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Grand-Slam-Turniere Roger Federer gibt für Paris Forfait

Bad News: Der körperlich angeschlagene Roger Federer muss für die French Open Forfait erklären. Letztmals stand er im Herbst 1999 bei den US Open nicht im Hauptfeld eines Major-Events.

Legende: Video Roger Federer gibt für Paris Forfait abspielen. Laufzeit 3:28 Minuten.
Aus sportaktuell vom 19.05.2016.

Die niederschmetternde Nachricht kam via Facebook und 3 Tage vor dem Turnierstart in der französischen Metropole.

Legende: Video Stefan Bürer zur Federer-Absage abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.05.2016.

«Ich bedauere bekannt geben zu müssen, dass ich entschieden habe, nicht an den diesjährigen French Open anzutreten», leitete der «Maestro» seine Verzichtserklärung auf das 2. Grand-Slam-Turnier der Saison ein. Obwohl er bei der Genesung Fortschritte gemacht habe, fühle er sich nicht zu 100 Prozent bereit für einen Start. «Auch will ich keine unnötigen Risiken eingehen», betonte der 34-Jährige.

Sein Rücken ist seit vielen Jahren eine Problemzone.
Autor: Stefan BürerSRF-Tennisexperte

Für SRF-Tennisexperte Stefan Bürer kam die Absage nicht überraschend und ist auch taktisch begründet. «Denn sein Rücken ist seit vielen Jahren eine Problemzone. Zudem hat Federer Paris in dieser Saison nicht als Hauptziel definiert.» Vielmehr möchte die Weltnummer 3 bei Wimbledon und bei den Olympischen Sommerspielen im August in Rio de Janeiro zuschlagen.

Legende: Video Muss man sich Sorgen machen, Stefan Bürer? abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.05.2016.

Der Betroffene selbst richtet seinen Blick sogar weit darüber hinaus und liess seine Fans wissen: «Ich freue mich auf eine Rückkehr bei Roland Garros im nächsten Jahr.»

65 Teilnahmen aneinandergereiht

Seit den Australian Open im Jahr 2000 hatte der Baselbieter jeden Major-Event bestritten. 17 Mal konnte er sich dabei zum Champion krönen. Erstmals seit 65 Teilnahmen in Folge im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers – was Rekord bedeutet – muss Federer nun passen.

Damit schrumpft die Schweizer Delegation für Paris zusätzlich. Denn schon vor 2 Tagen hatte sich Belinda Bencic wegen einer langwierigen Rückenverletzung, Link öffnet in einem neuen Fenster vom Turnier zurückziehen müssen.

Legende: Video Federers unglaubliche Serie: 65 Grand-Slam-Turniere in Folge abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.05.2016.

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau, 19.05.2016 19:30 Uhr

Federers Verzichtserklärung

33 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Jost, Liestal
    Für alle zur Info, das Problem mit dem Rücken hat Federer schon seit Beginn seiner Karriere
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  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Das Rückenproblem ist bei Federer psychisch. Stefan Edberg fehlt ihm als Coach und Mensch. Ich glaube es ist der Anfang vom Ende.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Man klebt an der Federer fest, weil es in der Schweiz bei den Herren keine "Sportzukunft" gibt. Laaksonen et al. kann man auf Interclubniveau spielen lassen, international sind sie unbrauchbar. In Kürze wird kein einziger Schweizer ausserhalb der Turniere in der Schweiz je an einem ATP Anlass zu sehen sein.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Wenigstens gilt Laaksonen noch in seinem Geburtsland Finnland als ein Star. Seitdem die Leichtathleten und immer mehr auch die Nordischen nichts mehr reissen und seit dem Rücktritt der Fussballer Litmanen und Hyypiä - ja, ihr lest es richtig! - und dem Rennfahrer Häkkinen klammert man sich auch dort an jeden Strohhalm, um einen internationalen Star medial pflegen zu können. Ich spreche hier bewusst nicht vom Nationalsport Eishockey, weil dort sowieso alle Spieler weit oben stehen.
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    2. Antwort von jean passant, thun
      Hi Juha Laaksonen hat ein Challenger Turnier gewonnen und auf World Tour Niveau 9 Spiele gewonnen und 14 verloren. Für einen Durchschnittsmenschen ist das ein toller Erfolg, wer aber ein Tennisstar sein will, müsste etwas mehr bringen. Es bleibt dabei die Zukunft bei den Schweizer Herren ist zappenduster.
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    3. Antwort von Lina Schär, Zürich
      Zeit, Ihre Textbausteine zu überarbeiten.Wie wär's mit den Damen? Wenn Ihnen die aktuellen Top-Ten-Rankings von B. Bencic und T. Bascinsky und die No 1 im Doppel (M. Hingis) zu wenig sind, könnten Sie z. B. die Fortschritte der beiden jungen Spielerinnen R. Masarova (16 Jahre) und V. Golubic (23 Jahre) verfolgen. Golubic hat eben den Einzug ins Hauptfeld von RG geschafft - 6:4, 4:6, 6:1 - ich gratuliere herzlich! Wuchtige, präzise und schöne einhändige Rückhand, beeindruckendes Repertoire.
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    4. Antwort von Daniel Schiebler, Aarau
      @j.passant. Und selber, nur einmal, etwas für die Schweiz, geleistet, (die Schweiz) vertreten?). Blöd schreiben, kann jeder. Ansonsten, bitte abtreten.
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    5. Antwort von jean passant, thun
      @Schär. Ich habe explizit das Herrentennis erwähnt, bei den Damen sieht die Situation besser aus. Das ist übrigens ein generelles Phänomen. Wenn die Schweiz noch Topleute stellt, dann bei den Damen. Das hat aber auch mit der schlechten Stellung von Frauen in anderen Ländern zu tun. Dennoch ist der Fokus der breiten Öffentlichkeit auf das Herren- und nicht Damentennis gerichtet, das ist nicht meine persönliche Meinung, aber eine nicht wegzuredende Realität.
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    6. Antwort von René, St.Gallen
      @Passant Zukunft ist ihr Lieblingsthema. Dies gehörte noch nie zu ihren Stärken. Henri Laaksonen sei gut für Interclub. Hr. Passant, er spielte diese Woche in Roland Garros. Zudem ist RG kein ATP Anlass. Sie kennen scheinbar beim Damentennis die internationale Breite nicht. Nennen sie einige Nationen bei welchen die Damen eine schlechtere Stellung beim Tennis einnehmen als die Herren?
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    7. Antwort von jean passant, thun
      @Rene. Die schlechtere Stellung der Frauen meinte ich gesellschaftlich. Die Schweiz ist nicht diskriminierungsfrei, aber Situation ist wesentlich günstiger als in sehr vielen anderen Staaten. Das dürfte ein Grund dafür sein, das die Schweizer Damen in vielen Sportarten international mithalten können, bei den Herren fällt mir spontan nur Stefan Küng ein, der jung und mit Potenzial gesegnet ist.
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