- Flavio Cobolli gewinnt seinen Viertelfinal an den French Open gegen Félix Auger-Aliassime mit 4:6, 6:4, 6:4, 6:4.
- Der Italiener liegt zunächst mit Satz und Break zurück, zieht nach einer Wende aber in seinen 1. Grand-Slam-Halbfinal ein.
- Dort trifft der 24-Jährige auf einen Landsmann. Matteo Berrettini und Matteo Arnaldi duellieren sich im letzten Viertelfinal.
Der 3. Durchgang lenkte den Roland-Garros-Viertelfinal zwischen Flavio Cobolli (ATP 14) und Félix Auger-Aliassime (ATP 5) in die entscheidenden Bahnen. Beim Stand von 1:1 in den Sätzen erwies sich der Italiener als nervenstärker. Während Auger-Aliassime 7 Breakchancen verteilt auf 3 Return-Games nicht nutzen konnte, schlug Cobolli bei seiner einzigen Gelegenheit sogleich zu und realisierte das Break zum 4:3.
Nach grossem Kampf konnte die Weltnummer 14 das Break bestätigen und von da an hatte ihr der Kanadier nichts mehr entgegenzusetzen. Im 4. Umgang blieb Cobolli bei eigenem Aufschlag äusserst souverän und konnte wiederum die einzige Breakchance – diesmal zum 3:2 – verwerten. So jubelte der 24-Jährige nach 3:24 Stunden über einen 4:6, 6:4, 6:4, 6:4-Erfolg und seinen 1. Halbfinal auf Grand-Slam-Ebene.
Italienischer Finalist
In diesem kommt es für den dreifachen Titelträger auf der ATP-Tour zu einem Duell mit einem Landsmann namens Matteo. Im letzten Viertelfinal trifft der Wimbledon-Finalist von 2021, Matteo Berrettini (ATP 105), nämlich auf seinen Namensvetter Matteo Arnaldi (ATP 104).
Damit steht auch bereits fest, dass trotz dem Sensations-Aus von Weltnummer 1 Jannik Sinner und dem Rückzug von Lorenzo Musetti (ATP 11) ein Italiener im Final stehen wird.
Auger-Aliassime vergibt Führung
Zu Beginn hatte auf dem Court Philippe-Chatrier indes noch nicht viel auf den Triumph Cobollis hingedeutet. Auger-Aliassime konterte nämlich einen Fehlstart (Break gegen sich im 1. Game) und sicherte sich den hart umkämpften Startsatz nach 66 Minuten mit 6:4.
Auch im 2. Durchgang wehrte die Weltnummer 5 zunächst einen Breakball ab und konnte dann mit einem Servicedurchbruch zum 3:1 vorlegen. Cobolli schaffte aber das direkte Rebreak und leitete damit die Wende ein. Auger-Aliassime wird am Montag erstmals in seiner Karriere in die Top 4 der Weltrangliste vorstossen, dies dürfte den 25-Jährigen aber nicht über das Aus und die verpasste Chance auf seinen 1. Grand-Slam-Final hinwegtrösten.