«Federer? Nein, Sampras war mein Idol»

In Runde 2 der US Open wartet Steve Darcis auf Roger Federer. Der Belgier befürchtet, dass der Schweizer ihn bei seinen Aufschlägen gnadenlos attackieren wird. Deshalb hat er vor allem ein Ziel: Nicht zur Lachnummer zu werden.

Steve Darcis im Einsatz bei den US Open. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fokussiert und konzentriert Darcis vor der hohen Hürde Federer. Keystone

David Goffin (ATP 15) hat das Ticket für die 3. Runde schon in der Tasche. Ruben Bemelmans (107), Steve Darcis (66) und Yanina Wickmayer (WTA 92) stehen am Donnerstag an den US Open im Einsatz und versuchen, ihrem Landsmann in die Sechzehntelfinals zu folgen. Die Belgier greifen an.

Doch vom am Donnerstag im Einsatz stehenden Trio ist wohl nicht weniger als ein grosser Exploit von Nöten, will es denn weiter im Turnier bleiben. Denn die Gegner heissen: Roger Federer (Darcis), Jack Sock (Bemelmans) und Victoria Azarenka (Wickmayer).

«  Ich will nicht lächerlich dastehen. »

Steve Darcis

Das Duell zwischen dem 34-jährigen Federer und dem 3 Jahre jüngeren Darcis ist eine Premiere, noch nie standen sie sich gegenüber. Für das grösste Aufsehen in seiner Karriere sorgte der Belgier 2013 in Wimbledon, als er den Weltranglisten-5. Rafael Nadal in Runde 1 ausschaltete; wegen Schulterproblemen konnte er dann aber nicht mehr antreten.

In Flushing Meadows profitierte Darcis nun zum Auftakt von der Aufgabe des Zyprioten Marcos Baghdatis, der bei 1:2-Satzrückstand das Handtuch warf. «Ich werde gegen Federer mein Maximum geben, ich will einfach nicht lächerlich dastehen», so Darcis. Was ihn beschäftigt, ist die neue «Federer-Waffe»: «Da ich derzeit keinen Hammer-Service habe, wäre er wohl fähig, seinen Halb-Volley bei jedem meiner Aufschläge anzuwenden. Ich hoffe, er macht es nicht.»

«  Federer ist der grösste Spieler aller Zeiten. »

Steve Darcis

Darcis bewundert die Tatsache, dass Federer auch noch mit 34 Jahren versucht, sich weiterzuentwickeln. Zudem sei der Schweizer eine grosse Persönlichkeit mit viel Ausstrahlung, äusserst nett und mit Respekt vor jedem Gegner. Aber: «Mein Idol war Pete Sampras. Nun kann man aber getrost sagen, dass Federer der grösste Spieler aller Zeit ist.»

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Federers überzeugender Start in die US Open

3:25 min, aus sportaktuell vom 1.9.2015

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 01.09.2015, 20:30 Uhr