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Grand-Slam-Turniere Wawrinka: «Damit hätte ich nie gerechnet»

Stanislas Wawrinka zeigte sich nach seinem gewonnen Halbfinal an den Australian Open gegen Tomas Berdych «sprachlos». Der Lausanner steht als erst 2. Schweizer Tennisprofi überhaupt in einem Grand-Slam-Final.

Es war vielleicht nicht eine Partie auf allerhöchstem Niveau, die Stanislas Wawrinka und Tomas Berdych im Halbfinal der Australian Open geboten haben. Aber an Spannung war das Spiel, das 3 Mal ins Tiebreak ging, kaum zu überbieten.

«Immer aggressiv bleiben»

Ein Schlüssel zu Wawrinkas Erfolg war wie schon in der Partie gegen Novak Djokovic der Aufschlag. «Wichtig war aber auch, dass ich immer aggressiv geblieben bin. Das ist gegen Berdych, der von der Grundlinie enorm Druck ausübt, sehr wichtig.»

Mental voll auf der Höhe

Wawrinkas Geste nach dem verwerteten Matchball, als er seinen Zeigefinger an die Schläfe hielt, war eindeutig: Der Lausanner demonstrierte auch gegen Berdych seine enorme mentale Stärke, die er sich in den vergangenen Monaten angeeignet hat. «Ich habe gelernt, auf dem Platz immer zu kämpfen», sagte der 28-Jährige im anschliessenden Platzinterview mit Jim Courier.

Einzig beim Matchball sei er wirklich nervös geworden. «Natürlich machte ich mir mehr Gedanken als sonst. Ich habe mir überlegt, wie ich den Ball am besten spielen soll», blickte er auf die Szene zurück. Am Schluss sei es zum Glück so gekommen, wie er es geplant habe. Nicht unbedingt geplant war der Finaleinzug, zumindest nicht vor dem Turnier. «Ich bin sprachlos. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich jemals in einem Grand-Slam-Final stehen werde», sagte er.

Mit Popcorn auf Federer hoffen

Wawrinka gönnt sich nun erst einmal 2 Tage Pause. Das Spiel von Roger Federer gegen Rafael Nadal werde er wohl gemütlich mit Popcorn vor dem Fernseher mitverfolgen. Und gegen wen er am Sonntag in der Rod Laver Arena gerne spielen möchte, steht auch ausser Frage: «Klar wünsche ich mir, dass Roger gewinnt. Ein Schweizer Final wäre doch grossartig.»

Das wünscht sich wohl die ganze Schweiz. Mit Ausnahme einer Person, die «Stan» lieber eine Niederlage gewünscht hätte. «Meine kleine Tochter hofft immer, dass ich verliere. Dann bin ich schneller wieder zuhause», schmunzelte Wawrinka.

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