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Stahl: «Wir müssen analysieren, was wir gut gemacht haben»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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Swiss-Olympic-Boss bilanziert Stahl: «Ein solches Ergebnis habe ich mir nicht einmal erträumt»

Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl ordnet den Erfolg der Schweizer Delegation in Tokio ein.

13 Mal Edelmetall, dies die imposante Schweizer Bilanz in Tokio kurz vor Schluss. Eine zweistellige Zahl an Medaillen an Sommerspielen schaffte die Schweiz letztmals 1952 in Helsinki, als es 14 Podestplätze gegeben hatte. Dass Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, mit der Ausbeute sehr zufrieden ist, versteht sich von selbst.

«Ich bin nicht wirklich überrascht, dass die Zahl zweistellig ist. Aber dass sie so deutlich zweistellig ist, freut mich ausserordentlich für unsere Athletinnen und Athleten – und deren Umfeld, das dazu beigetragen hat», so Stahl am Freitag. Auf den Lorbeeren ausruhen will er sich freilich nicht. «Wir werden sehr genau analysieren, was wir gut und was wir nicht so gut gemacht haben – nur so kann man sich auch verbessern.»

Gute Förderung in der Schweiz

Die gewonnenen Medaillen kommen allerdings aufgrund von optimierten Rahmenbedingungen nicht von ungefähr. Einerseits wurden unter anderem im Bereich der Vereinbarkeit von Sport und Schule respektive Studium/Beruf Fortschritte erzielt. Zudem erfuhr die Spitzensportförderung der Armee einen massiven Ausbau.

Seit Juni 2010 profitieren 18 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler jeweils während eines Olympia-Zyklus' von einer 50-Prozent-Anstellung als Zeitmilitär.

Mehr Gelder für den Sport

Des Weiteren stehen seit 2018 für den Spitzensport 30 Millionen an zusätzlichen Geldern von Bund und Kantonen zur Verfügung. Diese Aufstockung erfolgte, weil unter anderem der Schweizer Olympia-Missionschef Ralph Stöckli nach den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro, wo es 7 Medaillen gab, mehr finanzielle Mittel gefordert hatte.

Die Gesellschaft braucht fitte Leute. Überdies ist Sport mehr als sich bewegen und sich messen. Er ist Ausdruck von Lebensfreude, im Wissen, dass es auch viele Enttäuschungen gibt.

Sport ist Lebensfreude

Dass die Sommerspiele trotz der schwierigen Situation für die Beteiligten sicher durchgeführt werden, darüber ist Stahl äusserst froh, denn die Jungen bräuchten Vorbilder, denen sie nacheifern könnten.

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Stahl: «Wir werden von den goldenen Tagen von Tokio sprechen»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 06.08.2021.
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Die mit den Erfolgen verbundenen positiven Emotionen sind für ihn ein gutes Fundament, um den Sport in der Politik noch besser zu positionieren, dessen Bedeutung «noch etwas verständlicher in den politischen Alltag einzubringen und die Wirtschaft mitzunehmen. Die Gesellschaft braucht fitte Leute. Überdies ist Sport mehr als sich bewegen und sich messen. Er ist Ausdruck von Lebensfreude, im Wissen, dass es auch viele Enttäuschungen gibt.»

Tokio wird in bester Erinnerung bleiben

Das Coronavirus hat die Spiele in Tokio stark geprägt, dennoch denkt Stahl nicht, dass man in Zukunft von «Covid-Spielen» sprechen werde. Viel eher würden die sportlichen Erfolge nachhallen. Stahl ist überzeugt: «Wir werden über die goldenen Tage von Tokio sprechen.»

SRF zwei, Olympia live, 6.8.2021, 10:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Es waren wirklich tolle Spiele. Erwartungen wurden übertroffen, teilweise knapp nicht erfüllt, oder für den Sportler/die Sportlerin enttäuschend nicht. So viele Jahre auf ein Ereignis hin arbeiten, am Tag x alles zu geben, erfolgreich sein, was für ein Gefühl. Auch enttäuschte Athlet*innen haben ihr Bestes gegeben, es hat halt nicht gereicht. An Olympia sind nun mal die ersten drei Plätze massgebend. Ich finde auf ein Diplom darf man genau so stolz sein. Es bedeutet ich gehöre zu den Weltbesten.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Durchwegs super und beeindruckende Leistungen unserer Olympia Sportler/innen und das Querbeet und wir über das Erreichte sehr stolz sein!
  • Kommentar von Rolf Albisser  (Rolf Albisser)
    Es ist toll, was die Schweizer Olympiniken in Tokio erreicht haben. Aber ein Vergleich mit Helsinki 1952 ist völlig absurd. 1952 gab es vermutlich nur die Hälfte der heutigen Wettbewerbe und die Schweizer Delegation war auch nur halb so gross. Also müssten die Schweizer heute doppelt so viele Medaillen nach Hause bringen um einen echten Vergleich zu haben
    1. Antwort von Reto Frischknecht  (refrisch)
      @ Rolf Albisser, die Leistungsdichte hat enorm zugenommen seit 1952, was ein Faktor ist, der die Leitungen von heute höher zu bewerten sind als vor 70 Jahren. Einen echten Vergleich herbeizurechnen funktioniert sowieso nicht, doch könnte sich die höhere Leistungsdichte und die Tatsache, dass es immer mehr Wettbewerbe gibt, von der Bedeutung her wieder neutralisieren. Kurzum, die Anzahl Medaillen zu vergleichen ist gar nicht so verkehrt.
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Es gibt aber heute auch viel mehr Nationen die Medaillen gewinnen können. Für unser winziges Land sind 13 Medaillen ein riesiger Erfolg. Deutschland beispielsweise müsste, gemessen an der Gesamtbevölkerung, 130 Medaillen gewinnen, um gleich gut wie die Schweiz zu sein.