Federer und Wawrinka: Gegen Jungspund und Spätzünder

Fast zeitgleich dürften Roger Federer und Stan Wawrinka in der Nacht auf Mittwoch ihre Zweitrundenpartien in Melbourne bestreiten. Beide treffen auf einen Amerikaner – da hören die Parallelen indes schon auf.

Bildcombo mit Noah Rubin und Steve Johnson. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dieses US-Duo fordert die Schweizer Noah Rubin (links) trifft auf Roger Federer, Steve Johnson spielt gegen Stan Wawrinka. Keystone/Getty

Noah Rubin auf den Spuren Federers

«Ich weiss nicht viel über ihn», gab Roger Federer (ATP 17) nach dem gewonnenen Startspiel gegen Jürgen Melzer ehrlich zu, als man ihn zum nächsten Gegner befragte. «Ausser, dass er Amerikaner und Rechtshänder ist.» Er habe immerhin einen Tag Zeit, um Informationen über den Qualifikanten namens Noah Rubin zu sammeln. Wir haben dies auch getan:

  • Mit lediglich 1,78 m Körpergrösse gehört Rubin (ATP 200) zu den kleineren Spielern auf der Tour. Wie von Federer richtig erkannt, ist der 20-Jährige Rechtshänder, seine Rückhand schlägt er beidhändig.
  • 2016 überstand Rubin als damals 19-Jähriger in Melbourne ebenfalls die Startrunde. Als Nummer 328 der Welt schlug er sensationell die Weltnummer 18 Benoît Paire. Bis heute ist das sein grösster Sieg.
  • Etwas verbindet Rubin mit dem 15 Jahre älteren Federer: Wie der Schweizer 1998 hat auch der Amerikaner das Junioren-Turnier in Wimbledon gewonnen. Und zwar 2014. Die Vorfreude auf das Duell mit dem «Maestro» ist riesig. «Jetzt fängt der Spass erst richtig an», twitterte Rubin.
  • Rubin ist gläubiger Jude, seine Bar Mitzwa hatte ein Tennis-Thema. Auch in «Down Under» zählt er auf die Unterstützung der jüdischen Fans:

Rubin bedankt sich für die Unterstützung

Steve Johnson als gutes Omen für Wawrinka?

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Live-Hinweis

Live-Hinweis

Sie können die Partien der Schweizer in der Nacht auf Mittwoch live im TV und hier im Stream mitverfolgen. Beide Begegnungen dürften um ca. 04:30 Uhr Schweizer Zeit beginnen. Die Live-Schaltung beginnt um 04:00 Uhr.

Im Gegensatz zu Federer hat Stan Wawrinka (ATP 4) einen Referenzwert zu seinem Zweitrundengegner. Gegen Steve Johnson (ATP 30) hat der Romand bereits einmal gespielt. 2015 schlug er ihn in der 3. Runde in Paris ohne Satzverlust – und stemmte eine gute Woche später die Sieger-Trophäe in die Höhe.

Johnsons Karriere kam eher schleppend in Gang. Erst seit 5 Jahren ist der 27-jährige Kalifornier Profi:

  • In der abgelaufenen Saison gelang dem 1,88-m-Mann der richtige Durchbruch, der im Turniersieg in Nottingham (auf Rasen) gipfelte.
  • Anfang 2017 stand Johnson in Auckland schon wieder im Halbfinal.
  • Der Rechtshänder hat zwar schon 2 Mal die Weltnummer 10 geschlagen. Gegen Spieler aus den Top 9 weist er indes eine 0:10-Bilanz auf.
Video «Tennis: French Open 3. Runde, Wawrinka - Johnson» abspielen

Das Duell Wawrinka - Johnson in Paris 2015

0:55 min, vom 29.5.2015

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.1.17, 09:00 Uhr