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Die Vorläufe stehen an Kambundji: Klappt es bei der dritten Teilnahme mit dem Final?

Mujinga Kambundji liebäugelt in Tokio mit Finalteilnahmen. Der erste Schritt steht am Freitag mit den Vorläufen über 100 m an.

Mujinga Kambundji
Legende: Klappt es mit der Finalteilnahme? Mujinga Kambundji. Keystone

Mujinga Kambundji startet am Freitagmorgen mit den Vorläufen über 100 m in ihr 3. Olympia-Abenteuer. Die Chancen auf einen Exploit in Form einer Medaille stehen dabei besser als noch in London und Rio. Denn die Leistungs-Entwicklung der 29-Jährigen scheint noch immer nicht abgeschlossen zu sein.

Wäre sie vor einem Monat an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal beim 100-m-Lauf in der Beschleunigungsphase nicht kurz aus dem Tritt gefallen, dann läge der nationale Rekord nun unter 10,95 Sekunden und auch die Jahres-Weltbestenliste (26., 11,05) würde widerspiegeln, dass die Fahnenträgerin in Tokio zumindest zu den Kandidatinnen auf eine Final-Teilnahme zählt.

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Die 100m-Vorläufe der Frauen finden am frühen Freitagmorgen zwischen 05:15 und 06:03 Uhr statt. Auf SRF zwei und im Olympia-Player auf srf.ch/sport sowie in der SRF Sport App verpassen Sie keinen Lauf der drei Schweizerinnen.

«Im Final ist alles möglich»

«Eine olympische Medaille ist immer ein Traum. Aber es ist schwer zu sagen, ob ich das erreichen kann. Es wäre schon unglaublich, in einem Final zu stehen», sagt Mujinga Kambundji. «Danach ist alles möglich», fügt sie an. Das Anhängsel ist keine Floskel. 2019 an den Weltmeisterschaften in Doha nutzte die Bernerin die Gunst der Stunde. Obwohl sie nicht ganz an die Zeit herankam, die ihr 2018 an der EM in Berlin einen der drei 4. Ränge eintrug, reichte es für WM-Bronze über 200 m.

Video
Archiv: Kambundji sprintet zu WM-Bronze
Aus Sport-Clip vom 02.10.2019.
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Nachdem die Tochter eines Kongolesen und einer Schweizerin 2012 in London nur in der Staffel angetreten war – mit einem Ausscheiden in den Vorläufen – und in Rio 2016 über 100 und 200 m in die Halbfinals kam, stiess sie 2018 in eine neue Dimension vor. Sie durchbrach im Sommer vor drei Jahren die Schallmauer von 11 Sekunden, nachdem sie im Winter an der Hallen-WM über 60 m Bronze gewonnen und damit als erste Schweizer Athletin eine Medaille im Sprint bei weltweiten Elite-Titelkämpfen geholt hatte.

Wo liegen die Grenzen?

«Ich weiss immer noch nicht wirklich, wozu ich über die 100 m fähig bin», sagt die Athletin, die ihre Trainingsbasis wieder in die Nähe ihres geografischen Lebensmittelpunkts verlegt hat. Sie trainiert weiterhin unter der bewährten Anleitung von Adrian Rothenbühler in Bern. «Auch bei den 200 m spüre ich, dass Potenzial da ist, auch wenn es im zweiten Teil des Rennens noch Details zu verbessern gibt.»

Im Schweizer Team stehen am Freitag neben Kambundji auch Ajla del Ponte und Salomé Kora am Start. Sowohl für die Tessinerin als auch für die St. Gallerin sind es nach Rio 2016 die zweiten Olympischen Spiele. Nach dem verpassten Finaleinzug mit der Staffel vor 5 Jahren stehen die Sprinterinnen in Tokio erstmals auch über 100 m im Einsatz.

SRF zwei, sportlive, 29.07.2021, 02:00 Uhr;

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