Zum Inhalt springen
Inhalt

Tennis allgemein Turnierdirektor greift Frauen-Tennis an

Raymond Moore, der Turnierdirektor von Indian Wells, hat mit abfälligen Kommentaren über das Frauen-Tennis für grosse Empörung gesorgt.

Legende: Video Turnierdirektor Raymond Moore beleidigt Frauen-Tennis abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 21.03.2016.

«Wenn ich eine Spielerin wäre, würde ich jeden Abend auf die Knie gehen und Gott dafür danken, dass Roger Federer und Rafael Nadal geboren wurden. Denn die haben diesen Sport getragen», sagte Moore.

Die WTA befinde sich lediglich «im Schlepptau der Männer» und treffe keine eigenen Entscheidungen. Dann bezeichnete er Eugenie Bouchard (Ka) und Garbine Muguruza (Sp) als «sehr attraktive Hoffnungen» auf der Tour. Gefragt, was er damit meine, sagte er, sie seinen «körperlich attraktiv und spielerisch attraktiv».

Protestwelle

Die Kritik folgte auf dem Fuss. Zahlreiche aktuelle und ehemalige Spielerinnen protestierten, unter ihnen:

  • Serena Williams: «Wir Frauen sind einen langen Weg gegangen und sollten niemals vor irgendjemandem auf die Knie fallen.»
  • Billie Jean King: «Ich bin von Raymond Moores Kommentar sehr enttäuscht. Er hat in vielerlei Hinsicht unrecht. Alle Spieler, speziell die Topspieler, tragen zu unserem Erfolg bei.»

«Aufrichtige Entschuldigung»

In einem Statement entschuldigte sich Moore später: «Ich habe sehr geschmacklose und falsche Aussagen über die WTA gemacht. Ich entschuldige mich dafür aufrichtig bei allen Spielerinnen und der WTA insgesamt.»

Djokovic: Nein, aber...

Zuvor hatte auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic für Irritationen gesorgt. Zwar sagte er, er sei «vollständig für Frauenpower» und meinte zum Thema gleiche Preisgelder für Frauen und Männer: «Sie haben dafür gekämpft, und sie haben es geschafft.»

Novak Djokovic
Legende: Novak Djokovic SRF

Er fügte aber an: «Anderseits denke ich, dass auch wir, die ATP, für höhere Preisgelder kämpfen sollten. Die Statistiken zeigen, dass wir bei Männerspielen viel mehr Zuschauer haben. Das ist einer der Gründe, warum wir mehr erhalten sollten.»

Nicht zur Sprache kam die Tatsache, dass sich der «Marktwert» eines Spielers oder einer Spielerin nicht in den Preisgeldern, sondern in den Antrittsgagen widerspiegelt.

Sendebezug: SRF 4, Morgenbulletin, 21.3.2016, 6:17 Uhr

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ritter Dominic, Winterthur
    Ich bin mer sicher de Federer wür au anes Grand Slam Turnier ga, au wen er kei Gasche odr Prisgeld über chämt sondern eifacht nur wegem Gfühl ufem Platz zstah am schluss gwünne und de Pokal id Luft zstrecke. De grössti teil vo allne Mensche muäss um das bizli Geld kämpfe und us cho demit. Und am Djokovic langed e Startgasche vo 50000.- + das wo er sich erspielt vo 100000.- - 200000.- nöd??? Aber die 50000.- het er egal ob er i de 1. Rundi use gheit odr im halbfinal! 16 Turnier pro Jahr 800000.-
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Karl Müller, Düdingen
      Ich glaub nöd dass de Nole für 50 Riese Aatrittsgäld irgendwo hin reist!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ritter Dominic, Winterthur
    Diä müänd sich jetzt allweg beklage. Als wered die alli nöd scho gnuäg rich. Jetzt söll mer dene zu all dene Millione no me gä what??? Sorry das isch doch nümä normal. De Djokovic wet no me Geld langed diä 100 Millione Prisgeld nöd für es Hus in Monaco odr was? Da gseht mer eifacht mal dases em Djokovic niä um de Sport gange isch sondern nur ums Geld!!! Früäner hends Tennis gspielt wege de Turnier womer chan günne und um de prestisch und hüt nur no geld geld geld??? Eifacht kaputt!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Claudio Müller, Bonaduz
      Er meint damit definitiv nid sich selber. Sondern s'Männertennis. Ab de Top 100 wirds schwieriger zum mit em Prisgeld alli koste abzdecke ;)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Zurbuchen, Ittigen
    Wer länger arbeitet, sollte auch besser bezahlt werden. Das gilt aber unabhängig vom Geschlecht. Wieso nicht ein Bonus für Spiele die über einen Entscheidungs-Satz gehen? Und für besondere Fälle wie etwa Mahut - Isner sollte es eine spezielle Belohnung geben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen