Ein Teenie fordert Serena Williams

Die erst 19-jährige Sloane Stephens (WTA 25) fordert in ihrem 1. Grand-Slam-Viertelfinal am Mittwoch die grosse Serena Wiliams (WTA 3) heraus. An Selbstvertrauen mangelt es der jungen Amerikanerin nicht.

Sloane Stephens mangelt es vor ihrem 1.-Grand-Slam-Viertelfinal in keinster Weise an Selbstvertrauen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Weil ich hübsch bin» Sloane Stephens mangelt es vor ihrem 1.-Grand-Slam-Viertelfinal in keinster Weise an Selbstvertrauen. Keystone

Am Mittwoch kommt es an den Australian Open zum mit Spannung erwarteten amerikanischen «Generationenduell». Die 19 Jahre junge Sloane Stephens trifft in ihrem 1. Grand-Slam-Viertelfinal auf Serena Williams. Für Williams ist es bereits ihr 35. Doch die Tochter des vor 3 Jahren tödlich verunfallten Ex-Footballstars John Stevens scheint nicht allzuviel Respekt vor der 15-fachen Grand-Slam-Siegerin zu haben.

Gegen ihre frühere Mentorin

«Ob mit Titel oder ohne, es ist ein Tennis-Match. Beide Seiten des Courts sind gleich gross. Gegenüber steht ein Mensch. Du musst da rausgehen und spielen», sagte Stephens nach ihrem 3-Satz-Sieg im Achtelfinal gegen die Serbin Bojana Jovanovski keck und meinte: «Es wird ein Spass.»

Serena Williams ist ausgerechnet Stephens ehemalige Mentorin (eine junge Spielerin erhält von der WTA jeweils eine erfahrene Athletin zugeteilt, die sie bei den ersten Schritten auf der Tour begleitet). Die beiden Amerikanerinnen kennen sich also bestens. «Ich habe viel Spass mit Serena», sagt Stephens, «doch sie hat mir nicht verraten, wie ich sie schlagen kann.»

Potenzielle Nachfolgerin der Williams-Schwestern

Anfang Januar trafen die beiden beim Turnier von Brisbane erstmals aufeinander. Williams machte mit Stephens kurzen Prozess (6:4, 6:3). Dennoch sagt sie vor dem Aufeinandertreffen vom Mittwoch: «Sloane ist eine grossartige Spielerin. Eine der besten, gegen die ich in den vergangenen Wochen gespielt habe.»

In den USA sehen viele in Stephens, der jüngsten Spielerin in den Top 50, eine potenzielle Nachfolgerin von Serena Williams. «Sie hat das Potenzial dazu», meint etwa die frühere Wimbledon-Siegerin Lindsay Davenport.

Auch neben dem Platz macht Stephens mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit auf sich aufmerksam. Sie war auch schon auf dem Cover einer grossen Modezeitschrift. Warum? «Because I'm pretty.» Weil ich hübsch bin, sagt sie selbstbewusst.