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Adriano Panatta: Der Italo-Held der 70er Jahre
Aus Sport-Clip vom 25.05.2019.
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Federer von Italienern umgeben «Forza Azzurri!» – Achtung, die Italiener kommen

Roger Federer startet am Sonntag gegen einen Italiener ins Turnier. Kein Zufall – das italienische Tennis befindet sich im Aufwind.

«Ich schaue von Match zu Match» – eine der gängigsten Floskeln im Tenniszirkus. Nur wenige Spieler geben zu, jeweils einen detaillierteren Blick auf die Auslosung zu werfen. Roger Federer steht dazu. Der Schweizer weiss gerne Bescheid, was ihn erwartet.

Drei Italiener für Federer?

Beim Blick auf seine Auslosung dürfte ihm denn auch aufgefallen sein, dass es in seinem Tableau-Achtel geradezu von Italienern wimmelt. So könnte es Federer in den ersten vier Spielen gleich mit drei Azzurri zu tun bekommen: Lorenzo Sonego, Matteo Berrettini und Marco Cecchinato.

Der Sport in Italien ist leider sehr männlich geprägt.
Autor: Francesca PaolettiJournalistin SuperTennis

Das ist kein Zufall. Das italienische Männertennis befindet sich im Aufwind. Im April gewann Fabio Fognini als erster Italiener überhaupt ein ATP-1000-Turnier. Mit Berrettini und Cecchinato stellt Italien in diesem Jahr zwei weitere Turniersieger.

6 Italiener sind in den Top 100 klassiert.
Legende: Auf dem Vormarsch 6 Italiener sind in den Top 100 klassiert. www.atpworldtour.com

«Viele träumen schon von den Erfolgen der 70er Jahre», erklärt die italienische Journalistin Francesca Paoletti. 1976 triumphierte Adriano Panatta bei den French Open und Italien gewann den Davis Cup (siehe Video oben).

Zwar kann Italien mit Francesca Schiavone und Flavia Pennetta in der jüngeren Vergangenheit zwei Grand-Slam-Siegerinnen vorweisen. «Der Sport in Italien ist aber leider sehr männlich geprägt», beklagt Paoletti. Das Interesse am Tennis sei zwar wieder gestiegen, aber «sollte ein Mann dereinst wieder ein Major-Turnier gewinnen, wäre das eine ganz andere Dimension.»

Fabio Fognini.
Legende: Fabio Fognini Italiens grösste Hoffnung auf einen Grand-Slam-Titel. Reuters

Federer-Gegner selbstbewusst

Davon ist Sonego, Federers Erstrunden-Gegner, noch weit entfernt. Dem 24-Jährigen gelang erst kürzlich der Durchbruch. Mit Karen Chatschanow und Alexander Zverev schlug er jüngst erstmals zwei Spieler aus den Top 20.

Das Selbstbewusstsein ist bei der Nummer 73 der Welt intakt. Sonego ist überzeugt, «dass ich auf Sand mit Federer mithalten kann.» Wie lange, das wird sich am Sonntag zeigen. Denn auch für Federer gilt: Der nächste Match ist immer der wichtigste – Floskel hin oder her.

Video
Roger Federer vor dem Start der French Open
Aus sportaktuell vom 24.05.2019.
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Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 23.5.19, 22:20 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Häberlin  (Svensk)
    Nur so nebenbei: Ist die Artikelserie über die Jubiläen an den diesjährigen French Open schon zu Ende? Falls ja, hätte ich hier noch ein Jubiläum auf Lager: Vor 15 Jahren, an den French Open 2004, ging zum letzten Mal ein French Open-Final über fünf Sätze. Was nicht ganz verwunderlich ist, denn es war auch der letzte Final, in dem keiner der drei Grossen stand (oder in einem Wortspiel ausgedrückt: der letzte Final der "pränadalen" Ära). Wäre in der Artikelserie auch noch erwähnenswert gewesen.
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  • Kommentar von Daniel Häberlin  (Svensk)
    Entschuldigung, aber meiner Meinung nach gilt der Begriff "Azzurri" nur für die italienischen Fussballspieler, zumal die Tennisspieler eines Landes ja kein einheitliches Trikot tragen, anhand derer man ihre Staatsangehörigkeit erkennen könnte. Nur zum Vergleich: Mir ist noch nie aufgefallen, dass Tsonga, Gasquet oder Monfils an den French Open jemals mit "Allez les bleus!" angefeuert worden wären.
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