Oprandi: Eine Operation würde das Ende bedeuten

Romina Oprandi hat am Dienstag in der 1. Runde von Wimbledon zum 21. Mal in ihrer Profi-Karriere eine Partie vorzeitig aufgeben müssen. Einmal mehr war der Grund die Schulter. Nun droht eine weitere Operation - und das Karriere-Ende.

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Bildlegende: Romina Oprandi Die Bernerin konnte den Schläger «kaum mehr halten». Keystone

Am Schluss tat Romina Oprandi fast alles weh: Die Schulter schmerzte, das Handgelenk des Schlagarms schmerzte, der Oberschenkel schmerzte. Dazu kam der Schmerz über die vorzeitige Aufgabe gegen Alison Riske (USA) beim Stand von 7:6, 5:7, 1:3.

Während der Oberschenkel 2 Mal von der Physiotherapeutin behandelt wurde und eine Bandage das Handgelenk stabilisierte, gab es für die Schulterprobleme der Bernerin keine Medizin. Sie waren schliesslich auch der Hauptgrund für die Aufgabe im 3. Satz. «Die Beschwerden wurden immer stärker und am Ende konnte ich den Schläger kaum mehr halten», gab Oprandi zu Protokoll.

Oprandis Aufgabe gegen Riske

2:30 min, vom 25.6.2013

21 Mal eine Profi-Partie aufgegeben

Bereits zum 25. Mal (!) musste Oprandi vorzeitig aus einem Turnier aussteigen, seit sie Anfang 2005 Profi wurde (bei 171 Karriere-Turnieren). 21 Mal gab sie eine Partie auf, 4 Mal trat sie erst gar nicht an. Es gibt auf der Tour wohl keine Spielerin, die anfälliger für Verletzungen ist als die 27-Jährige. Immer wieder wurde die talentierte Weltnummer 34 so zurückgebunden.

Dass Oprandi nun in Wimbledon wieder die Schulter zur Aufgabe zwang, passt ins Bild. Diese bereitet ihr seit Ende Mai wieder Probleme, nachdem sich die Schweizerin früher in ihrer Laufbahn an dieser Körper-Partie schon 2 Mal hatte einer Operation unterziehen müssen.

Keine Lust auf einen weiteren Neuanfang

Nun droht ein 3. Eingriff. Und für Oprandi ist klar: «Wenn ich die Schmerzen nicht in den Griff kriege und es noch eine Operation gibt, ist es vorbei. Ich habe keine Lust, noch einmal bei null zu beginnen.» Es wäre ein weiteres vorzeitiges Ende, aber dieses Mal ohne Comeback.