Für Jasmine Paolini, 2024 immerhin Finalistin an der Church Road, lief die diesjährige Wimbledon-Ausgabe denkbar schlecht an. Gleich mit 0:6 ging die Italienerin gegen die US-Qualifikantin Robin Montgomery (WTA 195) im 1. Satz unter.
Doch die Weltnummer 17 rappelte sich wieder auf und fand rechtzeitig zu ihrem Tennis. Nach knapp zweieinhalb Stunden brachte Paolini die Partie in 3 Sätzen ins Trockene – allerdings waren die weiteren Sätze (6:4, 7:5) umkämpft.
Ebenfalls gegen eine Qualifikantin, aber eindeutig besser gestartet ist Viktorija Golubic (WTA 62), Paolinis nächste Gegnerin. Zwar musste die routinierte Zürcherin ebenfalls über 3 Sätze, ihr Auftritt war aber insgesamt überzeugender.
Erstes Duell seit 4 Jahren
Paolini ist für Golubic keine Unbekannte. «Wir kennen unsere Art zu spielen», so die 33-Jährige vor dem insgesamt 5. Duell mit der 3 Jahre jüngeren Italienerin. Im «Head-to-head» liegt Golubic 1:4 zurück.
Auf ihrem höchsten Level habe ich noch nicht gegen sie gespielt.
Allerdings liegen alle Spiele schon länger zurück, die letzte Begegnung datiert vom Frühling 2022. Und liegt damit vor Paolinis bester Karriere-Phase. Golubic weiss denn auch: «Auf ihrem höchsten Level habe ich noch nicht gegen sie gespielt.»
Paolini und Wimbledon: durchzogen
Ende 2023 und spätestens im Jahr 2024 war Paolini so richtig durchgestartet. Ihre Erfolge, darunter neben dem Wimbledon-Endspiel auch der Einzug in den French-Open-Final, brachten die Toskanerin zwischenzeitlich auf Platz 4 der Weltrangliste. Golubic spricht ehrfürchtig von «unglaublichen Resultaten», die ihre nächste Gegnerin damals einfuhr.
Doch nun sei es eine «neue Ausgangslage», so Golubic. Immerhin ist Wimbledon ihr absolutes Lieblingsturnier. Und bei Paolini? Die ist abgesehen von ihrem 2024-Exploit im «All England Club» nie über die 2. Runde hinausgekommen.