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Erst Nadal, dann Djokovic? Schafft Federer im Final das «Wawrinka-Double»?

Will Roger Federer in Wimbledon siegen, dann muss er nach Rafael Nadal auch Novak Djokovic bezwingen. Das ist nicht ganz so einfach, wie die Geschichte zeigt.

Knacknuss für Roger Federer
Legende: Knacknuss für Roger Federer Nach dem Sieg über Nadal muss auch ein Erfolg über Djokovic her. imago images

Rafael Nadal und Novak Djokovic am gleichen Grand-Slam-Turnier zu besiegen, das war in den letzten Jahren schon statistisch gesehen eine schwierige Aufgabe. Denn die beiden gewannen seit Paris 2005 zusammengezählt 33 von 57 möglichen Grand-Slam-Titeln und waren somit nicht «im Paket» zu besiegen.

Bisher nur eine Gelegenheit für Federer

Auch Roger Federer ist dieses Kunststück noch nie gelungen. Man muss den Rekordchampion aber auch etwas entschuldigen: Einzig 2011 in Paris hätte er bislang überhaupt die Chance dazu gehabt. Doch nach dem Halbfinal-Sieg über Djokovic verlor Federer im Final gegen Nadal in 4 Sätzen. Ansonsten kam Federer – Setzlisten und ATP-Ranking sei dank – bisher um gleichzeitige Duelle gegen Nadal und Djokovic herum.

Wawrinkas Meisterstück in Melbourne

Von den weiteren Grand-Slam-Siegern der letzten 15 Jahre gelang auch Andy Murray, Juan Martin Del Potro oder Marin Cilic kein «Doppelsieg» über den Serben und den Mallorquiner. Nur einer haute beide weg: Stan Wawrinka, 2014 an den Australian Open.

Auf seinem Weg zum ersten Grand-Slam-Triumph bodigte er im Viertelfinal Djokovic in 5 Sätzen. Nach dem Halbfinal-Sieg über Tomas Berdych gewann er den Final gegen Nadal in 4 Sätzen.

Holt Federer den Altersrekord?

Sollte Federer nun auch dieses Kunststück schaffen, so hätte er einen weiteren Rekord auf sicher: Mit 37 Jahren, 11 Monaten und ein paar Tagen wäre er der älteste Grand-Slam-Sieger der Geschichte. Der bisherige Rekordmann Ken Rosewall (Aus) war 37 Jahre und 2 Monate alt, als er 1972 in Melbourne gewann.

Eine Niederlage gegen Djokovic würde dagegen bedeuten, dass auch der Serbe dem Rekord-Grand-Slam-Gewinner langsam, aber sicher auf die Pelle rückt. Djokovic hätte dann 16 Majors auf dem Konto, Federer hat es bisher auf deren 20 gebracht. Schön in der Mitte liegt noch Nadal mit 18 Titeln.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie den Wimbledon-Final zwischen Roger Federer und Novak Djokovic am Sonntag ab 14:45 Uhr auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.07.2019, 17:00 Uhr

13 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Kessler  (Werner Kessler)
    Der 1. Aufschlag von Federer ist entscheidend, damit er auch am Netz punkten kann und wenn er den Aufschlag von Joker auch noch lesen kann, hilft ihm das doppelt.
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  • Kommentar von Michael Wiedmer  (Michael Wiedmer)
    Fred wo bist du? Mein Tipp 4 Satz Sieg von Federer
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  • Kommentar von Miguel Burri  (Vamos Rafa)
    Das war ich mir gar nicht bewusst...
    Wenn ich richtig liege hat von den Big3 nur ND bei den US Open’11 RF & RN, und RN bei den French Open 06 & 07 & 08 RF & ND auf dem Weg zum Titel bezwungen... Ich glaube, dass es öfters so war, dass der Finalist den 3. der Big3 vorher eliminiert hat und dann im Final unterlegen ist.
    Hoffe das ist kein schlechte Omen!
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    1. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Diese Statistik ist erstaunlicherweise fast 50:50 ausgeglichen. Viermal ist es einem der drei Grossen gelungen, die anderen beiden zu schlagen (diese Beispiele haben Sie schon erwähnt). Fünfmal schlug er einen der beiden im Halbfinal und verlor im Final gegen den anderen: zweimal Nadal (Wimbledon 2007 und Australian Open 2012), zweimal Đoković (US Open 2010 und French Open 2012) und einmal Federer (French Open 2011). Statistisch gesehen also immerhin 44.4% Chance, dass Federer heute gewinnt.
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