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Zusammenfassung Thiem - Zverev
Aus Sport-Clip vom 31.01.2020.
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Halbfinal Australian Open Nach furiosem Fight: Thiem folgt Djokovic in den Final

  • Dominic Thiem (ATP 5) setzt sich in einem hochklassigen Halbfinal der Australian Open in Melbourne gegen Alexander Zverev (ATP 7) durch.
  • Der Österreicher zwingt den Deutschen in 3:42 Stunden 3:6, 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (7:4) in die Knie.
  • Damit kommt es im Final am Sonntag (ab 09:30 Uhr live auf SRF info) zum 11. Duell zwischen Novak Djokovic und Thiem.

Den letzten Ballwechsel der Partie musste der «Dominator», so Dominic Thiems Spitzname, nicht wirklich dominieren. Alexander Zverev kam ihm mit einer missratenen Reaktion auf einen Lob entgegen. In der Folge entschied Thiems Paradeschlag den Halbfinal der Australian Open: Die Vorhand inside out ermöglichte den erfolgreichen Volley beim 2. Matchball.

Dominant trat Thiem indes im mentalen Bereich auf: Er blieb in der Kurzentscheidung weniger fehleranfällig als sein Gegner und gewann zum 5. Mal in Serie ein Tiebreak. Es war nach genau 222 Minuten der Schlusspunkt eines Duells voller Spektakel und mit einigen kuriosen Szenen.

Schweizer Sieg in der Doppel-Konkurrenz der Junioren

Leandro Riedi hat an den Australian Open den Doppel-Final der Junioren gewonnen. Der 18-Jährige setzte sich mit seinem rumänischen Partner Nicholas Ionel gegen das polnisch-lettische Duo Mikolaj Lorens und Karlis Ozolins 6:7 (8:10), 7:5, 10:4 durch. 1993 war zuletzt selbiges bei den Juniorinnen Joana Manta gelungen.

Spektakel pur in der Rod Laver Arena

Bis aus Zverevs Sicht das Drama sein tragisches Ende nahm, hatte sich die Partie in der Rod Laver Arena Satz für Satz zum Höhepunkt hochgeschaukelt:

  • 1. Akt, der Regen: Im 4. Game und nach je einem Break muss das Dach geschlossen werden. Kurze Zeit später ist es nicht der Regen, sondern der Gegner, der Thiem regelrecht nass macht. Zverev serviert überragend und antizipiert die Bälle des Österreichers meist richtig. In Kombination mit Thiems hoher Fehlerquote bringt Zverev den Satz nach 40 Minuten ins Trockene.
  • 2. Akt, das «Crazy Game»: Mit dem gewonnenen Startsatz im Rücken und 92 Prozent (!) 1. Aufschläge im Feld bricht Zverev plötzlich ein. Mit 2 Doppelfehlern und 2 «unforced errors» schenkt er Thiem das Break zum 2:1 regelrecht. Nach je einem weiteren Servicedurchbruch beendet der Lichtenwörther per Ass einen kuriosen 2. Satz – und vor allem ein völlig verrücktes Game mit reihenweise spektakulären Punkten: Zverevs Smash-Konter etwa, oder das an eine Exhibition erinnernde Netz-Duell.
  • 3. Akt, die Dunkelheit: Nach nur einem Aufschlagspiel der Unterbruch. Eine LED-Lampe hat ihren Dienst versagt und muss ausgetauscht werden. Der 10-minütige Unterbruch tut der guten Stimmung im Publikum keinen Abbruch. Auch wenn Zverev 30 erste Aufschläge in Serie serviert, gelingt Thiem der Wiedereinstieg besser. Doch sein Break kann der Deutsche umgehend wieder wettmachen. Der 22-Jährige lässt in der Folge 2 Satzbälle liegen, ehe sich Thiem im Tiebreak 7:3 durchsetzt.

Thiem - Djokovic zum Elften

Damit kommt es im Final am Sonntag (ab 09:30 Uhr live auf SRF info) zum 11. Mal zum Duell zwischen Novak Djokovic und Thiem. 4 Duelle hat der Österreicher bislang für sich entscheiden können. Nach 2 Final-Niederlagen in Roland Garros kämpft der 26-Jährige um seinen ersten Major-Titel. Bei Djokovic wäre es bereits Nummer 17.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von martin keller  (blofeld77)
    Was für ein toller Punkt bei 4 zu 5 im 2. Satz. Erinnert mich an Federer gegen Roddick in Rom im Jahr ??? Lange ist es her.
    1. Antwort von Till Bolsi  (TillBolo)
      Den Punkt den sie meinen war in Basel 2002. Ich war live dabei - einer der besten Punkte die je gespielt wurden. Zu sehen u. a. bei dem "Beste 1000 Punkte von Federer" Video auf Youtube!
  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Ups, da ein Verschreiber passiert, was die GS-Titel von Novak Djokovic anbelangt. Ich weiss an sich schon, dass er in Wimbledon in diesem dramatischen Finale gegen Federer eben den 16. Titel geholt hat. Vielleicht war es ein Freudscher Verschreiber mit unterbewusstem Wunschdenken, dass Federer dieses Finale in Wimbledon hätte gewinnen müssen und dann stünde Djokovic immer noch bei 15 Titeln. :-) Und was ich als Titelzähler mit der «Schweizer Brille» meine, sollte Josef Graf jetzt auch klar sein.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Wenn ich Sie richtig verstehe, Herr Meile, meinen Sie mit "Schweizer Brille" vermutlich "Federer-Fan-Brille". Federer ist aber nicht die Schweiz, und die Schweiz ist nicht Federer. Und weil Federer in Wimbledon nicht gewonnen hat, darf also Djokovic jetzt nicht in Australien gewinnen? Was aber hat Federer davon, wenn Djokovic in Australien nicht gewinnt, oder warum würde ein Sieg von Djokovic Federer schaden?
  • Kommentar von Melanie Müller  (Kommentaŕ)
    @Nemanja Miloradovic. Wenn Sie schon andere korrigieren wollen (Orthographie), dann sollten Sie aber selber keine Fehler schreiben. In jedem Satz hat es mindestens ein Rechtschreibefehler!
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Frau Müller, lesen Sie bitte Ihren zweiten Satz genau durch. Finden Sie Ihren eigenen Fehler auch? Es handelt sich um einen Grammatikfehler.