Federer: «Cilic hat sich in einen Rausch gespielt»

Roger Federer zeigte sich nach seiner klaren Halbfinal-Niederlage gegen Marin Cilic an den US Open zwar enttäuscht, aber gefasst. Der Schweizer blickte bereits auf kommende Highlights voraus.

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US Open: Roger Federer scheitert im Halbfinal

3:41 min, vom 7.9.2014

Roger Federer verbarg seine Enttäuschung über die verpasste siebte Final-Teilnahme in Flushing Meadows nicht. «Es ist schade, weil an diesem Turnier viel mehr drin gelegen wäre. Ich hatte zuvor noch nie gegen Cilic verloren, deshalb ist es umso härter», haderte Federer nach der klaren Niederlage.

Cilic aber erwischte einen grossartigen Tag und sprach nach seinem Coup von der «besten Leistung meiner Karriere». Das anerkannte auch Federer: «Wenn er im Ballwechsel drin war, war es Wahnsinn, wie wenig Fehler er gemacht hat. Er hat souverän gespielt und verdient gewonnen», so der 17-fache Grand-Slam-Champion fair.

Überraschende Konstanz Cilics

Dass Cilic, der vom ehemaligen Wimbledon-Sieger Goran Ivanisevic trainiert wird, derart stark auftreten würde, überraschte nicht nur die Tennis-Experten, sondern auch Federer. «Dass er so spielen kann, wusste ich. Dass er es über drei Sätze so durchziehen würde, hat mich überrascht. Er hat sich in einen Rausch gespielt.» Der Kroate hatte in der Vergangenheit schon so manchem Top-Spieler das Leben schwer gemacht, immer wieder wurde ihm aber die mangelnde Konstanz zum Verhängnis.

Roger Federer verlässt den Court bei den US Open. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Blickt nicht zurück Roger Federer freut sich vielmehr auf die Zukunft. Keystone

Nicht so an diesem regnerischen Nachmittag in New York. Cilic wirkte von Beginn weg entschlossen und kaufte seinem Widersacher früh den Schneid ab. Im ersten Satz breakte er Federer, nachdem dieser 40:0 vorne gelegen und drei Spielbälle vergeben hatte. «Dieses Break ist rückblickend extrem bitter», resümierte Federer, dem im gesamten Verlauf der Partie nur ein Break gelang.

Vorfreude auf den Davis Cup

Federer blickte aber nur kurz zurück, vielmehr freute er sich bereits auf die kommenden Highlights. Nächste Woche steht für den 33-Jährigen der Davis-Cup-Halbfinal gegen Italien in Genf auf dem Programm. «Die Vorfreude ist gross. Wir werden vor einer Rekord-Kulisse spielen. Ich hoffe, wir können das geniessen», so Federer.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.09.14 22:30 Uhr

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