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Wie Europa das Männertennis dominiert (Radio SRF 1, Abendbulletin)
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Djokovic, Nadal, Federer & Co. Europäische Dominanz im Männertennis: Nur Zufall?

Woran liegt es, dass die ATP-Tour in den letzten Jahren fest in europäischer Hand war? Ein Erklärungsversuch.

Wissen Sie noch, wer vor Juan Martin del Potro 2009 (US Open) als vorletzter Nicht-Europäer einen Major-Titel gewinnen konnte? Die Auflösung erfolgt etwas später. Aber die Statistik ist erdrückend: Von den letzten 62 Grand-Slam-Titeln gingen 61 (!) nach Europa.

Federer als Australier?

Trotz dieser Dominanz mahnt SRF-Kommentator Stefan Bürer, den Faktor Zufall nicht zu unterschätzen, wie im Audio oben zu erfahren ist. «Roger Federer hätte auch in Australien geboren werden können», so Bürer. Federers Eltern hätten eine Auswanderung in Erwägung gezogen.

Juan Martin Del Potro bezwingt 2009 im Final der US Open Roger Federer.
Legende: Rarer nicht-europäischer Sieg Juan Martin del Potro bezwang 2009 im Final der US Open Roger Federer. imago images

Auch wäre es möglich gewesen, dass Novak Djokovics Eltern während der Kriegswirren auf dem Balkan in die USA geflüchtet wären und Djokovic somit amerikanischer Staatsbürger gewesen wäre.

Die Faktoren Popularität und Sandplatz

Ein weiterer Erklärungsversuch ist, dass Tennis in den USA hinter den populäreren Sportarten American Football, Basketball oder Baseball anstehen muss.

Auch dass die Europäer mehrheitlich auf Sandplätzen ausgebildet werden, könnte ein Vorteil sein, weil die Umstellung auf Hartplätze einfacher ist als umgekehrt.

Als die Nicht-Europäer dominierten

Um auf den Faktor Zufall zurückzukommen: Von 1992 bis 2001 gingen 29 von 40 Major-Titeln an Nicht-Europäer. Es dürfte also auch eine Frage der Zeit sein, bis sich die Machtverhältnisse wieder einmal in die andere Richtung verschieben. Im Junioren-Ranking sind zumindest 4 der aktuellen Top 10 Nicht-Europäer.

Und nun zur Auflösung: Vor Del Potro war es Gaston Gaudio, der 2004 an den French Open triumphiert hatte, ehe die europäische Dominanz ihren Lauf nahm. Hätten Sie's gewusst?

Radio SRF 1, Abendbulletin, 22.09.2020, 18:45 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Ilic  (ilima)
    Federer hätte auch für Südafrika spielen können, da seine Mutter keine Schweizerin ist sondern eben Südafrikanerin. Dies wird aber gern verschwiegen.
  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    Da hiess es doch immer, die spielen wie von einem anderen Stern, und plötzlich werden sie wieder als Europäer gezählt, merkwürdig.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Es gibt auf der ATP/WTA Tour sehr gute Junge Spieler/innen aus Ost Europa vorallem auch aus Russenland!
    Die USA im Fall hat an Einfluss stark verloren!