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Zusammenfassung Frauen-Marathon
Aus Tokyo 2020 Clips vom 07.08.2021.
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Sieg an Kenianerin Jepchirchir Schlumpf erstaunt beim Olympia-Marathon als Zwölfte

  • Fabienne Schlumpf glückt im Hitze-Marathon bei den Sommerspielen mit Rang 12 eine vorzügliche Leistung.
  • Der Schweizer Teamkollegin Martina Strähl werden als 51. die Grenzen aufgezeigt.
  • An der Spitze distanziert Olympiasiegerin Peres Jepchirchir ihre kenianische Landsfrau Brigid Kosgei um 16 Sekunden.

Das beschauliche Belp war Anfang April der Schauplatz von Fabienne Schlumpfs Marathon-Debüt. Ihr erst 2. Rennen über 42,195 km bestritt die Zürcherin auf einer ungleich grösseren Bühne: Beim Olympia-Marathon in Sapporo auf der nordjapanischen Insel Hokkaido.

Früh um 6 Uhr morgens Lokalzeit mussten die Ausdauersportlerinnen los – und damit kurzfristig noch eine Stunde eher als ursprünglich geplant. Nur so war es zumutbar, bei den unangenehm hohen Aussentemperaturen zu laufen.

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Abkühlung nötig: Zu diesen Massnahmen griffen die Läuferinnen
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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Schlumpf taucht zu Beginn ganz weit vorne auf

Schlumpf zeigte sich unbeeindruckt von diesen herausfordernden Bedingungen bei über 30 Grad Celsius, und die Disziplinen-Umsteigerin (ehemals 3000 m Steeple) benötigte erstaunlicherweise keine Angewöhnungszeit. Sie startete animiert ins Rennen und hielt sich von Beginn weg wacker in der Spitzengruppe auf.

Erst kurz vor Rennhälfte und bei einer Tempoverschärfung konnte die grossgewachsene 30-Jährige den Kontakt mit den Top 11 nicht mehr ganz halten und musste leicht abreissen lassen. Dank regelmässigem Tempo und guter Einteilung ihrer Kräfte durfte sie bis fast zum Schluss mit einem Top-10-Ergebnis liebäugeln.

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Schlumpf: «Alles hat so funktioniert wie geplant»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 07.08.2021.
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Am Ende wurde es in einer Zeit von 2:31:36 Stunden der bemerkenswerte 12. Schlussrang für Schlumpf – mit einer Differenz von 22 Sekunden auf die Zehntklassierte und einem Rückstand von 1:23 Minuten auf Platz 8 und damit auf ein Diplom.

Martina Strähl, die 2. Schweizerin am Start, musste sich von Anfang an in einem ganz anderen Umfeld orientieren und konnte im Gegensatz zu Schlumpf keine Akzente setzen. Immerhin gewann die Berglauf-Spezialistin auf den letzten Kilometern noch ein paar Positionen und belegte bei einer Endzeit von 2:39:25 Stunden Rang 51.

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Martina Strähl: Gezeichnet im Ziel
Aus Tokyo 2020 Clips vom 07.08.2021.
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Kenianischer Doppelsieg und das Ausrufezeichen einer Amateurin

An der Spitze fiel die Vorentscheidung bei der 37,5-km-Marke, als sich das kenianische Duo Peres Jepchirchir und Brigid Kosgei absetzen konnte. Im Finish hatte die 27-jährige Jepchirchir die leicht besseren Reserven und konnte der Weltrekordhalterin und 4-fachen Weltmeisterin 16 Sekunden abnehmen. In 2:27:20 Stunden holte die Schnellste bis ins Ziel 4:16 Minuten auf Schlumpf heraus.

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Zieleinläufe der Schnellsten & von Schlumpf (mit Live-Kommentar)
Aus Tokyo 2020 Clips vom 07.08.2021.
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Mit insgesamt 26 Sekunden Rückstand erkämpfte sich die Amerikanerin Molly Seidel den 3. Podestplatz. Die 27-Jährige lieferte dabei die Feel-Good-Story des Tages, gehört sie doch nicht zum Kreis der Profiathletinnen. Und die Bronzegewinnerin brachte erst ihren 3. Marathon ins Ziel.

SRF zwei, sportlive, 06.08.2021 22:55 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Hofstetter  (hofi)
    So bald ein Kommentar nur ansatzweise SRF kritisiert, wird er nicht veröffentlicht. Eine erbärmliche Haltung in Bezug auf die Meinungsfreiheit.
    1. Antwort von Jo Egli  (Jolly)
      Ist leider so, aber wo ist schon alles Gold was glänzt !
  • Kommentar von Christian Hofstetter  (hofi)
    Herzliche Gratulation für diese Superleistung Fabienne Schlumpf. Drittbeste Europäerin zu sein, ist - und dies erst im zweiten Marathon - eine grossartige Leistung. Wieso gibt es von SRF kein Interview mit Fabienne Schlumpf? Mir scheint, dass diese Leistung nicht genug gewürdigt wird.
    1. Antwort von SRF Sport (SRF)
      @Christian Hofstetter Guten Tag, Sie finden das Interview mit Fabienne Schlumpf nun auf unserer Webseite. Sportliche Grüsse.
  • Kommentar von Michel Wyss  (Michel Wyss)
    Die von der SDA verbreitete Falschmeldung, Molly Seidel sei Amateurin, stimmt natürlich nicht. Sie ist Profi-Läuferin (für Puma) und wurde im Übrigen letztes Jahr Zweite bei den US Olympic Trials (ihrem Marathon-Debüt).
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Puma hat sich diesen Rohdiamanten gleich unter den Nagel gerissen.Nach dem Puma im Running Bereich jahrelang total weg vom Fenster war, haben sie mit neuen und innovativen Produkten den Anschluss an Asics, Nike, Adidas usw. geschafft. Diese Bronzemedaille ist für Puma, vor allem in den USA, Gold wert.
    2. Antwort von Ueli Feuz  („Üeu“)
      Falsch! Arbeitet immer noch zeitweise, halbtags in einem Coffeeshop!
    3. Antwort von Hans Peter  (Byron)
      @MW: Sie haben sicher insofern recht, als dass MS zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr als "Amateurin" unterwegs ist. Den Puma Vertrag unterzeichnete sie offensichtlich im Januar. Ihre Marathonkarriere ist ja noch relativ jung, wie Sie richtig schreiben startete Sie erst im vergangenen Jahr das erste Mal offiziell über diese Distanz. Denkbar, dass sie davor durchaus in Nebenjobs gearbeitet hat (Babysitterin und Barrista) um das nicht gerade luxuriöse Läuferinnenleben zu finanzieren.