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Nishikori wartet im Halbfinal Djokovic leidet und torkelt – doch er fällt nicht

  • Novak Djokovic gewinnt an den US Open seinen Viertelfinal gegen Federer-Bezwinger John Millman 6:3, 6:4, 6:4.
  • Der Serbe überwindet dabei eine Schwächphase zu Beginn des 2. Satzes.
  • Im Halbfinal bekommt es Djokovic mit Kei Nishikori zu tun, der sich gegen Marin Cilic durchsetzt.

Mit glasigen Augen und nacktem Oberkörper sass Novak Djokovic (ATP 6) da, als beim Stand von 2:2 im 2. Satz eine längere Pause fällig wurde. Zwar war es John Millman (ATP 55), der Gegner des Serben, der sie in Anspruch nahm, doch auch Djokovic war darüber nicht unglücklich.

Während sich Millman in der Kabine umzog, liess sich Djokovic mit Energiedrinks versorgen, kühlte seinen geschundenen Körper vor dem Ventilator und versuchte sich zu erholen.

Hohes Niveau, trotz hoher Luftfeuchtigkeit

Die Bedingungen waren in New York auch beim letzten Viertelfinal brutal. Doch davon liessen sich weder Djokovic noch der erneut überraschende John Millman, der im Achtelfinal Roger Federer ausgeschaltet hatte, zunächst nicht beeindrucken. Lange Ballwechsel und spektakuläre Winner forderten den beiden Kontrahenten im 1. Satz alles ab.

Gleich im 1. Aufschlagspiel des Australiers schaffte Djokovic das Break, das ihm zum Gewinn des 1. Satzes reichen sollte. Doch die Anstrengungen in den 64 Minuten forderten ihren Tribut. Der 31-Jährige liess zu Beginn des 2. Satzes gleich reihenweise Breakchancen aus – und torkelte dabei geradezu über den Platz.

Legende: Video Angeschlagener Djokovic torkelt über den Platz abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus sportlive vom 06.09.2018.

Pause tut Djokovic gut

Gerettet wurde Djokovic ironischerweise ausgerechnet durch Millmans Pause. Das Niveau sank danach zwar deutlich, doch es war der Serbe, der die entscheidenden Punkte machte.

  • Im 2. Satz schenkte ihm Millman das Break zum 5:4 mit einem Doppelfehler.
  • Im 3. Durchgang waren es ein Doppelfehler und ein leichter Fehler, die zum 2:1 zugunsten des Serben führten.
  • Zwar gelang Millman mit seinem einzigen Servicedurchbruch der Partie noch das 4:4, doch darauf konterte Djokovic mit dem prompten Rebreak.

Nach 2:48 Stunden verwertete der Wimbledon-Champion mit einem Backhand-Volley seinen ersten Matchball zum verdienten Sieg. Millman muss sich damit trösten, dank dem Viertelfinal-Einzug erstmals unter die Top 40 der Welt vorgestossen zu sein.

Nishikori gelingt Revanche

Im Halbfinal trifft Djokovic auf Kei Nishikori (ATP 19), der zum 3. Mal nach 2014 und 2016 im Halbfinal am US Open in New York steht. Der Japaner gewann die Neuauflage des Finals von 2014 gegen Marin Cilic 2:6, 6:4, 7:6 (7:5), 4:6, 6:4.

Nach gut 4 Stunden beendete Nishikori mit einem perfekten Vorhand-Return die Partie, die von vielen Fehlern geprägt war. Allein Cilic (ATP 7) unterliefen 70 einfache Fehler.

Legende: Video Nishikori schlägt Cilic in fünf Sätzen abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 06.09.2018.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 05.09.2018, 22:40 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von martin schmid (martin schmid)
    Herr Huber, 53 UE in drei Sätzen sind schlicht keine gute Leistung. In Wimbledon gewann ND gegen Simon im 2016 mit 100 UE. Ich könnte Ihnen unzählige Beispiele aufzählen wo ND genau mit solchen unglaublichen UE gewann, Dies ist einfach einfach nicht schön zum schauen und in der Qualität mangelhaft. Wenn er aber solche Matches gewinnt heisst es wie toll er gespielt hat. Wenn er die gleichen Matchts verliert heisst es wie schlecht er gespielt hat.Das kann es doch nicht sein. Kein Tiefgang!
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    1. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Antwort auf Kommentar von 9:35 Uhr: Bitte nicht ihre Eindrücke als Tatsachen "verkaufen". Und den Spielstil von Nadal und Djokovic mit "ängstlich" zu umschreiben, ist wirklich nonsense, sorry. Etwas mehr Respekt vor den Leistungen zweier Topstars wäre angebracht.
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  • Kommentar von Dan Huber (danu)
    @Martin Schmid Wenn jemand anderer als ihr hochgelobter Federer gewinnt kann dies ja nur unverdienter Zufall sein.... Ersparen Sie uns bitte zukünftig ihre unqualifizierten Kommentare
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    1. Antwort von martin schmid (martin schmid)
      Es ist eine Tatsache dass ND seit Jahren viele durchschnittliche Matches spielt und eben irgendwie gewinnt, weil er den Ball nur rüber spielt und auf UE der Gegner wartet,welche dann auch kommen.Er und auch teilweise Rafa spielen defensives,ängstliches Tennis mit der Haltung nicht zu verlieren.Dies ist ein Spielstil welcher mir nicht gefällt.Federer, Delpo ,Wawrinka, Thiem nehmen das Spiel in die Hand und gewinnen mit attraktivem, mutigem Tennis und gewinnen mit Winnern. Das ist Tennis!
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    2. Antwort von Alek Kostić (Alek Kostić)
      Nein, Herr Schmid, sie gewinnen eben nicht gegen Đoković. Selbst Federer hat ein negatives head-to-head gegen Đoković, gewinnt schon lange nicht mehr gegen ihn, von den anderen wollen wir gar nicht erst reden, so klar ist das head-to-head und die Titel Anzahl.
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  • Kommentar von Will sturzenegger (afängerli)
    Hä?!? Glücklicher Sieger nach einem glatten 3-Sätzer ohne tie break? Das ist in der Wortwahl vergriffen! Durch die Dachkonstruktion wurde dises Turnier zum Härtetest. Die Ausdauer leider zwangsläufig unter schlechter Luftzirkulation.
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