Wawrinka scheitert überraschend an Del Potro

Für Stan Wawrinka ist Wimbledon bereits nach der 2. Runde zu Ende. Der Lausanner unterlag überraschend Juan Martin Del Potro (ATP 165) in 4 Sätzen.

  • Der Wimbledon-Fluch hält an: Wawrinka ist in London noch nie weiter als in die Viertelfinals gekommen.
  • Juan Martin Del Potro bestreitet in Wimbledon sein 1. Major-Turnier seit zweieinhalb Jahren.
  • «Das ist einer der emotionalsten Erfolge meines Lebens», sagte Del Potro den Tränen nahe.

Juan Martin Del Potro nimmt zum ersten Mal seit 3 Jahren wieder in Wimbledon teil. Und der Argentinier, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte und in der Weltrangliste nur auf Position 165 klassiert ist, sorgte gleich für eine dicke Überraschung in London.

In 2:43 Stunden bezwang er Stan Wawrinka, die Weltnummer 5, mit 3:6, 6:3, 7:6 und 6:3. Der Schweizer ist damit erstmals seit den French Open 2014 bereits in der ersten Woche eines Grand-Slam-Turniers ausgeschieden.

Hohe Fehlerquote bei Wawrinka

Wawrinkas Niederlage war alles andere als zwingend. Der Romand hatte am Ende deutlich mehr Winner (47:23) und nur 7 Punkte weniger auf seinem Konto. Ausschlaggebend für die Niederlage war aber die Fehlerquote: Wawrinka machte fast doppelt so viele «unforced errors» wie sein Gegenüber (48:25).

Del Potro: «Sieg fühlt sich sensationell an» (engl.)

2:17 min, vom 1.7.2016

Guter Beginn reichte nicht

Wawrinka war bei geschlossenem Dach stark in die Partie gestartet und gewann den ersten Satz dank eines frühen Breaks zum 3:1. Danach wurde der Südamerikaner immer stärker, während der Schweizer keine Mittel mehr fand.

Der zweite Satz war ein Spiegelbild des ersten mit dem einzigen Break von Del Potro zum 3:1. Den 3. Umgang begannen die beiden mit insgesamt vier Breaks, ehe sich das Geschehen wieder normalisierte. Das Tiebreak wurde aber eine klare Beute des Argentiniers (7:2).

Mit Rückhandfehler zum entscheidenden Break

Die Entscheidung fiel im 4. Durchgang. Erst wehrte der Waadtländer beim Stand von 2:3 noch zwei Breakbälle ab, bei 3:4 besiegelte aber ein Rückhandfehler den letzten Aufschlagdurchbruch. Anschliessend behielt Del Potro die Nerven und profitierte bei seinem ersten Matchball von einem weiteren Rückhand-Fehler Wawrinkas.

Sendebezug: Laufende Berichtertsattung Wimbledon