Zum Inhalt springen

Header

Video
Zusammenfassung des Finals mit Bronze für Christen
Aus Tokyo 2020 Clips vom 24.07.2021.
abspielen
Inhalt

1. Entscheidung – 1. Medaille Gewehrschützin Christen verblüfft mit Bronze

  • Nina Christen hat die 32. Sommerspiele in Tokio aus Schweizer Sicht optimal lanciert.
  • Die 27-jährige Nidwaldnerin wird im Luftgewehr-Wettkampf über 10 m verblüffende Dritte.
  • Bei ihrer 2. Olympia-Teilnahme zeigt die Schützin Nerven aus Stahl.

Swiss Shooting hat den Olympia-Coup von 2016 wiederholt. Fünf Jahre nach Bronze für Pistolenschützin Heidi Diethelm Gerber in Rio schoss sich Nina Christen ins Rampenlicht. Und zwar startete die Nidwaldnerin gleich bei der allerersten Entscheidung von insgesamt 339 in der japanischen Metropole durch.

Wie damals Diethelm Gerber belohnte sich die 27-Jährige im hochspannenden olympischen Luftgewehr-Final über 10 m mit der bronzenen Auszeichnung. Das Beste an diesem fulminanten Auftakt: Ihre stärkere Disziplin, der 50-m-Dreistellungsmatch, folgt für Christen an den Sommerspielen in einer Woche erst noch. In diesem Wettstreit hatte sie 2016 bei ihrer Olympia-Premiere den starken 6. Rang belegt.

Nina Christen ballt die rechte Faust.
Legende: Freude über Bronze Nina Christen jubelt nach ihrem Coup. Keystone

Insgesamt stehen die Schweizer Schützen bei Olympia nun bei einer Ausbeute von 22 Podestplätzen. Auf das Konto der Frauen, die zuletzt mächtig Aufwind erhielten, gehen 2 Medaillen.

Im Final von Platz 7 auf 3 vorgestossen

Christen zog als Qualifikations-Siebte in die Endausmarchung mit den Top 8 ein und hatte folglich eine Zitterpartie zu überstehen vor ihrem grossen Auftritt im Final. Dort steigerte sich die Zentralschweizerin kontinuierlich und bewies enorme Nervenstärke, nach den ersten 5 Schüssen hatte sie nämlich erst an 7. Stelle gelegen.

Mit einem Total von 230,6 Punkten musste sie letztlich aber nur zwei Konkurrentinnen den Vortritt lassen. Das 1. Tokio-Gold sicherte sich die erst 21-jährige Chinesin Qian Yang (mit olympischem Rekord von 251,8 Punkten) vor der unter neutraler Flagge startenden Russin Anastasia Galaschina.

Extremem Druck standgehalten

In einer ersten Stellungnahme gegenüber Keystone-SDA zeigte sich Christen erstaunt: «Ich weiss noch nicht so richtig wohin mit den Emotionen. Auf dem Podest war es real, jetzt ist es wieder nicht wirklich fassbar.»

Sie verweist auf mässige Trainings vor Ort. «Es scheint, als hätte ich den Wettkampf gebraucht, um besser zu werden. Die ersten Schüsse im Final waren auch alle etwas zu hoch.» Sie sei aber unglaublich stolz, dass sie zwei so solide Schüsse abgeben konnte, als es um die Medaillen ging. «Ich weiss nicht, ob es die schwersten Schüsse meiner Karriere waren. Der Druck war jedenfalls enorm gross. Das war extrem», sagte die Bronzegewinnerin.

SRF zwei, sportlive, 24.07.2021 01:55 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

32 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
    Ich dachte bisher immer, der Preis für einen Sieg im Luftgewehrschiessen über Kürzestdistanzen sei ein Plüschtier. Ernsthaft, 15 Goldmedaillen im Schiessen zeigen, wie aufgebläht die olympischen Spiele sind. Es ist ja ohnehin merkwürdig, dass es in dieser Sportart, Frauen-, Männer und mixed Events gibt. Separate Frauen-Events sollte es nur dort geben, wo Frauen aus physiologischen Gründen (lies weniger Muskelkraft oder Körpergrösse) gegenüber den Männern benachteiligt sind.
  • Kommentar von Herbert Menzi  (hmenzi)
    Wow, was hat diese Freizeitbeschäfigung mit Sport im Sinne von etwas für die Gesundheit, die Stärkung des Körpers und der Kondition zu tun? Vielleicht müsste man in Zukunft die olympischen Spiele dreiteilen: a) Für Sport b) Für einigermassen problemlose Freizeitbeschäfigungen / spez. Fähigkeiten c) Für destruktive "Sport"arten wie z. B. das Herumrasen mit Hilfe von Lärmvehikel als Anschaungsuntericht, was im doppelten Sinne zeigt, was unsportlich bedeutet, heute zum Glück noch nicht "olympisch"
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Herbert Menzi: vielleicht nehmen Sie sich doch noch die Mühe und schauen hin, um was es hier geht; wie Frau Christen arbeitet, an allen Details an Leib, Seele und Geist feilt. Dies im übrigen im Rahmen unserer geschätzten CH-Armee. Da die Freizeit nicht mehr für ihr Biologie-Studium reichte, hat sie auch diese noch Ihrem Sport zugeordnet. Ihr Beitrag hier dagegen ist so etwas von uninformiert unsportlich, dass es eigentlich noch nicht einmal für's Freizeitschreiben reicht.
    2. Antwort von Andres Schmid  (Resus)
      Oh, ein Sparkommentar!
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Super, ganz herzliche Gratulation - Topleistung, grosse Nervenstärke, ganz, ganz toll!