- Die Schweiz gewinnt am United Cup im australischen Perth gegen Italien mit 2:1.
- Dank dem 2. Sieg im 2. Gruppenspiel steht die Equipe im Viertelfinal.
- Belinda Bencic (WTA 11) gewinnt ihr Einzel gegen Jasmine Paolini und an der Seite von Jakub Paul im Doppel.
- Dazwischen muss sich Stan Wawrinka (ATP 157) Flavio Cobolli (ATP 22) in einem Marathon-Spiel beugen.
Nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen Frankreich zum Auftakt wurde die Schweiz im 2. Gruppenspiel gegen Italien etwas mehr gefordert. Weil es nach den 2 Einzeln 1:1 stand, musste das Doppel entscheiden. Erneut traten Belinda Bencic und Jakub Paul zum 3. Spiel an, wieder fiel die Entscheidung erst im Matchtiebreak.
Am Ende setzten sich Bencic/Paul gegen das italienische Duo Sara Errani/Andrea Vavassori in fast 2 Stunden mit 7:5, 4:6, 10:7 durch. In der Kurzentscheidung machten die beiden Schweizer einen 1:3-Rückstand wett und verwandelten ihren 2. Matchball.
Bencic bezwingt die Weltnummer 8
Bereits der Auftakt in das Duell am United Cup hatte sich dank Bencic (WTA 11) positiv gestaltet. Die Ostschweizerin hinterliess gegen die um 3 Plätze besser klassierte Jasmine Paolini einen ausgezeichneten Eindruck und siegte in knapp 2 Stunden mit 6:4 und 6:3.
Auch ein episches 7. Game im 2. Satz brachte Bencic nicht aus dem Tritt. 7 Mal ging dieses Spiel über Einstand, wobei Bencic 2 Breakbälle zum 5:2 vergab. So verkürzte Paolini noch zum 3:4, die weiteren beiden Games aber holte sich dann die Schweizerin, was gleichbedeutend mit dem Sieg war.
Der Start in die Partie hatte einem Breakfestival geglichen. Es dauerte bis zum 6. Spiel, ehe eine Akteurin ihren Aufschlag durchbringen konnte. Bezeichnenderweise war es Bencic, die mit dem Spielgewinn auf 4:2 stellte und damit die Vorentscheidung im 1. Satz schaffte.
Erneuter Marathon-Match von Wawrinka
Im 2. Einzel war Stan Wawrinka (ATP 157) gegen Flavio Cobolli (ATP 22) gefordert. Wie schon am Vortag gegen Arthur Rinderknech (FRA/ATP 29) war der Romand der klare Aussenseiter, was ihn aber nicht davon abhielt, seinem Widersacher erneut alles abzufordern.
Hatte es gegen Rinderknech noch zur Überraschung gereicht, musste sich Wawrinka Cobolli nach knapp 3 Stunden mit 4:6, 7:6 und 6:7 geschlagen geben. Im 1. Satz reichte dem Italiener 1 Break beim Stand von 4:4, um den Durchgang einzutüten. Anschliessend brachten beide Spieler ihren Service jeweils durch, weshalb zweimal das Tiebreak entscheiden musste.
Das 1. Tiebreak entschied Wawrinka klar mit 7:2 für sich. Enger war es in der 2. Kurzentscheidung, in welcher Wawrinka nach einem 2:5-Rückstand noch auf 4:5 herankam, dann aber die folgenden beiden Aufschläge abgeben musste. Dabei half er mit einem Doppelfehler bei Matchball Cobolli tatkräftig mit.
So geht es weiter
Als Gruppensiegerin steht die Schweiz bereits fix im Viertelfinal. Dort treffen Bencic und Co. auf den Sieger der Gruppe E (Griechenland oder Grossbritannien). Das Duell geht am Mittwoch ebenfalls in Perth in der Abendsession über die Bühne.