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Zusammenfassung Final 200 m
Aus Tokyo 2020 Clips vom 03.08.2021.
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Thompson-Herah mit Fabelzeit Kambundji wird 7. und verpasst weiteren Schweizer Rekord

  • Mujinga Kambundji beendet den Olympia-Final über 200 m als 7. Sie bleibt mit 22,30 Sekunden 4 Hundertstel über ihrem Schweizer Rekord.
  • Den Olympiasieg holt sich Elaine Thompson-Herah (JAM) in überragenden 21,53 Sekunden. Sie stellt die zweitschnellste jemals gelaufene Zeit über diese Distanz auf.
  • Silber geht an die überraschende Namibierin Christine Mboma, Bronze an Gabrielle Thomas (USA).
  • Shelly-Ann Fraser-Pryce (JAM) geht leer aus.

In einem Rennen auf äusserst hohem Niveau konnte Mujinga Kambundji im Final über 200 m für einmal nicht ganz über sich hinauswachsen. Die Bernerin musste in 22,30 Sekunden mit Rang 7 vorliebnehmen. Sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinal hatte sie ihren Schweizer Rekord von 22,26 Sekunden zweimal egalisiert.

«Es war sicher nicht der perfekte Lauf. Die Kurve war wohl nicht ganz so gut», bilanzierte Kambundji nach ihrem dritten Final bei einem Wettkampf der absoluten Weltspitze. Am Schluss habe sie dann nicht mehr aufdrehen können.

Dennoch zeigte sich die 29-Jährige mit ihren bisherigen Leistungen an den Olympischen Spielen zufrieden. Nach Rang 6 über 100 m war der Final über die halbe Bahnrunde bereits ein Erfolg. «Das Niveau über 200 m ist wirklich sehr hoch dieses Jahr. Deshalb bin ich froh, habe ich es geschafft.»

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Kambundji schlägt sich über 200 m wacker – Thompson-Herah ultraschnell
Aus Tokyo 2020 Clips vom 03.08.2021.
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Thompson-Herah trägt sich in die Geschichtsbücher ein

Einen Traumlauf legte Elaine Thompson-Herah hin. Die jamaikanische Titelverteidigerin von Rio lief in 21,53 Sekunden überlegen zu Gold. Sie ist neu die schnellste lebende Frau über die 200 m. Nur Weltrekordhalterin Florence Griffith-Joyner ist je schneller gelaufen: 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul (21,34 Sekunden).

28 Hundertstel hinter Thompson-Herah, die in Tokio bereits über 100 m triumphiert hatte, lief die Namibierin Christine Mboma überraschend zu Silber, Gabrielle Thomas (USA) sicherte sich mit 34 Hundertstel Rückstand auf die Siegerin Bronze.

Etwas überraschend nicht in die Medaillenränge lief Shelly-Ann Fraser-Pryce. Die Silbermedaillen-Gewinnerin über 100 m verpasste das Podest als Vierte um 7 Hundertstel.

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Kambundji: «War nicht der perfekte Lauf»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 03.08.2021.
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SRF zwei, sportlive, 03.08.2021, 14:50 Uhr;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Meine Heldin dieses Rennens ist Christine Mboma. Ein miserabler Start und dann ein Endspurt der Sonderklasse. Schauen Sie genau hin, einfach unglaublich, was sie da auf der Zielgeraden noch auspackt. 0,19s unter dem 33-jährigen Weltrekord mit dem heutigen Material und dies in Topform, mit einer Goldmedaille im Sack und einem Traumstart? Hätte die unglaubliche CM einen einigermassen guten Start erwischt, dann wäre diese Goldmedaille nicht nach Jamaika gegangen. Gratuliere, Fr. Kambundji!
    1. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      Christine Mboma ist eigentlich 400m-Läuferin, doch wurde bei ihr ein zu hoher Testosteron-Wert festgestellt (wie bspw. auch bei Caster Semenya), weshalb sie derzeit über 400m, 800m und 1'500m nicht startberechtigt ist. Nach wie vor ein ungelöstes Problem in der Leichtathletik. Und vorallem kann es gar keine befriedigende Lösung geben, egal wie die Regularien lauten.
  • Kommentar von Scott Lawson  (Scott)
    Wer den Artikel kritisiert, müsste der Konsistenz halber auch Kambundji und den Trainer Rothenbühler kritisieren, da beide das Rennen als nicht perfekt bezeichnet haben. Ich persönlich glaube Kambundji ist u.a. deshalb so stark, weil sie selbstkritisch ist und sich immer steigern möchte (ich und viele andere könnten sich daran ein Beispiel nehmen). Fun fact: das Wort „Fan“ stammt vom Wort „fanatisch“.
  • Kommentar von Adrian Sommer  (Asomm)
    Liebes SRF: Geht doch selber mal auf die Bahn und sprintet mal.... Es ist wohl so das Reporter und Journalisten eine falsche Narrenfreiheit geniesen können... Habe selber Leichtathletik betrieben und die Unterstützung war gleich null.. Wiso? Weil kein Geld vorhanden war. Es sieht seit einigen, aber erst einigen, Jahren besser aus. Aber ein einziger Challenge-League Verein im Fussball hat mehr Geld pro Saison zur Verfügnung als der schweizerische Verband der Leichtathletik... Kappiert?