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Zusammenfassung Djokovic – Sinner
Aus Sport-Clip vom 05.07.2022.
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Hochstehendes Duell in 5 Akten «Aufholjäger» Djokovic ringt Sinner nieder und steht im Halbfinal

  • Novak Djokovic (SRB/ATP 3) steht nach einem Fünfsatzsieg über Jannik Sinner (ITA/ATP 13) im Halbfinal von Wimbledon.
  • Nach über 3,5 Stunden gewinnt der Serbe 5:7, 2:6, 6:3, 6:2, 6:2.
  • Im Halbfinal trifft Djokovic auf den britischen Lokalmatadoren Cameron Norrie (ATP 12).

Einmal mehr ist Novak Djokovic seinem Ruf als unermüdlicher Kämpfer gerecht geworden: Im Viertelfinal von Wimbledon erwies sich Jannik Sinner als äusserst zäher Gegner, der mit 2:0 Sätzen in Front gelegen hatte. Am Ende errang Djokovic den Sieg in 5 Sätzen mit 5:7, 2:6, 6:3, 6:2, 6:2 – Djokovics Hoffnungen vom 1. Grand-Slam-Titel in diesem Jahr leben weiter.

Serbe schnappt sich das Momentum

Djokovic wäre nicht Djokovic, wenn er nicht in den wichtigen Momenten zu seinem besten Tennis findet: Im 3. Satz unter Zugzwang stehend, verhinderte er eine Breakchance Sinners und zog auf 4:1 davon, um später auf 1:2 Sätze heranzukommen – mitten im sich anbahnenden Drama wusste Djokovic die Energie des Publikums auf seine Seite zu bringen.

Auch wenn sich Sinner in der Folge nach Kräften zu wehren versuchte, war ihm Djokovic überlegen, glich die Partie aus und legte im entscheidenden 5. Satz früh mit Break vor. Dominant blieb er auch in der Folge, nach 3 Stunden und 35 Minuten durfte der Serbe über den Halbfinal-Einzug an der Church Road jubeln.

Starker Start, zwischenzeitlicher Einbruch

Auf die vermeintliche Erfolgsspur hatte sich «Nole» bereits zu Beginn der Partie gespielt: Frühestmöglich hatte er seinem Kontrahenten den Service abgenommen und lag mit 4:1 vorne.

Statt «Satz Djokovic» hiess es wenige Minuten später aber «Break Sinner»: Wie verwandelt aufspielend, bot der Italiener der ehemaligen Weltnummer 1 erfolgreich Paroli.

Zeitgleich liess der Serbe die Effektivität nach 2. Aufschlägen vermissen, Sinner gewann den Startsatz schliesslich mit 7:5. Auch im 2. Satz, den er mit 6:2 deutlich zu seinen Gunsten entschied, deutete noch wenig auf eine «Djokovic-Show» hin.

Im Halbfinal gegen Norrie und Publikum

Für Spektakel sorgen will Djokovic auch im Halbfinal, wo er auf den einheimischen Cameron Norrie trifft. Die britische Weltnummer 12 setzte sich in ihrem Viertelfinal gegen den Belgier David Goffin (ATP 58) in einem ebenfalls mehr als 3,5 Stunden dauernden Abnützungskampf über 5 Sätze durch. Das Schlussresultat zugunsten Norries: 3:6, 7:5, 2:6, 6:3, 7:5.

Für den 26-Jährigen kommt die Halbfinal-Quali einer persönlichen Premiere an einem Major-Turnier gleich – die lautstarke Unterstützung des Heimpublikums dürfte ihm gegen den «Djoker» jedenfalls sicher sein.

SRF zwei, sportlive, 05.07.2022, 14:30 Uhr;

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Selig  (RuediS)
    Schon lustig: Kaum gewinnt Djokovic ein umstrittenes Match, ist Herr Savage „sauvage“.. So richtig on fire.. Tragisch..
  • Kommentar von Marc Hubert  (Marc79)
    Ja ganz toll ND, gegen einen gewonnenen der bis heute gerade mal 4 Spiele auf Rasen gewonnen hat.
    Ja Sinner ist die Nr. 11 der Welt, aber auf Rasen ein Nobody.
    1. Antwort von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
      Ein Nobody, der es in die 4. Runde geschafft hat gegen gar nicht soi schwache Gegner. Toll war hier, dass jemand, der zwei Sätze verliert, noch das Match gewinnt, das kommt relativ selten vor.
    2. Antwort von Peter Müller  (pedromulinho)
      Das war übrigens die 5.Runde...VFs. Jedenfalls hat Sinner, bis auf den Aufschlag, ein Supermatch gespielt und bis zuletzt versucht dagegenzuhalten. Hätte mir Sinner's Sieg gewünscht, aber was Djokovic ab dem 3.Satz abgeliefert hat war einfach einmal mehr absolute Weltklasse.
  • Kommentar von Kai Lazarevski  (KaLazJr)
    Tolle Leistung von beiden! Verstehe aber nicht warum Sinner nicht auch zur taktischen Toilettenpause gegriffen hat nach dem dritten oder vierten Satz… Weiss im allgemeinen nicht, wie das gehandhabt wird… Dennoch schon auffällig, wie Djokovic diese „Pausen“ immer wiedermal in seine Taktik einbaut. Mich persönlich stört dies sehr, da eine Toilettenpause nicht missbraucht werden sollte um den Gegner aus dem Rythmus zu bringen. Dennoch ist es wohl legitim; mich stört es dennoch:(((
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Kai Lazarevski: ich glaube, das richtige Ausnützen von Toilettenpausen muss eine/einer erst lernen, sonst ist der Rhythmus ganz weg. Ich erinnere mich, dass Roger bei seinem Comeback in Australien im Final gegen Nadal zum ersten Mal Toilettenpausen machte. Damit hatte er damals das Ueberraschungsmoment auf seiner Seite und es hat genutzt. Das sagte er im Anschluss auch: "eigentlich bleibe ich gerne im Spiel, im Rhythmus..". Ich bin der Meinung, dass Sinner das (alles!) gab, was er jetzt hatte.
    2. Antwort von Philipp Spuhler  (PSp)
      Sie würden das nicht machen? Die Spieler trinken ein Menge Flüssigkeit und Sie haben echt das Gefühl dass es gar keine Toilettenpause braucht, das gibt aber ganz schwere Hosen
    3. Antwort von Kai Lazarevski  (KaLazJr)
      Dann erklären Sie mir mal, weshalb Djokovic gerade im VF auf die Toilette ging… habe nicht in Erinnerung, dass er viel mehr getrunken hat als in seinen bisherigen Partien! Ich habe nie gesagt, dass sofern man auf die Toilette muss, dies nicht erlaubt sein soll. Dennoch fände ich ein Gentlemen Agreememt schön, nachdem Toilettenpausen nicht mehr taktisch genutzt werden sollten. Und zu ihrer Frage: Ich spiele zwar kein Tennis aber Squash… Und dort mache ich fairnesshalber keine Toilettenpause!!!