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Grand-Slam-Turniere «Mein letztes Spiel muss ich zwingend gewinnen»

Wovon träumt eine Legende? Roger Federer über grosse Spiele, letzte Titel und den Traum eines normalen Lebens.

Roger Federer.
Legende: Hat Träume Roger Federer. Imago

Zwei Tage vor Beginn der French Open sprach Roger Federer mit der französischen Sportzeitung L'Equipe über Träume. Der Schweizer erlaubte dabei interessante Einblicke in sein Gefühlsleben.

Federer über...

  • den Traum, wie sein letztes Spiel ablaufen soll

    «Es muss zwingend ein Finale sein und ich muss es zwingend gewinnen (lacht). Wenn ich wählen könnte, würde dieser letzte Sieg, der letzte Titel in Wimbledon sein. Nach dem Seitenwechsel mit der kleinen Pause kann ich zum Matchgewinn aufschlagen und das Spiel dann mit einem Servicewinner beenden – der Klassiker, das würde mir gut gefallen (lacht).»

  • den Traumgegner, gegen den er nie spielen konnte

    «Meine Idole wie Becker und Edberg. Gegen Sampras konnte ich ja noch spielen. Auch ältere Generationen wie McEnroe, Borg, Laver oder Rosewall wären spannend. Wenn ich aber wählen könnte, würde ich Becker und Edberg nehmen.»

  • Träume vom Spiel in der Nacht vor grossen Finals

    «Die gibt es, aber eher als eine Art Visualisierung. Am Ende passiert beim Tennis alles im Kopf, was alles komplizierter macht. Als ich 2009 im Final der French Open gegen Robin Söderling nach dem Seitenwechsel zum Sieg servieren konnte, hatte ich Tränen in den Augen, weil ich wusste, dass dies der Moment ist, in dem ich die French Open gewinnen werde. Auch wenn mir bewusst war, dass das Spiel noch hätte drehen können. Ich konnte meine Emotionen nicht kontrollieren. Das Gleiche passierte auch beim Davis-Cup-Final in Lille im letzten Jahr.»

  • den Traum, ein normales Leben führen zu können

    «Den gibt es natürlich. Ich mag die Zeiten, in denen ich stundenlang mit der Familie oder auch alleine spazieren kann und mich niemand erkennt. Das ist möglich, leider aber selten. Beklagen möchte ich mich aber nicht, weil mein Leben sehr gut läuft. Ich kann viel Zeit mit meiner Familie und meiner Frau verbringen. Ich kann immer noch trainieren und alle Turniere spielen, die ich will.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.5.2015, 14:00 Uhr.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Küng Jan, St.Gallen
    Jetzt muss ich eine Kritik anbringen än Turnierveranstalter wenn das Spiel von Roger Federer angesetzt ist und danach Stan Wawrinka müsst ihr nicht das Spiel zwischen Berdych und Tsonga zeigen.
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  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Ja, Boris Becker hat mich jeweils mitten am Morgen aus den Federn geholt. Er war und ist eine grosse Persönlichkeit. Meistens sehr cool aber auch immer wieder sehr emotional, mitreissend. Als Becker spielte hatte ich noch keinen Video Recorder. Ich musste also nachts aufstehen wenn ich ihn sehen wollte. War ein totaler Becker Fan. Ich liebte die Becker-Hechte, seine blutige Knie. Er spielte alles oder nichts. Einfach phänomenal. Heute ist es Rafael Nadal der mich derart begeistern kann.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Gut, dass Boris Becker wieder einmal erwähnt wird. Für mich ist das, was er im Jahr 1985 als erst 17-Jähriger und als sogenannter Ungesetzter in Wimbledon geschafft hat, immer noch das Grösste in der Geschichte des Tennis, und ein Jahr später hat er diesen Triumph wiederholt. Damals waren Spieler wie McEnroe, Connors, Lendl, Wilander & Co. immer noch mit vollem Saft dabei. Deshalb ist Beckers Leistung umso grösser einzuschätzen.
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