Grätzel-Solarzellen: Forscher steigern die Ausbeute

Lausanner Forschern ist es gelungen, den Wirkungsgrad von Grätzel-Solarzellen, einer Schweizer Erfindung, auf 15 Prozent zu erhöhen. Die Wissenschaftler hoffen, dass sie damit gängigen Silizium-Solarzellen Konkurrenz machen können.

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So funktioniert die Grätzel-Zelle (Tagesschau 20.11.2009)

0:57 min, vom 10.6.2010

Wie die ETH Lausanne mitteilt, könnten Grätzel-Solarzellen damit effizienter werden als Silizium-Solarzellen. Die Farbstoff-Solarzelle, die Michael Grätzel von der ETH in den 90er-Jahren entwickelte, funktioniert ähnlich wie die Photosynthese in Pflanzen.

Der deutschstämmige Chemiker Michael Grätzel mit dem Modell einer Solarzelle, die von ihm erfunden wurde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Technologie der Zukunft? Chemiker Grätzel mit dem Modell einer Solarzelle, die von ihm erfunden wurde (Archivbild). Keystone

Diese Technologie ist in der Herstellung günstiger und gilt als umweltfreundlicher als Siliziumzellen, doch sie nutzt das Sonnenlicht bisher weniger effizient. Grätzels Team konnte dieses Problem nun mit Hilfe eines zweistufigen Herstellungsprozesses lösen, wie die Forscher im Fachblatt «Nature» berichten.

Die Farbstoff-Solarzelle erreicht damit eine Energieumwandlungs-Effizienz von 15 Prozent, kann also 15 Prozent der Sonnenenergie in Elektrizität umwandeln. Diese Effizienz bei zugleich hoher Stabilität sei bislang unerreicht, schreiben die Autoren. Sie sind laut der Mitteilung überzeugt, dass dieser Fortschritt den Beginn einer neuen Epoche für die Farbstoff-Solarzellen markiert.