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Grand-Slam-Turniere Ostapenko schafft an den French Open die Sensation

Die ungesetzte Jelena Ostapenko (WTA 47) besiegt im Final der French Open Simona Halep (WTA 4) mit 4:6, 6:4, 6:3. Damit rückt sie in der Weltrangliste in neue Sphären vor.

  • Ostapenko gewinnt in Roland Garros ihr erstes Turnier überhaupt
  • Die 20-Jährige schlägt dabei 54 Winner und damit 46 mehr als ihre Gegnerin
  • Ostapenko macht in der Weltrangliste einen Sprung auf Rang 12

Im 2. und 3. Satz hatte nicht mehr viel auf einen Sieg der Aussenseiterin gedeutet. Nach dem verlorenen Startsatz lag sie im 2. Durchgang mit 0:3 zurück, im 3. mit 1:3. Doch jedes Mal kam Ostapenko, die im Halbfinal Timea Bacsinszky eliminiert hatte, wieder zurück.

Legende: Video Ostapenko im Glück: Per Netzroller zum entscheidenden Break abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus sportlive vom 10.06.2017.

Glücklich verlief dabei der Ballwechsel zum letztlich vorentscheidendem Break im 3. Satz: Eine Rückhand Ostapenkos blieb an der Netzkante hängen und tropfte von dort ins Feld.

Eindrückliche Zahlen

Zum Sieg holte sie 5 Games in Serie und beendete das Spiel standesgemäss mit einem Rückhand-Winner – es war der 54. der Lettin.

Mit ihrem Sieg schaffte sie auf der WTA-Tour selten Erreichtes:

  • Sie ist erst die zweite ungesetzte French-Open-Siegerin nach der Britin Margaret Scriven 1933.
  • Sie ist die im Ranking am schwächsten platzierte Spielerin, die jemals den Titel von Roland Garros holen konnte.
  • Sie gewann als erste Lettin überhaupt einen Grand-Slam-Titel.

Offensive gegen Defensive

Das Duell zwischen Halep und Ostapenko war auch eines der Gegensätze: Während die Rumänin ihren Fokus darauf legte, kaum Fehler zu begehen, suchte die Aussenseiterin ihr Heil in der Offensive.

Zwar beging die 20-Jährige dabei auch 54 Fehler, doch mit ihrem offensiven Spiel hatte sie das Diktat stets in den eigenen Händen. Zum Vergleich: Simona Halep beging nur 10 Fehler, schlug aber auch nur 8 Winner.

Ostapenko in der Weltspitze angekommen

Mit ihrem Sieg an der Porte d'Auteuil macht Ostapenko in der Weltrangliste einen Riesensprung und wird am nächsten Montag als Nummer 12 der Welt geführt werden. Halep kann sich damit trösten, Katarina Pliskova und Serena Williams zu überholen, und auf Rang 2 zu springen.

Sendebezug: SRF zwei/info, sportlive, 15:00 Uhr, 10.06.17

13 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Die Frage wie Ostapenko einfach so durchmarschieren konnte - sollte sich Swiss Tennis und ein paar Experten fragen. Ostapenko hat 3 aus den Top 30 und die Olympiasiegerin eliminiert häufig in 3 Sätzen. Sprich Ihre Fitness ist überdurchschnittlich. Wenig Fit sind aber die Top 10 Athletinnen des Frauentennis. Ostapenko hat eine überdurchschnittlich gute Rumpfstabilität und eine gute Muskelausbildung bei Rücken und Oberarmen. Darum ist Sie in der Lage 3 Sätze lang so auf den Ball zu hämmern.
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  • Kommentar von Yvonne Steger (Ycanada)
    Leider konnte ich diesen Final nicht richtig geniessen - ohne das gezeigte Baller-Tennis kritisieren zu wollen - aber das zusätzliche Gestöhne der beiden Damen ist ätzend, unzumutbar und nervtötend.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Die Trainerin von Ostapenko war früher Kundin von del Moral, dem lebenslänglich gesperrten Arzt von Armstrong. Ihre Mutter ist übrigens gebürtige Russin und selbst auch Tenniscoach. Die unbändige Kraft und das grenzenlose Selbstvertrauen lassen gewisse Zweifel aufkommen bei einer 20 jährigen. Interessant ist vielleicht auch der Umstand, dass Sharapowa ausgerechnet mit einem Produkt aus Lettland jahrelang systematisches Doping betrieb.
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    1. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Also, das ist aber schon eine sehr eigenwillige Ansicht von systematischem Doping zu sprechen, wenn das Präparat erst ab 1.1.2016 verboten war...absurd... "Grenzenloses Selbstvertrauen"? Auch Ostapenko hatte Phasen der Unsicherheit und in denen sie Nerven zeigte.
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