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Grand-Slam-Turniere Von Strohhüten und Überstunden

Das French Open und seine Eigenheiten, gewisse Dinge gibt es nur in Roland Garros. Das geht von Menschengedränge, über lange Arbeitstage bis hin zu speziellen Kopfbedeckungen.

Strohhüte: Schaut man in Roland Garros ins Publikum, sieht man ein Meer von weissen Strohhüten. Die Kopfbedeckung gehört seit Jahren zu den French Open, ist allerdings nicht ganz günstig: Für einen Strohhut zahlt man in Paris 35 Euro. Eine Investition, die sich aber lohnen kann, denn das Publikum ist Sonne und Regen ausgeliefert - Unterstände sucht man auf der Anlage vergebens.

Überstunden: Eine Partie auf Sand dauert in der Regel wesentlich länger als Partien auf Rasen oder Hartplatz. Das Spiel zwischen den Lokalmatadoren Arnaud Clement und Fabrice Santoro dauerte 2004 knapp 7 Stunden und ist die Nummer 3 in der Liste der längsten Tennisspiele überhaupt. Dazu passt, dass in Paris das Hauptfeld bereits am Sonntag ins Turniergeschehen eingreift.

Fehlendes Flutlicht: Die French Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, das über keine Flutlichtanlage verfügt. Deshalb kommt es relativ oft vor, dass eine Partie wegen Dunkelheit unterbrochen werden muss und erst am Folgetag beendet werden kann.

Kurze Wege: Roland Garros ist die mit Abstand kleinste Anlage im Vergleich mit den anderen Grand-Slam-Turnieren. Das hat zur Folge, dass es am French Open regelmässig zu einem Menschengedränge kommt. Die Verantwortlichen streben seit Langem einen Ausbau an, der von Anwohnern und Naturschützern indes bislang immer verhindert werden konnte.

On parle fran­çais: Jene Spieler, die kein Französisch sprechen, sollten die Punkte besser mitzählen. Denn an den French Open wird - wie in Frankreich üblich - die Zählweise nur auf Französisch bekanntgegeben.

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 17.5.15, 18:15 Uhr