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Vor dem Melbourne-Viertelfinal Federer vs. Berdych: Völlig verkehrte Vorzeichen

Bei den Australian Open treffen Roger Federer und Tomas Berdych erneut aufeinander – das Duell von 2017 ist aber weit weg.

6:2, 6:4, 6:4: Das Erfolgserlebnis für Roger Federer über Dauerrivale Tomas Berdych vor einem Jahr in der 3. Melbourne-Runde war so etwas wie die Initialzündung. 4 Siege später bekam der Schweizer am Ufer des Yarra River seine 18. Grand-Slam-Trophäe überreicht und krönte damit sein Comeback.

Der «Maestro» erinnert sich nicht mehr an den exakten Spielverlauf. Er weiss aber noch zu gut: «Ich konnte total befreit aufspielen!» Dabei war er von einer «schrecklichen Auslosung» ausgegangen. Federer holte von ATP-Position 17 aus neuen Anlauf, der Tscheche gehörte den Top 10 an. Doch dann herrschte verkehrte Welt auf dem Court.

Legende: Video 2017: Federer deklassiert Berdych in Melbourne abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.
Aus sportaktuell vom 20.01.2017.

Berdych in der Rolle des Rückkehrers

Von verkehrten Vorzeichen im Gegensatz zu damals sprechen wir auch vor der Australian-Open-Neuauflage zwischen den beiden in der Runde der letzten 8. Diesmal ist Berdych der Rückkehrer, nachdem er seine letzte Saison wegen Rückenbeschwerden hatte abbrechen müssen. Der 32-Jährige rutschte auf Rang 20 ab, meldet allerdings: «Ich kann wieder ganz befreit aufspielen!»

Das letztjährige Duell dient auch darum nicht als Referenz, da kurz darauf in Miami eine höchst umkämpfte Revanche stattfand. Nicht nur, weil Federer dabei 2 Matchbälle abwehrte, bezeichnet er Berdych als «sehr gefährlichen und formstarken Gegner».

19 Pleiten, aber 2 Major-Siege und einen Olympia-Coup

Der 1,96 m grosse Widersacher mit Wohnsitz Monte Carlo zog in dieser Affiche zuletzt 8 Mal in Serie den Kürzeren. Dennoch führt er ins Feld, dass er wisse, wie der Favorit an Grand-Slam-Turnieren zu düpieren sei.

  • 2010 schaltete Berdych den Baselbieter in Wimbledon im Viertelfinal mit 6:4, 3:6, 6:1, 6:4 aus und entthronte ihn auf dem «heiligen Rasen».
  • 2012 wiederholte er im US-Open-Viertelfinal den Coup (7:6, 6:4, 3:6, 6:3). Das Tiebreak, der Anfang vom Untergang, war völlig an Federer vorbeigelaufen (1:7).

Federer und Berdych verbindet eine seit 2004 anhaltende Freundschaft. Das bittere Olympia-Out für Federer gegen den Tschechen war der Ausgangspunkt.

Einige Zahlen im Direktvergleich


Roger Federer
Tomas Berdych
ATP-Ranking
Nummer 2
Nummer 20
Alter36 Jahre
32 Jahre
Grösse1,85 m
1,96 m
Anzahl Major-Titel
190
Head-to-Head (Major)
19:6 (7:2)
6:19 (2:7)
Grand-Slam-Bilanz329:52
52. Viertelfinal
143:56
17. Viertelfinal
Teilnahmen «down under»
1915
Melbourne-Bilanz91:13 (5 Titel)
44:14
Einsatz Melbourne 2018
454 Minuten
0 Sätze & 47 Games abgegeben
540 Minuten
2 Sätze & 41 Games abgegeben

Live-Hinweis

Verfolgen Sie den Viertelfinal Federer vs. Berdych am Mittwoch, ab 9:35 Uhr Schweizer Zeit, live auf SRF zwei und in unserer Sport App mit Stream & Ticker.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.01.2017 05:20 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von dan beyeler (khun_dan)
    roger maestro: der weg zum #20 ist frei! berdych noch die schwierigste hürde, chung schlagbar weil sein service zuwenig gut ist und im final bekommt cilic leider wieder probleme mit einer blase am fuss ;-) lassen wir uns überraschen! FEDEX auf bestem weg zur nr. 1 und dann mindestens auf level 19 bis 20, ernsthaft!
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  • Kommentar von Dan Gyger (DGN)
    Berdych hat gegen Federer letztmalig vor 5 (!) Jahren in Dubai gewonnen. Die letzten 8 Duelle gingen allesamt an den Maestro. Bei allem Respekt, aber Berdych hat nur eine Chance wenn sich Roger verletzt. Wenn Federer auf seinem gewohnt konstantem Level durchspielt, gewinnt er das Turnier souverän. Seine Fitness, Präzision und mentale Stärke muss für die Gegner erschütternd sein.
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    1. Antwort von Thomas Spirig (lalelu)
      in miami 2017 musste RF matchbälle gegen berdych abwehren. das match war alles andere als klar. wimbledon 2017 war ebenfalls sehr sehr eng auch wenns am ende in drei sätzen durch war.
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    2. Antwort von Ramon Frey (Ramon Frey)
      eines dieser duelle erst nach abgewehrten matchbällen. Natürlich ist Federer eher der Favorit, aber es braucht bei weitem keine Verletzung Federers damit Berdych gewinnen kann. Wenn Federer sich gegenüber dem Achtelfinal nicht steigert wird er gegen Berdych verlieren, da dieser doch auch die Schläge hat um ein Spiel zu dominieren. Und im Halbfinal würde dann wohl Chung warten, der gegen den Djoker ein grandioses Spiel gezeigt hat...nur nicht zu früh freuen! Aber natürlich gilt: HOPP FEDERER
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  • Kommentar von Thomas Spirig (lalelu)
    berdych ist eine "berg" von einem mann mit einer top vorhand. ich rechne mit einer umkämpften partie. hoffe aber natürlich, dass federer letztendlich triumphieren kann.
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