Im Final der French Open trifft der deutsche Tennisstar Alexander Zverev nicht nur auf einen Gegner, sondern auch auf einen Freund. «Für mich ist er einfach ein netter Mensch. Er hat ein gutes Herz. Wenn man ihn erst einmal näher kennt, ist er unheimlich witzig», sagte Zverev über den Italiener Flavio Cobolli.
Beim Final-Showdown an den French Open am Sonntag wird er auf diese Freundschaft keine grosse Rücksicht nehmen. «Natürlich versucht man immer noch, den Gegner zu schlagen und zu gewinnen, aber das ist in Ordnung», sagte der 29-Jährige.
Die verflixten Italiener
Im 41. Anlauf kann es für Zverev endlich mit dem von ihm so ersehnten Grand-Slam-Triumph klappen. Im Duell mit dem an Nummer zehn gesetzten Cobolli ist der Weltranglisten-Dritte der klare Favorit, im direkten Vergleich führt er mit 3:1.
Die bislang einzige Niederlage bezog er jüngst im Halbfinal von München. Allgemein hatte Zverev gegen Italiener zuletzt kein Glück: Seine 6 letzten Niederlagen kassierte er allesamt gegen Spieler von der Apenninen-Halbinsel (Cobolli, Luciano Darderi und 4 Mal Jannik Sinner).
Auch sportlich hat Zverev eine hohe Meinung von Cobolli. «Er ist super talentiert, super jung, er verbessert sich immer wieder», sagte er. «Ich werde mich auf ein hartes Spiel vorbereiten und hoffentlich mein Level zeigen können.»
Fokus immer «auf das nächste Spiel»
Im gesamten Turnierverlauf gab der Olympiasieger von 2021 erst zwei Sätze ab, auch beim 7:5, 6:2, 3:6, 6:3-Halbfinalsieg gegen den Tschechen Jakub Mensik hielt er dem grossen Titeldruck stand. Und damit das auch so bleibt, wird er seine «Von-Match-zu-Match»-Mentalität auch vor dem Final nicht ablegen.
«Ich habe mich auf meine Sachen konzentriert, und das werde ich weiterhin tun. Das Einzige, worauf ich Einfluss habe, ist, mein nächstes Spiel», sagte Zverev. Seine einzige Aufgabe sei «der Gegner, der vor mir steht», betonte er, «und alles andere ist mir egal». Auch, wenn auf der anderen Seite des Netzes ein Freund steht.