«Midnight-Express» Federer eilt in den Viertelfinal

Roger Federer hat auf dem Weg in den Australian-Open-Viertelfinal nichts anbrennen lassen. Der Schweizer deklassierte David Goffin (ATP 16) aus Belgien in nur 88 Minuten klar in 3 Sätzen.

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Federer besiegt Goffin im Eilzugtempo

4:23 min, aus sportpanorama vom 24.1.2016

Federer musste sich lange gedulden, ehe er zu seiner Achtelfinalpartie gegen Goffin antreten konnte. In der Rod Laver Arena hatten zuvor Novak Djokovic und Carla Suarez Navarro bei ihren Siegen jeweils über die volle Distanz gehen müssen.

Durch die Verspätung schien es der Schweizer besonders eilig zu haben und präsentierte sich in bester Spiellaune. Nur 88 Minuten nachdem er um 22:40 Uhr Ortszeit den Court betreten hatte, verwertete Federer seinen 1. Matchball zum deutlichen 6:2, 6:1, 6:4-Sieg.

Federers Vorhand sitzt wieder

Sein belgischer Gegner, der in Melbourne erstmals unter den letzten 16 stand, konnte einem fast schon leid tun. Federer riss das Zepter von Beginn weg an sich, gab im Startsatz bei eigenem Service nur einen Punkt ab und setzte Goffin bei dessen Aufschlag enorm unter Druck. Nach nur 21 Minuten war der 1. Durchgang im Trockenen.

«  Er spielte ein wenig ängstlich. Im Training zieht er jeweils viel mehr durch. »

In der Runde zuvor hatte Federer gegen Grigor Dimitrov noch einige Probleme mit der Vorhand bekundet. Gegen Goffin zeigte sich der 34-Jährige diesbezüglich stark verbessert. Eine genial gespielte Vorhand inside-out aus dem Halbfeld war es dann auch, die ihm auch im 2. Satz ein frühes Break bescherte, ehe er mit einem herrlichen Rückhandlob zum 5:1 nachlegen konnte.

Federer: «Jetzt muss ich schnell schlafen gehen»

2:07 min, vom 24.1.2016

Goffin bleibt unter Erwartungen

Ein Doppelbreak gelang Federer auch im 3. Satz, in dem er schnell auf 4:1 davonzog. Dass Goffin im Anschluss doch noch zu seinem einzigen Servicedurchbruch kam, machte die Sache für den Belgier nicht mehr viel besser. «Ich hatte das Gefühl, er spielte ein wenig ängstlich. Im Training zieht er jeweils viel mehr durch», sagte Federer zur Leistung seines Gegners.

Mit seinem Auftritt zeigte er sich überaus zufrieden. Er habe um einiges besser gespielt als noch gegen Dimitrov. «Der Rhythmus ist zurück. Das ist im Hinblick auf die nächste Partie wichtig», so Federer, der im Viertelfinal auf Tomas Berdych trifft. Gegen den Tschechen hat er die Nase mit 15:6-Siegen deutlich vorne. Letztmals unterlag er ihm 2013 in Dubai.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Australian Open