 12 Pleiten ohne Satzgewinn

«Nach der Niederlage gegen Djokovic im letzten Jahr habe ich geweint», gestand Wawrinka. Nun schaltete er den Serben im Viertelfinal aus und liess sich auch von Nadal, gegen den er zuvor in 12 Duellen keinen einzigen Satz hatte gewinnen können, nicht stoppen. Dass Nadal mit physischen Problemen zu kämpfen hatte, trübte seine Freude nicht. Dennoch meinte Wawrinka: «Man möchte natürlich nicht unbedingt so gewinnen. Aber am Ende habe ich die Trophäe und das ist alles, das zählt. Nadal ist ein guter Freund und ich wünsche ihm gute Besserung.»

23. Grand-Slam-Titel für die Schweiz

Das Spiel gegen den 13-fachen Grand-Slam-Sieger war für Wawrinka auch ein mentaler Test. «Ich musste konzentriert bleiben, denn Nadal hat sein Können immer wieder aufblitzen lassen.» Beim Matchball sei ihm dann so vieles durch den Kopf gegangen. Dass er down under den Titel gewann, bedeute ihm alles, sagte die künftige Weltnummer 3. «Deshalb spiele ich Tennis!»

Wawrinkas Triumph bedeutet der 23. Grand-Slam-Titel eines Schweizer Tennis-Profis. Roger Federer hat 17 Major-Turniere gewonnen, Martina Hingis deren 5.

Legende: Video Wawrinkas Rede nach der Pokalübergabe (englisch) abspielen. Laufzeit 03:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 26.01.2014.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Laurent Goei, 84220 Joucas, Frankreich
    Guten Tag, es ist so frustrierend, dass "aus rechtlichen Gründen" sämtlichen videos der SFR oder RTS im Ausland nicht ansehbar sind! Warum ist es so?? Wird es von der CH aus blockiert? Gibt es eine Möglichkeit, Interviews und Sendungen im Replay (nicht mal Live) zu sehen? danke L.Goei ps. Stan, tu as fait du très très bon boulot! On est si fier de toi, tu es un As! Tu t'exprimes à merveille que ce soit sur le court ou en dehors. Bravo!
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    1. Antwort von Kurt Keller, Thal
      Geht mir auch so..... Uebrigens: Die Videos auf der Seite der Austrialen Open kann ich auch in Mexico sehen.
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    2. Antwort von Johny Nagel, Zürich
      Ich denke mal, dass diese Videos aus der Schweiz blockiert sind, da diese ja von der Bilag finanziert sind. Diese bezahlen nur die Haushalte in der Schweiz, weshalb sie auch nur innerhalb dieser zur Verfügung stehen. Kann sein, dass es andere Gründe gibt, aber dieser scheint mir naheliegend.
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    3. Antwort von Th.Weber, Lausanne
      @Laurent Goei, nous rencontrons les mêmes problèmes en Suisse. Impossible de visionner certaines vidéos sur Eurosport.fr ou L'Equipe.fr
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  • Kommentar von madame sowieso, irgendwo
    ich freue mich riesig für diesen sieg, hoffentlich merken nun die medien dass es nicht nur ein herr federer gibt.
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  • Kommentar von rdg, goldau
    Historischer Moment im CH Tennis. Man weiss nicht ob die Verletzung Nadals echt war oder nur eine taktische Massnalhme. Aber trotzdem genial.
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    1. Antwort von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
      rdg: Wenn man als erwachsener Mensch nicht sehen kann, ob ein anderer Mensch echt Schmerzen hat oder nur simuliert - dann tun Sie mir leid. Wieso sollte auch Rafa Schmerzen vortäuschen ? Er hat sich zu oft nach 2 verlorenen Sätzen den Sieg geholt. Was für ein Sportler, dass er zu Ende gespielt hat und Stan die Chance gab, sich über den Finalsieg von Herzen freuen zu können. Bei Abbruch wäre das nie so gewesen.
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    2. Antwort von Heidi Sonderegger, 3325 Hettiswil
      Wenn Frau Müller am Fernsehen sehen kann, ob jemand eine Show abzieht oder nicht, (simuliert) ist sie schon fast Hellseherin. Ich konnte dies nicht sehen und hatte ebenfalls den Verdacht, dass Nadal geschickt taktiert. Er war nämlich ob dem fulminanten Start von Wawrinka ziemlich durch den Wind. Er machte schon oft von solchen Unterbrüchen gebrauch. Heidi Sonderegger
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    3. Antwort von A. Vögeli, Basel
      Man konnte (ohne Hellseherei) sehen, dass Nadal wirklich etwas hat. Was wäre für ihn der Sinn gewesen den 2. Satz einfach so aufzugeben und das Risiko einzugehen den Final zu verlieren??? Vor allem wenn man so gut spielt wie Rafael Nadal. Ich bitte Sie, diese Anschuldigungen sind lächerlich. Nur weil er während den Matches nicht so sympathisch ist wie andere Spieler, heisst dies nicht, dass er unfair ist!
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    4. Antwort von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
      Danke vielmals A. Vögeli. Scheinbar können gewisse Menschen auch mit guten Augen "nicht Sehen" und die Situation nachfühlen schon gar nicht...
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