«Putain! Vier Pumas auf einem Video. Genial!» YouTuber Julien Donzé und Naturfotograf Neil Villard liegen sich in den Armen. 58 Tage des Wartens und Fährtenlesens haben sich ausgezahlt.
Cougar, Berglöwe, amerikanischer Löwe, Phantomkatze – oder eben Puma. Kein anderes Säugetier weltweit hat so viele unterschiedliche Namen.
Das kommt daher, dass der Puma vom Norden Nordamerikas bis hin zur Spitze von Südamerika überall anzutreffen ist.
Wobei «anzutreffen» nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist. Zwar gibt es rund 50'000 Individuen, aber davon bekommt der Mensch kaum je eines zu sehen.
Wie die Nadel im Heuhaufen
Obwohl der Puma als Raubtier ganz oben in der Nahrungskette steht, ist er beinahe unsichtbar. Selbst für jene, die ihn gezielt suchen.
Ganz besonders gilt das für die Rocky Mountains. Dort lebt der Puma in schwer zugänglichem Gelände. Und nur im Winter gibt es überhaupt eine Chance, ihn dank seiner Spuren im Schnee zu entdecken.
Doch genau dieser Herausforderung stellen sich Filmemacher Donzé und Tierbeobachter Villard.
Wenn man die Natur respektiert und sich ihrem Rhythmus anpasst, gibt sie es einem hundertfach zurück.
Das Duo muss viel Geduld beweisen. An 58 Tagen marschiert es durchschnittlich 14 Stunden pro Tag. Bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad.
Diese Strapazen tragen Früchte in Form des Films «Der Puma – Phantom der Rocky Mountains». Er ist ein Meisterwerk voller beeindruckender Bilder.
Und als die Hartnäckigkeit der beiden Tierliebhaber am Ende tatsächlich mit Aufnahmen eines Pumaweibchens und ihrer drei Jungen belohnt wird, vergiesst man sogar selbst ein Tränchen.