- Titelverteidiger Jannik Sinner (ITA/ATP 1) bodigt Novak Djokovic (SRB/ATP 8) im Wimbledon-Halbfinal ohne Probleme mit 6:4, 6:4 und 6:4.
- Während Sinner damit die Revanche für die Halbfinal-Niederlage in Melbourne glückt, muss Djokovic seinen Traum vom 25. Major-Titel vorerst begraben.
- Im Wimbledon-Final am Sonntag kommt es zum Duell zwischen Sinner und Alexander Zverev.
Ende Januar hatte Novak Djokovic im Halbfinal der Australian Open Jannik Sinner trotz zweimaligem Satz-Rückstand nach über 4 Stunden doch noch besiegt. Etwas mehr als 5 Monate später lag der 39-jährige Serbe im Wimbledon-Halbfinal gegen die italienische Weltnummer 1 nach dem 1. Durchgang erneut zurück. Ein Comeback wie damals in «Down Under» sollte Djokovic jedoch nicht mehr gelingen, zu abgeklärt zeigte sich Sinner. Nach nur 2:20 Stunden verwertete der 24-Jährige seinen 1. Matchball.
Für Sinner ist es nach 2025 der 2. Final beim Rasenklassiker, als 10. Spieler seit der Einführung der Open Era 1968 könnte er seinen Titel in Wimbledon erfolgreich verteidigen. Im letzten Jahr hatte er sich im Endspiel gegen den Spanier Carlos Alcaraz durchgesetzt. Mit dem Sieg gegen Djokovic, dessen grosser Traum vom historischen 25. Major-Titel wieder einmal platzte, feierte Sinner seinen 99. Erfolg bei einem der 4 grossen Turniere.
Nur eine Breakchance für «Nole»
Begonnen hatte das Duell zwischen Sinner und Djokovic auf dem Centre Court ausgeglichen. Beide Spieler brachten ihre Aufschlagspiele sicher durch. Erst beim Stand von 4:4 gelang Sinner das entscheidende Break – mit dem bis zu diesem Zeitpunkt 3. Breakball – zum 5:4. Kurz darauf tütete der Südtiroler den 1. Satz ein.
Im 2. Durchgang gelang Sinner der Servicedurchbruch zum 4:3, worauf Djokovic nicht mehr reagieren konnte und den Satz mit 4:6 verlor. Das Startgame des 3. Satzes war so umkämpft wie kein anderes im gesamten Match. Djokovic bündelte nochmals alle Kräfte, wehrte 3 Breakbälle ab. Der Kampf war letztlich aber umsonst, Sinner holte sich auch dieses Break zur 1:0-Führung. Beim Stand von 1:3 im 3. Satz bot sich Djokovic die erste und einzige (!) Breakchance, nutzen konnte er sie nicht.
Auf Sinner wartet Zverev
Im Wimbledon-Final am Sonntag (live bei SRF) kommt es zur Neuauflage des Australian-Open-Finals von 2025. Sinner hatte Zverev damals klar in 3 Sätzen gesiegt und seinen 3. Grand-Slam-Titel eingetütet. Für Zverev war es die 3. und bislang letzte Final-Niederlage bei einem Major-Turnier.