Nishikori-Bezwinger Paire: «Es ist einfacher als gegen Federer»

Benoît Paire schlägt in der ersten Runde der US Open überraschend den Vorjahresfinalisten Kei Nishikori. Für den Sieg hat er eine einfache Erklärung.

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Paire wirft Vorjahresfinalisten Nishikori aus US Open

1:09 min, vom 1.9.2015

Erstmals seit 1998 und Patrick Rafter scheitert ein Vorjahresfinalist in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers in New York. Kei Nishikori (ATP 4) gehörte im Vorfeld der US Open zum erweiterten Favoritenkreis. Mit seinem Turniersieg in Washington und der Halbfinal-Teilnahme in Montreal bewies er im August seine gute Form.

Trotzdem musste er sich im 3. Duell gegen Benoît Paire (ATP 41) zum ersten Mal geschlagen geben. Der Franzose wehrte im 4. Satz zwei Matchbälle ab, ehe er im Entscheidungssatz mit seinem 21. Ass (!) die Überraschung perfekt machte.

Paire: «Kei spielt nicht wie Federer»

Er habe gewusst, dass er das Potenzial habe Kei Nishikori zu schlagen, gab Paire nach einem seiner grössten Siege zu Protokoll. «Kei spielt nicht wie Roger Federer, der einfach zu gut serviert. Gegen Kei komme ich dagegen zu Breakchancen», so der 26-Jährige. Deshalb sei es wichtig gewesen mit einem guten Gefühl ins Spiel zu gehen und Spass zu haben. In der zweiten Runde steht ihm der Türke Marsel Ilhan (ATP 84) gegenüber.

Nishikori «traurig»

Kei Nishikori, der im letzten Jahr mit seinen Siegen gegen Stan Wawrinka und Novak Djokovic für Aufsehen sorgte, muss einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Er sei «sehr traurig», dass er bereits in der ersten Runde ausgeschieden sei. Vor allem die verzogene Vorhand beim ersten Matchball dürfte den Japaner noch lange schmerzen.

Sendebezug: SRF zwei, laufende US-Open-Berichterstattung