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Grand-Slam-Turniere Sensation: Verdasco eliminiert Nadal

Für Rafael Nadal sind die Australian Open nach der 1. Runde vorbei. Der Spanier verlor gegen seinen Landsmann Fernando Verdasco in 5 Sätzen.

Legende: Video «Verdasco eliminiert Nadal in Runde 1» abspielen. Laufzeit 1:02 Minuten.
Vom 19.01.2016.

Nach 4:41 Stunden war es offiziell: Fernando Verdasco (ATP 45) fügte dem Weltranglisten-Fünften Rafael Nadal dessen erste Erstrunden-Niederlage in Melbourne zu. Der 32-jährige Spanier setzte sich gegen seinen 3 Jahre jüngeren Landsmann 7:6 (8:6), 4:6, 3:6, 7:6 (7:4), 6:2 durch. Für Nadal ist es nach Wimbledon 2013 die zweite Auftaktniederlage bei einem Grand-Slam-Turnier.

Nervenstarker Verdasco im 4. Satz

Nachdem Nadal den 1. Satz im Tie-Break verloren hatte, schien der Mallorquiner im Melbourne Park auf Touren zu kommen. Die Sätze 2 und 3 entschied er beide für sich. Als er dann im 4. Durchgang einen Breakrückstand wettmachen konnte und 6:5 führte, sprach vieles für einen Sieg des 14-fachen Grand-Slam-Champions.

Es ist eine harte und schmerzhafte Niederlage.
Autor: Rafael Nadal

Doch Verdasco hielt dem enormen Druck stand und rettete sich ins Tie-Break. Auch die zweite Kurzentscheidung gewann er und erzwang einen 5. Satz. In diesem geriet er schnell 0:2 in Rückstand. Aber die Nummer 45 der Welt kämpfte sich abermals zurück und gab kein Game mehr ab.

Späte Revanche für 2009

Bitter für Nadal: Er machte im Linkshänder-Duell insgesamt nur zwei Punkte weniger als sein Kumpel. Für Verdasco, der nicht weniger als 90 Winner schlug, war es im 17. Anlauf erst der dritte Sieg gegen Nadal. «Ich fing einfach an, Winner zu schlagen», kommentierte der Madrilene.

Gleichzeitig revanchierte er sich für eine bittere Fünfsatz-Niederlage: 2009 war er an den Australian Open im Halbfinal an Nadal gescheitert. Darauf hatte der Mallorquiner den «Happy Slam» das erste und bislang einzige Mal gewonnen. «Ich denke nicht, dass ich in den 7 Jahren seither jemals wieder so gut gespielt habe wie heute», so Verdasco.

Legende: Video «Nadal in der PK: «Ich habe alles versucht» (englisch)» abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
Vom 19.01.2016.

Nadal: «Jeder drischt auf die Bälle»

Nadal zeigte sich selbstredend enttäuscht: «Es ist eine harte und schmerzhafte Niederlage.» Er habe eigentlich «grossartig» trainiert und alles dafür getan, um für das Turnier bereit zu sein.

Der Mallorquiner machte auch einen Wandel im modernen Tennis aus: «Heute gibt es keine Bälle mehr, mit denen man Punkte vorbereiten kann. Jeder geht aus jeder Position auf den Winner. Das Spiel wird ein bisschen verrückt. Meine Aufgabe ist es, die Gegner in schwierige Positionen zu versetzen.»

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 19.1.2016, 09:00 Uhr

31 Kommentare

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  • Kommentar von Miklos Arpas, Oberägeri
    Oh ja!!! Er braucht einen neuen Trainer, eine "2. Vater-Figur", die ihm das Hosenzupfen und andere idiotischen Ball-Vorbereitung-Erscheinungen DEZIEDIERT VERBIETET!! Sonst kann er zurücktreten.Seine Zeit ist längst um!! Ich, ein eh. Fan von ihm bin überglücklich, wenn ich Nadal bei diesen Peinlichkeiten nicht sehen muss!
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  • Kommentar von steve the roast beef, Gschwil
    Ich lese die Kommentare auf diesem Forum nur wegen den Sticheleien gegen Imhof. Sensationell! Rafa tut mir leid, aber ich kann mich auch für Verdasco freuen, der hat ja toll gespielt.
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  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Sie dürfen nicht vergessen Tony Nadal ist RAFAS Trainer und Coach zugleich. Zudem hat Rafael Nadal eine tiefe Beziehung zu seinem Onkel. Seit er fünf Jahre alt war wird er von Tony Nadal gefördert. Ich glaube auch dass Nadal einen neuen Trainer bräuchte. Aber die Familienbande ist so stark dass er sich von seinem Onkel Tony nie trennen würde. Der Spanier kann nicht wie ein Schweizer ticken.
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