Revanche unter anderen Vorzeichen

Im Vorjahr musste sich Stan Wawrinka im Halbfinal der French Open Andy Murray geschlagen geben. In diesem Jahr spricht vor dem Duell mit dem Weltranglisten-Ersten vieles für den Schweizer.

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Wawrinka: «Es ist an mir, die richtige Lösung zu finden»

1:22 min, vom 8.6.2017

«Das war einer meiner besten Sandmatches überhaupt», erinnert sich Murray an seinen Viersatzsieg vor einem Jahr an gleicher Stätte. «Einen solchen brauche ich auch diesmal wieder.» Wawrinka sieht aber einen bedeutenden Unterschied zu 2016: «Andy verfügt im Moment nicht über das gleiche Selbstvertrauen, er ist wesentlich zögerlicher. Das muss ich ausnützen.»

«  Ich spielte echten Müll. »

Andy Murray

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Live-Hinweis

Verfolgen Sie die Halbfinals der Männer Wawrinka - Murray und Nadal - Thiem am Freitag ab 12:40 Uhr auf SRF zwei und in der Sport App.

Murray erlebte zuletzt schwierige Monate. Der Schotte zeigte in diesem Jahr mehrheitlich blasse und enttäuschende Leistungen. In diesem Jahr gewann der Weltranglisten-Erste erst ein Turnier (Dubai) und auf Sand bei 4 Starts nur 5 Matches. «Ich spielte echten Müll», gibt Murray zu. «Auch im Training lief es nicht gut.»

Doch der 30-Jährige konnte sich in Paris zusehends steigern. Spätestens beim Dreisatzerfolg gegen Juan Martin Del Potro in der 3. Runde kam langsam wieder der gewohnte Murray zum Vorschein.

«  Es ist das Wissen, dass ich diese grossen Turniere gewinnen kann, das mir hilft, diese Schlüsselmomente gut zu spielen. »

Stan Wawrinka

French Open 2016: Wawrinka scheitert an Murray

4:11 min, aus sportaktuell vom 3.6.2016

Trotzdem waren die Auftritte von Wawrinka an den French Open noch einmal wesentlich überzeugender als diejenigen von Murray. Auf dem Weg in seinen 3. Roland-Garros-Halbfinal gab der Lausanner keinen einzigen Satz ab. «Das Selbstvertrauen ist seit dem Turniersieg in Genf wieder da», stellt der 32-jährige Waadtländer fest.

Besonders eindrücklich war, wie Wawrinka die wichtigen Punkte spielte. In der 1. Runde gegen den Slowaken Jozef Kovalik wehrte er zwei Satzbälle ab, in der 3. gegen den Italiener Fabio Fognini sogar deren vier. «Es ist das Wissen, dass ich diese grossen Turniere gewinnen kann, das mir hilft, diese Schlüsselmomente gut zu spielen», so Wawrinka.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.06.17, 12:55 Uhr