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Zusammenfassung Final Raducanu - Fernandez
Aus Sport-Clip vom 12.09.2021.
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Sensation an den US Open Selbst die Queen gratulierte: Raducanu ist die Welt momentan egal

In 18 Tagen zur Sensation: Die Briten haben mit der 18-jährigen Emma Raducanu einen neuen Superstar.

18-jährig, geboren in Toronto, aufgewachsen im Südosten Londons, Vater Rumäne, Mutter Chinesin, intelligent, mit einem strahlenden Lächeln – und US Open-Siegerin 2021. Emma Raducanu ist nicht nur eine offensichtlich formidable Tennisspielerin, sondern auch eine interessante Persönlichkeit.

«Als ich jeweils auf den Platz gegangen bin, habe ich mich nur auf das Tennis konzentriert. Darauf bin ich am meisten stolz», strahlte Raducanu im Siegerinterview. Sie wisse noch nicht einmal, wann sie nach Hause fliegen werde. «Die Welt ist mir momentan egal, ich liebe einfach das Leben.»

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Raducanu: «Jeden Tag etwas mehr daran geglaubt» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 12.09.2021.
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Dass ihr überraschender Triumph eine veritable Sensation, eine Art Sportwunder ist, unterstreichen folgende eindrückliche Fakten:

  • Die erste Qualifikantin, die ein Grand-Slam-Turnier gewann, gab in 10 Partien keinen einzigen Satz ab, musste dabei in kein einziges Tiebreak.
  • Die Weltnummer 150, die am Montag einen satten Sprung auf Rang 23 machen wird, gewann 121 Games und verlor nur deren 50.
  • Erst am 7. Juni hatte Raducanu 3 Wochen nach ihren Abschlussprüfungen ihr Debüt auf der WTA-Tour gefeiert.
Emma Raducanu mit Pokal der US Open
Legende: Emma Raducanu Diesen Namen wird sich die Tennis-Welt wohl merken müssen. Keystone

«Auch wenn es auf dem Papier nicht so aussieht, alle Partien waren sehr herausfordernd», betonte Raducanu. Lachend fügte sie hinzu: «Mein Vater ist nicht einfach zufrieden zu stellen. Aber heute ist er es.»

Der Vater ist zufrieden – die Queen auch

Mehr als zufrieden war auch das britische Königshaus, das sich eine Gratulation nicht nehmen liess: «Ich habe keine Zweifel, dass Ihre aussergewöhnliche Leistung und diejenige Ihrer Gegnerin Leylah Fernandez die nächste Generation von Tennisspielerinnen inspirieren werden», liess die Queen via offiziellem Twitter-Account der Royal Family ausrichten.

Euphorischer und weniger formal reagierte die englische Presse auf den sensationellen Triumph der ersten britischen Grand-Slam-Siegerin seit Virginia Wade 1977. «Total abgefahren», titelte die Sun, die von einem der grössten britischen Siege überhaupt im Sport sprach. «Hoch lebe die neue Tenniskönigin», schrieb die Sunday Times. Und die Daily Mail meinte kurz und bündig: «Emma schreibt Geschichte.»

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Die Live-Highlights der Partie Raducanu vs. Fernandez
Aus Sport-Clip vom 12.09.2021.
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In 18 Tagen zum Superstar

Als sie als Nummer 150 des Rankings am Mittwoch vor dem Turnier auf dem Aussenplatz 11 in Flushing Meadows die Niederländerin Bibiane Schoofs in der 1. Runde der Qualifikation 6:1, 6:2 bezwungen hatte, ahnte noch niemand, dass diese Story als Märchen enden würde. 18 Tage später ist sie der neue Superstar Grossbritanniens.

SRF info, sportlive, 11.09.21, 22:00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Maler  (brunomaler)
    Grossartige Wochen für Raducanu!
    Ich hoffe sie kann den enormen Druck nächstes Jahr in Wimbledon standhalten.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Ein frischer Wind im WTA Frauen Tennis ist dringend nötig sonst wird die Langeweile überwiegen, denn zu unkonstant spielt die "Spitze" und eine wirklich überragende Nr. 1 ist weit und breit nicht in Sicht!
    1. Antwort von Paul Wagner  (päule)
      Lieber Herr Heusser, das ist ja grad das Schöne. Ich will doch vor allem gutes Tennis sehen und das von möglichst vielen Spieler/innen. Mir ist egal ob eine Italienerin, Australierin, Tunesierin oder Schweizerin gewinnt.
      Wenn immer nur die gleichen Spieler/innen vorne sind, dann ist das auf Dauer langweilig. Wer das will, soll z.B. Fussball schauen, wo das System immer die gleichen begünstigt.
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Mit Verlaub, SRF, wenn "ihre" bzw. "ihrer" im Anredesinn verwendet wird, wie hier im übersetzten Text der britischen Königsfamilie, schreibt man diese Wörter gross. Dass sich hier auf den Sportseiten einige Kommentierende nicht daran halten und z.B. häufig "sie" als Anrede klein schreiben, ist genau so falsch.
    1. Antwort von SRF Sport (SRF)
      @Josef Graf Sie haben natürlich recht. Wir haben den Fehler korrigiert. Sportliche Grüsse