Fehlstart kostet Federer den Halbfinal-Sieg

Trotz einer starken Aufholjagd unterliegt Roger Federer im Halbfinal der Australian Open Novak Djokovic in 4 Sätzen.

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Zusammenfassung Federer-Djokovic

3:50 min, aus sportaktuell vom 28.1.2016

Ein Netzroller von Novak Djokovic bei 4:3 im vierten Satz stand symbolisch für den unglücklichen Einsatz Roger Federers. Zuvor hatte der Schweizer noch in extremis einen Breakball abwehren können.

Unglaublich: Federer mit Wahnsinns-Punkt

0:46 min, vom 28.1.2016

Doch mit dem erwähnten Passierball und einem Klasse-Return danach führte der Serbe die endgültige Entscheidung herbei und gewann insgesamt verdient mit 6:1, 6:2, 3:6 und 6:3.

Traumstart für Djokovic

Welche Taktik auch immer Federer mit seinem neuen Coach Ivan Ljubicic ausgeheckt hatte, er kam zunächst gar nicht dazu sie zu zeigen. Denn die Weltnummer 1 trat während einer Stunde in derart unantastbarer Dominanz auf wie Rafael Nadal zu seinen besten Zeiten auf Sand in Paris.

«  Ich spielte unglaublich in den ersten beiden Sätzen. Aber das ist gegen Roger auch nötig. »

Novak Djokovic

  • 12 der ersten 14 Punkte gingen an Djokovic, der sofort auf 3:0 wegzog.
  • Nur 22 Minuten dauerte der erste Satz. 6:1 Games und 24:11 Punkte lautete die Bilanz zugunsten des Titelverteidigers.
  • 32 Minuten brauchte der Serbe für das 6:2 im zweiten Durchgang, in dem er bei eigenem Service Federer gerade mal 3 Punkte zugestand.

Standing Ovations für Federers Kampfeswillen

Erst im dritten Satz konnte der Baselbieter mithalten. Für seinen Kampfeswillen in scheinbar aussichtsloser Lage wurde der 4-fache Turnier-Sieger frenetisch bejubelt. Mit riskanten Netzvorstössen drängte er Djokovic in die Defensive und kam bei 3:2 im vierten Anlauf tatsächlich zum entscheidenden Break.

Im vierten Durchgang startete Federer zwar stark, doch Djokovic behielt die Nerven. Nach dem Break zum 5:3 verwertete der Belgrader nach 139 Minuten den ersten Matchball.

Während Federer bei den Gewinnschlägen die Nase knapp vorne hatte (34 gegenüber 33), sorgte Djokovic mit der grösseren Sicherheit für die Differenz: Er machte weniger als halb so viele Fehler (20 gegenüber 51).

Alles spricht für den «Djoker»

  • Djokovic geht damit im Direktduell gegen Federer mit 23:22 erstmals in Führung. Auch gegen die möglichen Final-Gegner Andy Murray und Milos Raonic hat er positive Bilanzen.
  • Der 28-Jährige steht damit zum 6. Mal im Endspiel der Australian Open. Bisher blieb er dort immer siegreich.
  • Für Federer ist es in Melbourne-Halbfinals die 4. Niederlage in Serie. Zuletzt erreichte er den Final 2010 bei seinem letzten Turniersieg.

Sendebezug: SRF zwei, laufende Tennis-Berichterstattung