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Günthardt: «Einen Olympia-Titel holt man nicht einfach so»
Aus Sport-Clip vom 12.07.2021.
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Günthardt über Wimbledon-Champ «Djokovic weiss, dass er den anderen physisch überlegen ist»

SRF-Experte Heinz Günthardt spricht nach dem Wimbledon-Sieg von Novak Djokovic über die Dominanz des Serben.

Auch in Wimbledon war die Konkurrenz letztlich chancenlos: Novak Djokovic holte auf dem heiligen Rasen in London dank Finalsieg gegen Matteo Berrettini seinen 6. Titel und hat nun wie Roger Federer und Rafael Nadal 20 Grand-Slam-Titel auf seinem Konto. In diesem Jahr hat er alle 3 Major-Turniere gewonnen.

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Archiv: Djokovic zieht mit Federer und Nadal gleich
Aus Sport-Clip vom 11.07.2021.
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Heinz Günthardt ordnet den neuerlichen Sieg von Djokovic ein, analysiert die Leistung der jungen Garde und blickt zurück auf das Turnier von Roger Federer. Der SRF-Experte über ...

... die Dominanz des Serben an Major-Events:

  • «Was man in diesem Jahr sieht, ist, dass er sich immer steigern kann an den Grand-Slam-Turnieren. Das Format Best-of-5 gibt ihm noch zusätzlich Luft, wenn er mal einen Satz verliert. Er hat die Sicherheit, dass er den anderen physisch überlegen ist. Diese zusätzliche Ruhe und das Wissen, dass er mehr Zeit hat, um wieder zurückzukommen, ist der Grund, weshalb er dieses Jahr an den Grand-Slam-Turnieren bisher noch nicht verloren hat.»
Wenn Djokovic seinen Rhythmus mitnehmen kann, dann muss irgendein Gegner über sich hinauswachsen und er selbst ein bisschen nachlassen.
Autor: SRF-Experte Heinz Günthardtüber Djokovics Chancen auf den Golden Slam

... Djokovics Aussichten auf den Golden Slam mit allen 4 Grand-Slam-Titeln und Olympia-Gold:

  • «Nur weil er immer gewinnt, heisst das nicht, dass er an Olympia und den US Open keine Mühe haben wird. So einen Titel holt man nicht einfach so, das ist klar. Bei Olympia ist das Format Best-of-3. Da könnte er gegen jemanden spielen, der richtig gut serviert, dann kann das auch relativ schnell vorbei sein. Natürlich ist er der grosse Favorit. Aber wenn er ein oder zwei Prozent nachlässt und der Gegner einen richtig guten Tag erwischt, ist eine Niederlage durchaus möglich. Wenn Djokovic allerdings seinen Rhythmus mitnehmen kann, dann muss irgendein Gegner über sich hinauswachsen und er selbst ein bisschen nachlassen.»

... 3 junge Spieler im Wimbledon-Halbfinal:

  • «Es ist zu hoffen, dass die Jungen langsam nachstossen. Es gibt einige, die sehr viel Talent haben. Das hat man im Halbfinal von Denis Shapovalov gegen Djokovic gesehen. Er hätte den 1. und auch den 2. Satz gewinnen können. Es gibt einige, die das Potenzial haben, gegen die ganz Grossen an grossen Turnieren zu gewinnen. Vielleicht passiert das bereits in Tokio.»
Ich kann mir gut vorstellen, dass Federer 2022 wieder in Wimbledon antritt.
Autor: SRF-Experte Heinz Günthardtüber die Zukunft von Federer

... Federers Auftritt beim Lieblingsturnier:

  • «Noch nie hat ein so alter Spieler den Viertelfinal in Wimbledon erreicht. Natürlich hat er andere Ansprüche und vielleicht auch seine Fans. Der letzte Satz gegen Hubert Hurkacz war einfach ein bisschen unschön. Aber wer in der 2. Woche eines Grand-Slam-Turniers steht, hat ein sehr gutes Turnier gespielt. Das Fragezeichen bei ihm ist die Fitness, ob der Körper mitmacht oder nicht. Niemand weiss, wie es in 12 Monaten sein wird. Aber so wie er sich präsentiert hat, ist er auf schnellen Belägen durchaus ein Anwärter für die 2. Woche. Und wer weiss, was dann noch alles möglich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass Federer 2022 wieder in Wimbledon antritt.»
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Günthardt über Federers Abschneiden in Wimbledon
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SRF zwei, sportlive 11.07.2021, 15:00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Eine Frage noch (eine echte, weil ich es nicht mehr weiss): was war das für ein veritables Zwischentief bei Djokovic? Sinnkrise, körperliche Krise, Untergewicht, Ellbogen... dies und das. Jedenfalls (und das hat er auch in einem Interview gesagt) war es ihm eine Hilfe, ein Ansporn, aus dem Loch zu kommen, um die beiden oben: RF und RN einholen zu können. Er musste sich damals auch irgendwie "neu" erfinden. Es gibt Menschen, die brauchen einen Anstoss von aussen/oben. Andere haben ihn von innen?!
  • Kommentar von Seppli Moser  (Moser)
    für mich erstaunlich, dass bei dem wo das Genie nicht herausragt, wahrscheinlich als bester Tennisspieler aller Zeiten in die Geschichte gehen wird. Bei RF dem Übergenie am Ball wäre es nur zu logisch, aber auch Nadal - wenn er Krafttennis spielt hat er doch auch so ein unglaubliches Händchen wenn er z.b. in der tiefsten Defensive noch diesen Rückhand kurz-cross Passierball ansetzt. - aber Djokovic, was passiert da eigentlich, das ist einfach eine Art Ballmaschine. Und dennoch, er wird es sein.
    1. Antwort von Sandra Widmer  (Sandra Widmer)
      Ja tatsächlich! Ein Djokovic soll es sein, der Beste aller Zeiten? Ohne jegliches Talent, ohne Spielsinn, von Genialität weit entfernt! Schiesst einfach die Bälle planlos über das Netz, rennt dabei verwirrt über das Spielfeld, komplett orentierungslos! Er soll es sein, der Beste? Anstatt unser genialer Roger, der über das Spielfeld schwebt, wie ein Engel, eine Ballerina.. Seine Schläge, eine Symphonie von Genialität durch göttliche Führung geleitet. Kann das sein, es das darf nicht sein!! ;) ;)
  • Kommentar von Bengt Olav Stromberg  (B.O.S.)
    Was hier in zwei Kommentaren gesagt wird, nämlich, dass es keine prominenten Dopingfälle im Tennissport gegeben habe, ist schlicht falsch: Marin Cilic, Viktor Troicki, Petr Korda, Maria Sharapova, drei von ihnen waren/sind Grand-Slam-Sieger, zwei von ihnen sind noch aktiv. Um nur einige zu nennen! Die Physis im Tennis ist natürlich bei weitem nicht alles, ohne Motorik geht es natürlich nicht, aber ohne Physis reicht die beste Motorik nicht. Siehe Kyrgios, siehe Federer gegen Hurkacz...