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Zusammenfassung Djokovic - Berrettini
Aus Sport-Clip vom 11.07.2021.
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Finalsieg gegen Berrettini 20. Grand-Slam-Titel: Djokovic zieht mit Federer und Nadal gleich

  • Novak Djokovic gewinnt in Wimbledon zum 20. Mal ein Grand-Slam-Turnier und schliesst zu Roger Federer und Rafael Nadal auf.
  • Der serbische Weltranglisten-Erste ringt den Italiener Matteo Berrettini (ATP 9) in 4 Sätzen mit 6:7, 6:4, 6:4, 6:3 nieder.
  • Berrettini entscheidet den Startsatz für sich, kann den Favoriten danach aber in den entscheidenden Momenten nicht in Verlegenheit bringen.

Der beste Spieler der Gegenwart hat jetzt auch mit den Besten der Geschichte gleichgezogen. Novak Djokovic entschied Wimbledon zum 6. Mal für sich und feierte damit seinen 20. Major-Titel – gleich viele wie Roger Federer und Rafael Nadal.

Für seinen Triumph beim prestigeträchtigen Turnier musste Djokovic eine gehörige Portion Arbeit aufwenden. Denn mit Matteo Berrettini stand ihm ein würdiger Final-Gegner gegenüber. Der Italiener machte viele Punkte mit dem Service und der Vorhand, offenbarte aber eklatante Schwächen auf der Rückhand.

Von diesem Umstand profitierte Djokovic insbesondere im 4. Satz immer wieder. Der 34-Jährige konnte viel Druck aufsetzen und zwang seinen Kontrahenten bei dessen ersten Endspiel auf der allerhöchsten Stufe zu Eigenfehlern. Den entscheidenden Servicedurchbruch zum 4:3 schenkte Berrettini Djokovic mit einem Doppelfehler. Djokovic zog anschliessend durch und kam sicher zu seinem historischen Erfolg.

Erstmals eine Schiedsrichterin im Final

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Als letztes Grand-Slam-Turnier erhielt auch Wimbledon eine Frau als Schiedsrichterin im Männer-Final. Die Partie zwischen Novak Djokovic und Matteo Berrettini wurde von der Kroatin Marija Cicak geleitet. In Melbourne und in Paris hatte es diese Premiere schon 2007 gegeben, an den US Open 2015.

Berrettini dreht Startsatz

Der italienische Aussenseiter war nervös in die Partie gestartet. Djokovic führte im 1. Durchgang schnell mit 5:2 – alles sah nach einem Start nach Mass für den Favoriten aus. Doch Berrettini kämpfte sich zurück in den Satz und spielte sich ins Tiebreak, wo er plötzlich der dominierende Akteur war und den Startsatz für sich entscheiden konnte.

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Berrettini kämpft sich mit tollem Punkt in den Startsatz zurück
Aus Sport-Clip vom 11.07.2021.
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Von diesem Rückschlag angestachelt lief Djokovic zur Höchstform auf. Im 2. Durchgang führte der Routinier dank 2 Breaks innert kürzester Zeit mit 5:1, ehe Berrettini doch noch auf 4:5 zurückkam. Djokovic blieb aber ruhig, konnte nach Sätzen ausgleichen und die Partie in die richtigen Bahnen lenken.

Im Anschluss konnte Berrettini seinen Gegner nur noch über einzelne Punkte hinweg richtig fordern, weshalb Djokovic die Sätze 3 und 4 auch für sich entscheiden – und Historisches erreichen konnte.

SRF zwei, sportlive 11.07.2021, 15:00 Uhr;

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Pat Zulander  (Pat Zulander)
    Wir schätzen ND macht 25 GS Titel...
  • Kommentar von Bengt Olav Stromberg  (B.O.S.)
    Wir sehen die Leistungen auf dem Platz und die sprechen ihre Sprache. Technisch steht Roger Federer über allen. Phyysisch scheinen ihm der 34-jährige Novak Djokovic und der 35-jährige Rafael Nadal am Ende den Rang abzulaufen. Sind sie von Natur aus ausdauernder und hartnäckiger als Federer? Vielleicht, man weiss es nicht! Wenn Tennis ein Sport ist, der mit Leichtigkeit und Finesse gespielt wird, ist Federer der Meister. Wenn Ausdauer und Kraft den Ausschlag geben sollen, sind andere die Sieger.
    1. Antwort von Sandra Widmer  (Sandra Widmer)
      Bei Sportarten wie Tennis, Fussball etc. welche über ein eindeutiges Endresultat den Sieger/Besseren definieren, ist es absolut zweitrangig ob jemand "schön" oder "kraftvoll" gespielt hat! Anders sieht es bei Sportarten wie Synchronschwimmen, Ballett etc. aus, wo Punkte verteilt werden! Beispiel: Wenn Sie googeln wer die 100m am schnellsten gerannt ist auf unserem Planeten, erscheint der Name Usain Bolt! Charakter, Sympathiefaktor, Schuhgrösse, Frisur sind absolut unbedeutend! OK, soweit!? ;)
    2. Antwort von Bengt Olav Stromberg  (B.O.S.)
      Bolt ist ein hervorragendes Beispiel. Die Leistung auf der Bahn sprach eine eindeutige Sprache. Kraft und Schnelligkeit liefern den Sieger. Es geht hier, wie Sie richtig sagen nicht um Schönheit, die ist immer subjektiv. Kraft und Ausdauer aber sind messbar, in Watt, Kilojoule etc. Jede Messmethode, auch jene State-of-the-art, hat aber Grenzen. Oder glauben Sie, eine sportliche Leistung ist in ihrer Absolutheit analysierbar, von A bis Z? Am Ende bleibt das Vertrauen in die Fairness der Sportler.
    3. Antwort von Sandra Widmer  (Sandra Widmer)
      Aber Sie wissen schon, dass Ihr Statement sich so ziemlich in sich selber widerspricht!? Zuerst nennen Sie harte Fakten über das technisch Messbare und im gleichen Atemzug erwähnen Sie dass das doch nicht definitiv aussagekräftig ist, da noch in das technisch messbare auch noch "Vertrauen" und "Fairness" des Sportlers ins Spiel gebracht werden müsse!? Fakt ist, gestern hat z. B. Italien die EM gewonnen! Zeigte die Tafel deutlich an, aber sie sagte nichts über "Fairness" oder "Vertrauen" an! ;)
    4. Antwort von Keller Mägi  (TennisSport)
      @ Sandra Widmer Da liegen Sie falsch, auch Bolt's Leichtigkeit wird immer wieder erwähnt, Bei Ali, Maradona etc. Alle sogenannten GOAT'S ihrer Sportart zeichnete die Art und Weise, wie sie ihren Sport zelebriert haben aus (nebst den Leistungen). Rekorde werden und wurden von vielen inzwischen gebrochen. Wenn man wie Sie, nur die Statistiken öffnet, liegen Sie richtig. Sie sollten sich vielleicht mal bisschen weniger nur mit Statistiken befassen, sondern auch mal allgemein mit der Sportgeschichte
    5. Antwort von Sandra Widmer  (Sandra Widmer)
      @Keller Mägi, dann irren Sie sich aber bei weitem noch viel mehr, wenn Sie wirklich denken die GOAT-Frage wird nur durch "Sympathie" und "Eleganz" Faktoren bestimmt! Es kann sich niemand ein GOAT nennen, der auch nicht mit Resultaten zumindest gleich gut, wenn nicht besser war wie andere Kontrahenten in der gleichen Sportart! Ansonsten kann er höchstens als MPOAT (most popular of all time) durchkommen und nicht mehr! Resultate sind messbar, die anderen "Rosa-Brillen" - Faktoren nicht!!
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Djokovic's Aussage "Federer und Nadal sind der Grund, warum ich hier bin", kann ich nur beipflichten. Zur gleichen Zeit 3 grossartige Spieler, die sich gegenseitig alles abverlangen, ist schlichtweg sensationell. Keiner der drei hätte, ohne die anderen, eine solche persönliche Entwicklung durchgemacht. Überall gibt es Sportler*innen, die mehr oder weniger beliebt sind. Schlussendlich zählen aber die Erfolge.