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Djokovic: «Kein Grund, weshalb weiter Linienrichter auf dem Platz sein sollten»
Aus Sport-Clip vom 04.10.2020.
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Technik statt Tradition Wenn es nach Djokovic geht, braucht es keine Linienrichter mehr

Die Weltnummer 1 hat sich am Rande der French Open für die Abschaffung von Linienrichtern im Tennis ausgesprochen.

Tennis ohne die Ausrufe der Linienrichter? Was aktuell nur schwer vorstellbar ist, könnte in Zukunft bald Tatsache werden. So zumindest, wenn es nach Novak Djokovic geht. Gemäss dem Serben ist die Technologie inzwischen so weit fortgeschritten, dass man in absehbarer Zukunft komplett auf ein System der Videoüberwachung setzen kann.

Dann wäre die Gefahr auch nicht mehr so gross, dass ich das tue, was mir in New York passiert ist.
Autor: Novak Djokovic

Experiment ohne Linienrichter in New York

«Bei allem Respekt für die Tradition und die Kultur unseres Sports: Wenn es um Menschen auf dem Platz geht, inklusive der Linienrichter, sehe ich keinen Grund, warum nicht alle Turniere in der Welt ein System nutzen, wie wir es beim von Cincinnati nach New York verlegten Turnier genutzt haben», sagte Djokovic am Rande der French Open in Paris.

Novak Djokovic.
Legende: Novak Djokovic Der Serbe befürwortet eine Abschaffung der Linienrichter. Getty Images

Beim angesprochenen Turnier waren auf dem Centre Court keine Linienrichter im Einsatz. Stattdessen wurde mithilfe von Videoüberwachung der Linien entschieden, ob der Ball drin war oder nicht.

Djokovic witzelt wegen Disqualifikation

Die zusätzlichen Kosten, die durch die «Technologie-Variante» entstehen würden, müsse man in Kauf nehmen, da die technische Entwicklung ohnehin nicht aufzuhalten sei, so die Weltnummer 1.

Zum Schluss lieferte Djokovic noch einen weiteren Grund, weshalb ein Wechsel hin zur Videoüberwachung sinnvoll wäre. «Dann wäre die Gefahr auch nicht mehr so gross, dass ich das tue, was mir in New York passiert ist», sagte Djokovic mit einem Lächeln. Der 33-Jährige war an den US Open disqualifiziert worden, weil er im Frust eine Linienrichterin mit einem Tennisball unabsichtlich abgeschossen hätte.

Video
Archiv: Djokovic trifft Linienrichterin und wird disqualifiziert
Aus Sport-Clip vom 07.09.2020.
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SRF zwei, sportlive, 03.10.2020, 15 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Keller Mägi  (TennisSport)
    Die Tennis-Tradition bedeutet ND eh nichts. Er ist ja jetzt da, was war denn Tennis schon vor ihm (Ironie off). Dachte immer er sei besorgt um weniger Verdienende? Und jetzt, Job's wegrationalisieren wollen, wo bleibt denn seine von sich selbst so gepriesene Menschlichkeit? Abgesehen davon, eine Challenge ist ein spannender Bestandteil im Tennis. Er würde wohl auch gerne die Schiedsrichter abschaffen, warum nicht gleich die Zuschauer, er könnte die Runden drehen und sich selber beweihräuchern.
  • Kommentar von Bruno Müller  (Krötenprinz)
    Im digitalen Zeitalter würde es auch ohne Schiedsrichter/-in gehen. In Echtzeit ohne Challenge. Auch ohne Ballmädchen/-jungen. Die Profis sollten aus ihrer Juniorenzeit eigentlich noch wissen, wie das Bälleeinsammeln funktioniert. Also: alles abschaffen, ausser die Millionen-Preisgelder natürlich ...
    1. Antwort von Heiko Gisko  (HGisko)
      … vielleicht die Spieler*innen auch gleich durch zufallsgesteuerte Avatare ersetzen … ?
  • Kommentar von Silvio Fischer  (S.Fisch)
    Ja, finde ich super. Am Besten auch die Balljungen, dann wird die Zukunft des Sport "gefördert" und die eigene Fitness. Und keine Linienrichter, die man dann treffen könnte, stimmt... Dann kann jeder wieder getrost ausrasten. Und die Zusatzkosten werden ideal jeweils von der aktuellen Top Ten bezahlt, kndem deren Preisgeld um 20 Prozent gesenkt wird...

    Sonst noch welche Wünsche, du Träumer...?

    Ach ja, bin auch dafür, dass in Zukunft nur noch ohne Publikum gespielt wird...