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Zusammenfassung 4x100-m-Staffel
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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Gold-Jubel bei Jamaika Schweizer Frauen-Staffel schrammt über 4x100 m an Bronze vorbei

  • Die Schweizer Frauen-Staffel läuft bei Olympia in Tokio über 4x100 m auf den 4. Rang.
  • Zwei Zehntel fehlen Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salomé Kora für den Sprung aufs Podest.
  • Gold geht an Jamaika, Silber an die USA und Grossbritannien holt Bronze.

Dieser verflixte 4. Platz. Nach den Weltmeisterschaften 2019 in Doha und den Europameisterschaften in Berlin von 2018 landete die Schweizer 4x100-m-Staffel der Frauen auch an den Olympischen Spielen in Tokio auf der undankbaren Position neben dem Podest.

In 42,08 Sekunden mussten sich Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salomé Kora dem britischen Staffel-Quartett im Kampf um Bronze um zwei Zehntel geschlagen geben.

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Schweizer Quartett läuft in der Staffel auf Platz 4
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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«Hätten schneller laufen können»

Eine unsaubere Stabübergabe beim letzten Wechsel von Kambundji auf Kora kostete die Schweizerinnen womöglich eine bessere Klassierung. Gold sicherten sich die Topfavoritinnen aus Jamaika in 41,02 Sekunden vor den USA.

Die Enttäuschung unmittelbar nach dem Rennen wog bei den Schweizerinnen schwer: «Wir denken alle, dass wir schneller hätten laufen können», so Kambundji. Der letzte Wechsel sei nicht ideal gewesen. «Die Chance war da, aber es braucht auch Glück, heute war dieses vielleicht nicht auf unserer Seite», sagte Del Ponte.

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«Sind enttäuscht»: Die Schweizer Frauen-Staffel im Interview
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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Mit Landesrekord qualifiziert

Am Mittwoch hatte sich das Quartett mit einer Marke von 42,05 in den Final gekämpft und dabei sogleich den Schweizer Landesrekord um 13 Hundertstel gesenkt.

Auch wenn der historische Erfolg mit der ersten Schweizer Leichtathletik-Olympiamedaille seit 1988 ausblieb, dürfen die vier Sprinterinnen erhobenen Hauptes die Heimreise in die Schweiz antreten. Allein der Finaleinzug war ein grosser Achtungserfolg – und kein zufälliger. Del Ponte und Kambundji hatten bereits über 100 m und einem Ergebnis in den Top 6 verblüfft.

SRF zwei, Olympia live, 6.8.21, 15:20 Uhr;

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Rudolf Wehrli  (wehrl@hrw.ch)
    Frau Denth: Natürlich braucht‘s für den Wechsel zwei. Kambundji war nach ihrem Monsterprogramm froh um jeden Meter, den sie nicht zu viel laufen musste. Tatsache ist, dass sie als Dritte den Wechselraum erreichte u Kora sich zuwenig präzis auf die Ankunft einstellte (was ihr Job
    gewesen wäre). Vielmehr hat sie sich tendenziell von der Amerikanerin vom
    schnelleren Team auf der Nebenbahn irritieren lassen. Der matchentscheidende Effekt war: Kora musste bremsen, während das Mittelfeld vorbeizog.
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Vorbeigeschrammt ist bei zwei Zehnteln und einer nötigen, noch nie gelaufenen Zeit sehr optimistisch ausgedrückt. Sie waren gut. Für ihre verhältnisse sogar sehr gut. Aber eben nicht auf dem Stand, gegen die Engländerinnen um Bronce zu kämpfen. Auch diese hätten wohl noch schneller rennen können. Für einen dritten Rang muss eine der top Nationen patzern.
  • Kommentar von Hans Rudolf Wehrli  (wehrl@hrw.ch)
    Kambundji kam als Dritte zum letzten Wechsel. Kora lief zu früh (mit der Amerikanerin) los u konnte mit aufwendigen Manöver nur noch knapp erreicht werden, Sie lief alsdann hervorragend u eroberte auf der Ziellinie noch den vierten Platz. Der Fehler kostete in der Endabrechnung drei Zehntel und damit
    die Bronzemedaille, die bis dahin sicher schien.
    1. Antwort von Monika Denth  (Denth)
      Ich habe mir das Video mehrmals angeschaut und bin der Meinung und das lässt sich auch mit Messungen im Ablauf bestätigen, dass Kambundji als "Kurvenläuferin" mindestens 2.15 m (mit einer speziellen Software im Film ausgelesen!) auf ihr Kontrahentinnen verloren hat. Dieser von Kambundji eingehandelte Rückstand konnte Kora auf der Schlussgeraden nicht mehr aufholen. Schade! Was ich damit sagen will, Kambundji war an diesem Tag die "Schwächste" im Team.