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Ausgeklügelte Jagdtaktik Mit Katapult auf Ameisenjagd: So jagen Spinnen in Australien

Forschende beschreiben erstmals die raffinierte Technik, mit der die Ballista-Spinne ihre Beute fängt.

Kurz nach Sonnenuntergang macht sich die australische Ballista-Spinne auf, ihre Falle zu bauen. Von ihrem Netz aus seilt sie sich ab. Sobald ein geeigneter Ort gefunden wurde, fixiert sie ihren Faden und kehrt zurück ins Netz. Diesen Ablauf wiederholt sie 15 bis 60 Mal, bis ein fächerartiger Kegel entsteht. Zuletzt umhüllt die Spinne den Kegel mit einer klebrigen Seidenschicht.

Nach kurzer Zeit erscheint eine asiatische Weberameise. Diese Art ist sehr territorial und zeigt aggressives Verhalten gegenüber dem Kegel. Die Ameise beisst fest in den Kegel, und destabilisiert ihn – blitzschnell wird sie ins Netz hochgeschleudert.

Die Physik hinter der Katapult-Falle

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Die bis zu 60 Fäden des Kegels sind unter Spannung vorgedehnt – knapp unterhalb ihrer Elastizitätsgrenze, um maximale Energie zu speichern. Beisst die Ameise zu und löst den Kegel, entlädt sich diese Energie auf einen Schlag.

Durchschnittlich 42 Millisekunden nach dem Biss wird die Ameise bereits ins Netz geschleudert – mit Spitzengeschwindigkeiten von über vier Metern pro Sekunde.

Mit dieser ausgeklügelten Jagdtaktik entfernt die Spinne gezielt ein einzelnes Exemplar aus der Kolonie. Sie wartet, bis sich die Ameise komplett im Netz verfangen hat und wickelt sie in Seide ein.

Die Ballista-Spinne hat sich stark auf diese Ameisenart spezialisiert. Die Forschenden vermuten, dass die Spinne artspezifische Pheromone in den Kegel einarbeitet. Andere Ameisenarten ignorierten die Falle völlig.

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