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Grand-Slam-Turniere Entfesselter Zverev eliminiert Murray

Nach Novak Djokovic (ATP 2) muss auch der Weltranglisten-Erste Andy Murray noch in der 1. Woche der Australian Open seine Koffer packen. Der Schotte unterliegt Mischa Zverev (De, ATP 50) in den Achtelfinals mit 5:7, 7:5, 2:6 und 4:6.

Legende: Video Murray - Zverev: Die besten Ballwechsel (sntv) abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.01.2017.

Sein jüngerer Bruder Alexander war am Samstag gegen Rafael Nadal schon nahe an der Sensation gewesen, verlor aber in 5 Sätzen gegen den Spanier. Nun sorgte Mischa Zverev für die grosse Überraschung in der Rod Laver Arena.

Ich habe wie im Koma Serve-and-Volley gespielt.
Autor: Mischa Zverev
Legende: Video Günthard: «Irgendwann wusste Murray nicht mehr weiter» abspielen. Laufzeit 1:09 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.01.2017.

Der 29-jährige Deutsche wählte eine aggressive Strategie und stürmte weit über 100 Mal nach vorne ans Netz. Murray wackelte vor allem beim 2. Aufschlag (nur 34 Prozent Erfolgsquote).

Bei der Partie seines Bruders am Samstag habe er in der Box mitgefiebert. «Das war vielleicht nicht die beste Vorbereitung auf ein Spiel gegen Andy, aber es hat mich inspiriert. Und es ist für mich aufgegangen», erklärte Zverev nach dem Spiel im Platzinterview.

Wie er gewonnen habe, wisse er selber nicht: «Ich habe wie im Koma Serve-and-Volley gespielt», meinte die Nummer 50 der Welt, die erstmals einen Grand-Slam-Viertelfinal erreichte.

Das ist ein schwerer Schlag.
Autor: Andy Murray
Legende: Video Murray: «Es hat nicht sein sollen» (SNTV) abspielen. Laufzeit 2:08 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.01.2017.

Andere Ziele hatte Andy Murray: Der Schotte wollte nach fünf Finalniederlagen endlich in Melbourne siegen – es bleibt beim Traum: «Ich habe schon viele harte Niederlagen kassiert und bin immer wieder aufgestanden. Das werde ich auch diesmal tun. Aber ich muss zugeben, dass es im Moment ein schwerer Schlag ist», so die Nummer 1 der Welt.

Nun gegen das Idol

Zverev ist der nächste Gegner von Roger Federer. Und sein Respekt vor dem Schweizer ist enorm, wie er verriet: «Es ist ein Traum, gegen Roger zu spielen. Er war mein Idol, als ich aufgewachsen bin.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.01.2017, 5:45 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Fred Savage (Fred Savage)
    Das kann nicht sein das die 2 Dominanten Spieler der letzten Jahre so kläglich in der ersten Woche scheitern. Bei Djokovic kann man es ja verstehen bei seinen erfolgen der letzten 6 Jahre aber bei Murray der in der Form seines Lebens ist- sehr schwer nach vollzuziehen.
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  • Kommentar von Jonas Ammann (jonas.ammann)
    Endlich wird es wieder spannend im Tennis! Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber sind wir doch ehrlich: Die Zeit eines Federer, Nadal, Djokovic oder Murray neigt sich dem Ende zu, und es beginnt ein neues Kapitel in der Tennis-Geschichte. Mischa Zverev hat gute Karten, diese neue Epoche zu prägen. Ich wünsche ihm viel Erfolg!
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    1. Antwort von Andreas Hug (AndiHug)
      sie meinen wohl eher Alexander Zverev ( 19 jahre) mischa ist schon 29 jahre alt. aber ich habe auch das gefühl das alexander ein ganz grosser werden kann. viel glück den jungen.
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  • Kommentar von Matteo Z. (MZ)
    Ich denke auch, dass es dieses Jahr im Rennen um die Nr 1 sehr spannend wird. Aber im nächsten Monat wird es nicht möglich sein. Ich denke, dass es frühestens während der Sand-Saison - eher noch nach Wimbledon - zu einem Wechsel kommen kann. Bis dahin hat Murray nicht viele Punkte zu verteidigen. Raonic traue ich viel zu. Möglicherweise holt er sich bereits in diesem Jahr einen GS-Titel. Das wird wirklich ein verdammt spannendes Jahr.
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    1. Antwort von André Piquerez (Nemesis1988)
      eher Monfils als Raonic oder Al. Zverev...es spricht soviel für Monfils, wahrscheinlich beste Athletik, einer der besten Aufschläge..und jetzt auch mental besser...wenn Monfils die mentale Stärke von Djokovic hätte....
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    2. Antwort von Lukas Metzger (jolusa)
      Ich gebe ihnen grundsätzlich recht, aber der ganze Wechsel wird wohl eher gegen Ende der Saison stattfinden. Murray hat erst ab Wimbledon viele Punkte zu verteidigen und nicht schon wie in ihren Augen ab der 1. Saisonhälfte. Ich freue mich aber auf ein ausgeglichenes Tennisjahr wie schon lange nicht mehr.
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