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Studie über die Ausbreitung des Coronavirus unter Kindern
Aus Tagesschau vom 28.05.2020.
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Test für Corona-Antikörper Schweizer Schüler sollen helfen, Corona besser zu verstehen

Forscher untersuchen, wieviele Schüler Corona-Antikörper haben. So will man die Verbreitung des Virus besser verstehen.

Erstmals überhaupt testen Schweizer Epidemiologen Schülerinnen und Schüler auf Antikörper – im Rahmen der Studie «Corona Immunitas». An der Primarschule Weiningen wird ein erster Testlauf für die Untersuchung durchgeführt.

Die Schülerinnen und Schüler kommen zur Blutentnahme in die Turnhalle. Man will herausfinden, wie viele Schülerinnen und Schüler bereits Antikörper gegen das Corona-Virus gebildet haben, erklärt Milo Puhan.

Er leitet das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention an der Universtität Zürich. «In dieser ersten Phase geht es darum, die Ausbreitung kennzulernen: Sind es 5, 10 oder 15 Prozent, die Antikörper gebildet haben?» Das Team erforsche, ob es Unterschiede gibt nach Kanton oder Altersklassen.

Daten sind das Ziel

Auch Speichelproben der Schülerinnen und Schüler nehmen die Forscher mit, um eine mögliche Infizierung zu prüfen. Rund 60 Zürcher Schulen wurden zufällig ausgewählt und angefragt.

Legende: Epidemiologe Milo Puhan untersucht, wie und ob sich das Corona-Virus in Schulen verbreitet. SRF

Epidemiologe Milo Puhan plant bis März 2021 Daten zu sammeln, damit die Studie möglichst aussagekräftig wird: «Wir werden die gleichen und weitere Personen im Herbst und zu einem späteren Zeitpunkt erneut untersuchen. Wir wollen eine Art Kompass erstellen, um zu schauen, wie sich die Ausbreitung des Virus in der Schweiz entwickelt.»

Studie hilft gegen Ängste

Die Ergebnisse sollen vor allem die Unsicherheit nehmen – bei Eltern, aber auch bei Schulleitern. Verschiedene Kantone und europäische Länder hätten ganz unterschiedlich reagiert, so Puhan. Das zeige die grosse Verunsicherung.

«Einige Kantone haben die Schulöffnung mit Halbklassen organisiert, andere haben ganze Klassen zugelassen. Im europäischen Vergleich gibt's auch grosse Unterschiede: Norwegen geht sehr locker mit Corona um während Italien es als Riesenproblem sieht. Es fehlt eine klare Datenlage», so der Epidemiologe.

Die Studie soll helfen, damit die Wissenschaft mehr weiss über die Ansteckung von Schülerinnen und Schülern mit dem Corona-Virus und deren mögliche Immunität.

SRF 1, Tagesschau, 28.05.20, 19:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Zu Antikörper und zum Impfthema gibt es viel zu wenig gute Studien. Auch kaum Diskusaonssendungen, dabei wäre dies Zentral. Die Tabuisierung gerade dieser zwei Themen ist erschreckend. https://youtu.be/YXB45joLDkw
  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Zusätzliche Frag zu den Speichelproben. Auch da, wird mehr getestet und kommen die Schüler in eine Datenbank.
    Solch Grundlegende Untersuchungen sollte man hinterfragen. Aus dem Artikel geht nicht hervor, inwieweit die Tests anonym durchgeführt werden.
    Anonymität ist die Grundlage einer so breit durchgeführten Untersuchung.
  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Ich würde mich als nicht Schülerin auch zur Verfügung stellen. Ok, was noch interessant zu wissen wäre welche zusätzlichen Daten gesammelt werden. Als Erwachsene kann ich selber wählen. Mir 65+ ist egal, was sie via meinem Blut alles herausfinden. Egal ist es nicht bei Schülern, die das ganze Leben vor sich haben. Also Hände weg vor zusätzlichen Daten. Wer Kontrolliert was geprüft wird? Kommen die Daten in eine Datenbank. Dies ist meiner Ansicht nach viel wichtiger als das Theater um die APP.