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Zusammenfassung Vergé-Dépré/Heidrich - Graudina/Kravcenoka
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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2. Medaillenchance genutzt Vergé-Dépré/Heidrich jubeln über Olympia-Bronze

  • Das Beachvolleyball-Duo Anouk Vergé-Dépré/Joana Heidrich holt in Tokio Olympia-Bronze.
  • Im Spiel um Platz 3 setzen sich die Schweizerinnen mit 21:19, 21:15 gegen die Lettinnen Tina Graudina/Anastasija Kravcenoka durch.
  • Es ist das erst 2. olympische Edelmetall für die Schweiz im Beachvolleyball, das 1. bei den Frauen.
  • Gold holt das US-Duo April Ross/Alix Klineman.

Es ist geschafft: Nur 24 Stunden nach der Halbfinal-Klatsche schlagen Anouk Vergé-Dépré/Joana Heidrich zurück und belohnen sich für ein tolles Turnier mit Olympia-Bronze. Es ist eine Medaille mit historischem Charakter: Nie zuvor seit der Einführung von Beachvolleyball bei Olympia 1996 in Atlanta hatte es ein Schweizer Frauen-Team geschafft, Edelmetall zu holen.

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Die Livehighlights im Bronzespiel zwischen der Schweiz und Lettland
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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Bis zu diesem 6. August 2021 waren Patrick Heuscher/Stefan Kobel 2004 in Athen die einzigen Schweizer Medaillen-Gewinner im Beachvolleyball für Swiss Volley gewesen (ebenfalls Bronze).

Sicherheit wiedergefunden, Stärken ausgespielt

Vergé-Dépré/Heidrich fanden im Shiokaze Park in Tokio gut ins Bronze-Spiel gegen Graudina/Kravcenoka. Nach einer ausgeglichenen Startphase gelang es dem Schweizer Gespann, sich Mitte des 1. Umgangs leicht abzusetzen. Auch, weil Heidrich am Block einen wesentlich besseren Tag erwischte als noch am Donnerstag im Halbfinal. Die Lettinnen liessen zwar nicht abreissen und kamen noch einmal bis auf 19:20 heran, doch im 3. Anlauf klappte es für die beiden Schweizerinnen mit dem Gewinn des Startsatzes.

Heidrich/Vergé-Dépré verzichten auf EM

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Anders als in anderen Sportarten geht die Saison im Beachvolleyball nach den Olympischen Spielen nahtlos weiter. Kommende Woche stehen in Wien die Europameisterschaften im Programm. Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré, letztes Jahr Goldmedaillengewinnerinnen im lettischen Jurmala, verzichten jedoch auf die Titelverteidigung. «Wir hätten den EM-Titel gerne verteidigt, aber rein vom Kopf und vom Körper her ist das nicht möglich. Wir sind froh um ein paar Tage Pause», so Heidrich. Im Turnier der Frauen wird die Schweiz damit von Nina Betschart/Tanja Hüberli und Esmée Böbner/Zoé Vergé-Dépré vertreten.

Mit der Führung im Rücken löste sich die Anspannung bei Vergé-Dépré/Heidrich endgültig. Auf der anderen Seite leisteten sich Graudina/Kravcenoka immer öfters leichte Fehler. So zogen die Schweizerinnen schon früh im 2. Satz vorentscheidend davon.

13. Medaille für Schweizer Delegation in Tokio

Mit dem Bronze-Gewinn vor Augen schlichen sich auch bei Vergé-Dépré/Heidrich noch ein paar Ungenauigkeiten ein, doch das Polster reichte aus, um den Sack zuzumachen. Es war schliesslich Vergé-Dépré, die nach 44 Minuten und beim Stand von 20:15 den Ball zum Sieg im gegnerischen Feld platzierte.

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Der Matchball und die Jubelszenen
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Dank Vergé-Dépré und Heidrich macht die Schweiz an den Sommerspielen in Japan neu bei 13. Medaillen Halt. Seit dem vorletzten Edelmetall-Gewinn sind inzwischen knapp 5 Tage vergangen. Belinda Bencic und Viktorija Golubic hatten am Sonntagvormittag Silber im Tennis-Doppel gewonnen.

Ross krönt ihre Karriere mit Olympia-Gold endgültig

Im Kampf um den Olympiasieg behielten die US-Amerikanerinnen April Ross/Alix Klineman im Duell mit Mariafe Artacho del Solar/Taliqua Clancy die Oberhand. Die Halbfinal-Bezwingerinnen von Vergé-Dépré/Heidrich entschieden den Final souverän mit 21:15, 21:16 für sich.

Damit krönt Ross ihre grosse Karriere. Nach Silber 2012 in London und Bronze 2016 in Rio de Janeiro sichert sich die 39-Jährige mit ihrer neuen Partnerin doch noch Olympia-Gold.

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Kurz-Zusammenfassung Ross/Klineman - Artacho del Solar/Clancy
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SRF zwei, sportlive, 06.08.2021, 01:55 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
    Die Damen hätten wegen unsportlichkeit disqaulifiziert und die Medaille aberkannt
    werden müssen. Da regt man sich in der Schweiz auf, wenn Nole mal auf dem Platz pupst.
    Aber typisch irgendwie
    1. Antwort von Dominique Schurtenberger  (Schurti)
      Wie fast immer bei Ihnen: viel Meinung, wenig Ahnung.
    2. Antwort von Rolf Hartmann  (Nasowas60)
      sie wissen gar nicht wie recht Sie haben! Was sich diese Damen an Unsportlichkeit auch hinter den Kulissen geleistet haben, geht auf keine Kuhhaut!! Einfach nur beschämend!
    3. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Hartmann: waren Sie hinter den Kulissen der zwei Frauen dabei? Wie war's denn dort? Auch heiss?
  • Kommentar von Lukas Schaub  (Lukas M. Schaub)
    Ohne schreien wäre mehr drinn gewesen.
  • Kommentar von Seppli Moser  (Moser)
    Schreien bevor der Partner schlägt empfinde ich als Ablenkungs-oder Störmanöver für die Gegner. bisschen unfair
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Seppli Moser: da ich mitbekommen habe, wie sehr an dem Schreien gearbeitet worden ist: eben nicht die Gegnerinnen anschreien, sondern eine Teambegleiterin, habe ich jetzt das Spiel noch einmal angeschaut. Alle rufen vor dem Aufschlag der Partnerin noch ein Positions-Wort zu. Da verwechseln sie jetzt etwas. Aber nach den Ballwechseln hat sie wirklich (fast) nur zur Seite zu den Betreuenden hinübergeschrieen. Das war so abgemacht.