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Enttäuschung für die Schweizer Springreiter
Aus Tokyo konpakuto vom 04.08.2021.
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Einzel-Entscheidung im Reiten Mändli fällt früh, Fuchs erst spät aus der Entscheidung

  • Im Springreiten sticht keiner der Schweizer Trümpfe: Martin Fuchs und Beat Mändli verpassen das Stechen und damit die Medaillen.
  • Fuchs werden die letzten beiden Hindernisse zum Verhängnis.
  • Den Olympiasieg holt sich der Brite Ben Maher.

Nichts ist es geworden mit der insgesamt 6. Schweizer Olympia-Medaille im Einzel-Springreiten. Weder Martin Fuchs noch Beat Mändli vermochten am Mittwoch ihr volles Potenzial abzurufen. Beide Schweizer Finalisten – Steve Guerdat war bereits in der Quali hängen geblieben – verpassten das Stechen klar und konnten nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Fuchs scheitert am zweitletzten Hindernis

Der Zürcher Oberländer Fuchs war auf Clooney drauf und dran, den Parcours wie schon am Tag zuvor in der Quali ohne Fehler zu absolvieren. Doch am zweitletzten Hindernis kam der fatale Abwurf. Mit der Vorhand bugsierte Clooney eine Stange zu Boden.

Ich habe mein Pferd im Stich gelassen.
Autor: Martin Fuchs

Fuchs, die Weltnummer 2, ärgerte sich nach seinem Ritt: «Ich habe versagt und mein Pferd im Stich gelassen.» Anders als geplant habe er vor dem zweitletzten Hindernis sechs statt fünf Galoppsprünge gemacht. «Doch so bin ich zu nahe ans Hindernis herangeritten und Clooney hat mit den Vorderbeinen touchiert», analysierte Fuchs.

Beim letzten Sprung leistete sich Fuchs dann einen zweiten Abwurf. Dieser wäre jedoch nicht passiert, wäre er noch auf Kurs Nullfehlerritt gewesen, versicherte Fuchs. Am Ende resultierte für ihn mit 8 Fehlerpunkten der enttäuschende 16. Schlussrang.

Mändli gibt den Wettkampf auf

Weit früher als Fuchs war Mändli aus der Entscheidung gefallen. Dem in den USA wohnhaften Schaffhauser unterlief am siebten Hindernis der erste Fehler. Danach geriet der Sprung von Dsarie am Wassergraben zu kurz. Nach einem weiteren Abwurf gab Mändli den Wettkampf auf.

«Nach dem ersten Fehler wollte ich Tempo machen und hatte dadurch eine schlechte Distanz beim Wasser. Danach war die Sache gelaufen», erklärte Mändli.

Maher holt sich die Goldmedaille

Die Medaillen machte ein fehlerfreies Sextett unter sich aus. Nicht weniger als drei Teilnehmer im Stechen kamen aus Schweden und zur Freude der Japaner war mit Daisuke Fukushima auch ein Einheimischer vertreten. Er wurde Sechster.

Olympiagold holte sich Topfavorit Ben Maher, der auf Explosion W schon die Qualifikation dominiert hatte. Der Brite blieb wie auch seine fünf Konkurrenten im Stechen fehlerlos, ritt aber die schnellste Zeit. Peder Fredericson auf All In gewann für Schweden Silber (+ 0,17), der Niederländer Maikel van der Vleuten (Beauville Z) holte Bronze (+ 1,05).

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Mahers Ritt zur Goldmedaille
Aus Tokyo 2020 Clips vom 04.08.2021.
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Trotz der Enttäuschung im Einzel haben die Schweizer Springreiter in Tokio noch eine Chance auf Edelmetall. Am Samstag geht es im Team um die Medaillen (Quali am Freitag). In Tokio besteht eine Mannschaft nur noch aus drei Paaren, dafür gibt es keine Streichresultate mehr.

SRF zwei, sportlive, 4.8.21, 12:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Domi Becker  (die etwas andere Sichtweise)
    Hmmm, für ich gehört eh kein Reiter auf ein Pferd sondern nur Kräuterbutter...
    Das war ein Scherz ;) Wünsche natürlich allen viel Erfolg!
    1. Antwort von Kim Hansson  (Freddy Tobler)
      Eigentlich weder noch, Pferde sind hochsensible Wesen, höchst emphatisch und sozial, sogar noch mehr als Schweine. Für mich gehört der profesionelle Reitsport verboten. Aber eben, wir menschen nehmen uns als unersetzlich wichtig war und beuten vermutlich noch für eine ganze Weile Tier und Natur aus... bis über unsere Ära geredet wird wie wir uns heute über die Zeit der Sklaverei echauffieren: wie konnte man nur, ich hätte bestimmt nicht... die rechtfertigung der Masse macht es möglich.
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Mir fällt auf: einige der im voraus Hochgelobten, mit Medaillen-Erwartungen geschmückten, sind da nicht so "mittendrin": Jetzt die Springreiter, vorher z.B. die Fechter. Wenn ich Tage bis jetzt überblicke, freue ich mich in der Tat über vieles, auch einiges, das ich so nicht erwartet habe: allen voran die Tennisfrauen! und z.B. die zwei Schwimmer. Ganz besonders finde ich auch die Diplom-Plätze: z.B. Triathlon, Turnen. Ich finde weiter, Daumendrücken ist wichtiger als Erwartungen zu schüren.
    1. Antwort von Philipp Spuhler  (PSp)
      Auf den Tag X die Leistung zu erbringen die zu einer Medaille oder zu einem Diplom reicht ist schwer Planbar und je mehr Druck sich der Athlet selber macht, desto weniger geht es.
      So viel Medaillen wie die Schweizer an dieser Sommer-Olympiade bisher gewannen, gewannen sie seit 1952 in Helsinki nicht mehr.
      Ich bin echt überrascht von den vielen unerwarteten Erfolgen der Schweizer-Sportler'innen.
      Genau Frau Meili, Daumendrücken ist wichtiger als Erwartungen zu schüren ;-)