Resultate
Dass Angelique Kerber die Weltranglisten-Spitze übernehmen wird, stand bereits nach dem ersten US-Open-Halbfinal fest. Diesen verlor Serena Williams gegen eine äusserst stark aufspielende Karolina Pliskova (WTA 11) mit 2:6, 6:7 (5:7).
Ich bin die Nummer eins, das ist überwältigend.
Auf den Spuren von Steffi Graf
Für Williams endet damit die Regentschaft als Weltnummer 1. 186 Wochen hatte die 34-Jährige das Ranking ohne Unterbruch angeführt. Am Montag wird sie nun Kerber den Vortritt lassen müssen. Die Australian-Open-Siegerin wird die 22. Weltranglisten-Erste der Geschichte, erst die zweite deutsche nach Steffi Graf.
«Es ist ein grossartiger Tag, einfach unglaublich», sagte die sichtlich überwältigte Kerber im Platz-Interview. «Ich bin hier zum ersten Mal im Endspiel, das bedeutet mir so viel. Und ich bin die Nummer eins, das ist überwältigend.»
Kerber zeigte in ihrem Halbfinal, weshalb sie die neue Nummer 1 ist. Die 28-Jährige liess gegen die Dänin Caroline Wozniacki (WTA 74) nichts anbrennen und siegte äusserst souverän mit 6:4, 6:3.
Williams am Knie verletzt
Im Gegensatz zu Kerber zog Williams einen schwarzen Tag ein. Gegen die Weltnummer 11 Karolina Pliskova reihte sie insbesondere im ersten Satz Fehler an Fehler. Im zweiten Durchgang kam die 22-fache Grand-Slam-Siegerin zwar etwas besser auf, schenkte Pliskova das Match dann aber mit einem Doppelfehler.
Ich war nicht bei 100 Prozent, aber sie verdient den Sieg.
Williams sprach danach von «ernsthaften Knieproblemen», die sie beeinträchtigt hätten. «Ich konnte mich nicht so bewegen, wie ich wollte», sagte sie. «Ich habe mich in der zweiten Runde verletzt. Karolina hat grossartig gespielt. Ich war nicht bei 100 Prozent, aber sie verdient den Sieg.» Zum Verlust der Spitzenposition wollte sie nichts sagen.
Die Nummern 1 seit dem Jahr 2000
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Bild 1 von 15. Lindsay Davenport, 2000. Die Amerikanerin lieferte sich Anfang der 00er-Jahre ein heisses Duell im Kampf um die Nummer 1 bei den Frauen. Ihre Widersacherin? Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 15. Martina Hingis, 2000. Keine Geringere als Martina Hingis. Von Mai 2000 bis Oktober 2001 führte die Ostschweizerin zum letzten Mal die Weltrangliste an – das sind 73 Wochen am Stück. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 15. Jennifer Capriati, 2002. Abgelöst wurde Hingis dann erneut von einer Amerikanerin. Capriati bestieg den Tennisthron Anfang 2002, wechselte sich in der Folge aber immer wieder mit einer ihrer Landsfrauen ab. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 15. Venus Williams, 2002. Und zwar mit dieser Frau. Keine der beiden hielt sich jeweils länger als 5-6 Wochen an der Spitze. Bildquelle: Reuters.
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Bild 5 von 15. Serena Williams, 2002. Mitte Jahr übernahm dann Venus' jüngere Schwester Serena erstmals das Zepter. Bis die Amerikanerin wieder abgelöst wurde, dauerte es ganze 57 Wochen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 6 von 15. Kim Clijsters, 2003. Nach den Amerikanerinnen spielten sich zwei Belgierinnen ins Rampenlicht. Nachdem Kim Clijsters die Nummer 1 der Welt wurde,... Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 15. Justin Henin-Hardenne, 2003. ... verdrängte sie eine andere Belgierin von der Spitze. Bildquelle: Imago.
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Bild 8 von 15. Amélie Mauresmo, 2004. Erstmals ist eine Französin die beste Tennisspielerin der Welt. Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 15. Maria Scharapowa, 2005. Die Russin schnupperte Mitte des Jahres erstmals «Nummer-1-Luft», allerdings nur kurz. Scharapowa schaffte es in den Folgejahren immer wieder bis ganz nach oben, konnte sich aber nie mehr als einige Wochen halten. Bildquelle: Keystone.
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Bild 10 von 15. Ana Ivanovic, 2008. Zwei Tage nach dem Gewinn ihres 1. Major-Titels (French Open) wird die Serbin erstmals die Nummer 1 der Welt. Bildquelle: Imago.
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Bild 11 von 15. Jelena Jankovic, 2008. Abtreten musste Ivanovic ihren Platz dann an ihre Landsfrau Jankovic. Bildquelle: Keystone.
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Bild 12 von 15. Dinara Safina, 2009. Die Russin profitierte bei ihrem Lauf an die Spitze auch davon, dass zahlreiche Top-Spielerinnen Turniere ausliessen oder nicht aktiv waren. Dennoch hielt sie sich 25 Wochen an der Spitze. Bildquelle: Keystone.
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Bild 13 von 15. Caroline Wozniacki, 2010. Die Dänin übernimmt zum ersten Mal die Weltranglisten-Position 1. Danach geht es mit ihr aber steil bergab. Bildquelle: Keystone.
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Bild 14 von 15. Viktoria Asarenka 2012. Die Weissrussin gewinnt in Australien ihren ersten Grand-Slam-Titel und besteigt damit den Tennisthron. Bildquelle: Keystone.
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Bild 15 von 15. Angelique Kerber, 2016. Nach einer 186-wöchigen Regentschaft von Serena Williams ist es Angelique Kerber, die die 22. Nummer 1 der Welt wird. Sie ist nach Steffi Graf erst die zweite Deutsche, der dies gelingt. Bildquelle: Getty Images.
Sendebezug: Laufende Berichterstattung US Open